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Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Ursachen von Transsexualität

Die Ursachen von Transsexualität sind bis heute nicht bewiesen. Aber im Gegensatz zu früher wird Transsexualismus in der Regel nicht mehr als psychische Erkrankung verstanden sondern als eine Folge biologischer Veränderungen. Transsexuelle bilden sich nicht ein, im falschen Körper zu sein, es sind tatsächlich körperliche Merkmale nachweisbar, die de-facto ausschliessen, dass es eine psychische Krankheit ist.

Im BadHairDays Blog ist schon vor einiger Zeit gut recherchierter Beitrag über “Körperliche Ursachen von Transsexualität” erschienen, der unter Anderem dutzende von Berichten und Forschungsresultaten bietet. Wer es wirklich genau wissen will, soll sich dort austoben, der Beitrag ist sehr informativ und mit den Links kann man wirklich in die Tiefe gehen. Hier möchte ich einfach mal einen einfachen Überblick geben, wie sich die Suche nach Ursachen entwickelt hat und wo wir heute stehen.

Ist Transsexualität eine psychische Krankheit?

Dass Transsexualismus eine psychische Erkrankung sein soll, war den Forschenden der Anfangszeit von Anfang an klar, ungeachtet der Tatsache, dass ihre Klassifizierung, Transsexualität sei eine Persönlichkeitsstörung, nie nachgewiesen werden konnte. Es taten sich bald massive Argumentationsnotstände auf. Wenn Transsexualität wie angenommen eine Art Wahn wäre, wären sich Transsexuelle ihres Zustands nicht bewusst, das heisst, sie würden glauben, wirklich vollumfänglich weiblich zu sein. Aber wie das bei Wissenschaften und Kirchen nunmal ist, wenn etwas mal aufgeschrieben und zum Dogma ernannt wurde, wird dieses “Fakt” zur Denksperre.

Geschlechtsidentität ist nicht änderbar

Doch man musste feststellen, dass man die vermeintlich defekte Geschlechtsidentität nicht ändern kann, weder mit Therapie, Medikamenten oder Elektroschocks. So kam man irgendwann zum Schluss, dass eine Verbesserung des Zustandes nur dann erreicht werden kann, wenn man den Körper dem Selbst anpasst. Und so begann man geschlechtsangleichende Massnahmen, wenn auch nur deshalb, weil halt das angeblich Kaputte nicht geflickt werden kann.

Transsexualität als Variante von Intersexualität?

Doch schon früh stellte der renomierte amerikanische Psychiater Harry Benjamin die Frage, ob Transsexualität nicht eine Variante von Intersexualität sein könnte. Intersexualität bedeutet, dass sich das Geschlecht teilweise in die falsche Richtung entwickelt hat. Früher entschied man sich bei der Geburt für eines der Geschlechter, operierte alles “korrekt” um und hatte somit eine 50% Chance, dass man dem Kind das falsche Geschlecht einoperiert hat. Heute findet hier langsam ein Umdenken statt – zum Glück. Jedenfalls ist die Frage berechtigt: Wenn der Körper in der Lage ist, den Körper teilweise dem falschen Geschlecht entsprechend zu entwickeln, dann kann er das auch ganz. Intersexuelle sind der Beweis dafür, dass ein Körper sich trotz eindeutiger Geschlechtsidentität anders entwickeln kann. Aber Benjamin versank in der Mehrheit, die sich an der Persönlichkeitsstörung festgebissen hatten.

Genetische Merkmale bei Transsexuellen

Weitere Forschungen ergaben, dass es verschiedene genetische Marker gibt, die ein Grossteil der Transsexuellen gemeinsam haben. Dass eine Persönlichkeitsstörung die DNA umprogrammiert, wird niemand behaupten, der auch nur annähernd ganz bei Trost ist. Spätestens hier müsste die Thema, Transsexualität sei eine psychische Erkrankung, fallen gelassen werden.

Hormone im Mutterleib als Ursache von Transsexualität?

Weitere Studien konnten nachweisen, dass Hormone während der Schwangerschaft die Geschlechtsentwicklung massiv verändern können.
Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie: Hormone im Mutterleib beeinflussen Transsexualität

Die weibliche Gehirnstruktur von transsexuellen Frauen

Der meines Erachtens klarste Hinweis kommt von den Forschern J.-N. Zhou, M.A. Hofman und D.F. Swaab, die in ihrer Arbeit mit den Gehirnen verstorbener TransFrauen nachweisen konnten, dass die Stelle im Hirn, die für die geschlechtliche Entwicklung zuständig ist, bei TransFrauen und anderen Frauen gleich beschaffen sind. Die von ihnen ermittelte Neuronendichte ist eine organische Messung, es geht nicht darum was im Kopf vorgeht sondern wie er physikalisch beschaffen ist. Wenn das Zentrum für die Geschlechtsentwicklung bei TransFrauen gleich ist wie bei sonstigen Frauen, dann braucht es ein gehöriges Mass an Faktenresistenz, um dann noch von einer psychischen Erkrankung auszugehen.
NATURE, 378: 68-70 (1995) : Ein Geschlechtsunterschied im menschlichen Gehirn und seine Beziehung zur Transsexualität

Fazit

Transsexuelle bilden sich nicht ein, dem anderen Geschlecht zugehörig zu sein. Transsexuelle haben tatsächlich eine körperliche Anomalie.

Milton Diamond: Medizinische Ursachen für Transsexualität (Kapitel 2)


 

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