(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Transamerica – ein RoadMovie über eine Trans-Frau

Leider gibt es nur wenige Filme über transsexuelle Menschen und erst Recht keine, die auch etwas taugen. Transamerica ist da eine Ausnahme, ein Film der wirklich sehr empfehlenswert ist.

Die transsexuelle Frau Bree (Felicity Huffman) steht eine Woche vor ihrer GaOp (geschlechtsangleichende Operation), als sie ein Telefon bekommt und erfährt, dass sie einen Sohn hat, der gerade im Knast sitzt. Ihre Therapeutin verweigert ihr darauf das Gutachten für die Operation, solange sie sich ihrer Vergangenheit nicht gestellt hat. Also holt Bree ihren Sohn Toby (Kevin Zegers) im Knast ab und gibt sich als Missionarin aus (von der Kirche des potentiellen Vaters). Die zwei ziehen dann quer durch die Staaten, Bree hat die Hoffnung, ihren Sohn wieder mit dem Stiefvater zusammen zu bringen und dann ihre GaOp zu machen, aber das Ganze wird immer mehr ein wildes Road Movie. Mehr will ich hier nicht erzählen, schaut ihn Euch einfach mal an.

Abgesehen von zwei emotionalen Themenbereichen, das Leben einer transsexuellen Frau und der Konflikt zwischen Vater resp Mutter und Sohn, ist der Film auch voll von lustigen Episoden. Ein Beispiel dafür ist ganz zu Beginn ein Gespräch mit einem Psychologen (sinngemäss widergegeben):

Arzt: Gemäss der medizinischen Akademie ist Transidentität eine schwere Persönlichkeitsstörung.
Bree: Seltsam, dass plastische Chirurgie schwere Persönlichkeitsstörungen heilen kann :-)

oder im selben Gespräch…

Arzt: Wie stehen sie zu ihrem Penis?
Bree: Ich hasse ihn, ich will ihn nicht sehen
Arzt: Und ihre Freunde?
Bree: Die wollen ihn auch nicht sehen ;-)
Arzt: Ich meine, haben Sie Freunde…..

Unter dem Strich ist Transamerica ein geniales Road-Movie, mit viel Emotionen und viel Humor, das einem immerhin einen kleinen Einblick in die Gefühlswelt und die Alltagsprobleme einer transsexuellen Frau aufzeigt.


 

2 Reaktionen zu “Transamerica – ein RoadMovie über eine Trans-Frau”

  1. Bad Hair Days

    Mir gefällt die Partyszene so gut, vor allem als der Mann (mit TS Vergangenheit) sagt:
    “We walk among you” (Wir wandeln unter euch)
    Andrea James und Calpernia Addams, die ja auch mitspielen, sind in Hinsicht Stimme für mich in jedem Fall ein Vorbild.

  2. Diana

    *lach* ja der Spruch war der Heuler, hat sowas ironisches, so als ob T-Girls Ausserirdische wären…… manchmal wird man ja auch nahezu so angeschaut ;-)

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