(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Sich nicht verstanden fühlen

Es will mir nicht einfallen, wann dieses Gefühl zum ersten Mal auftauchte oder ob es sogar schon immer in mir war. Auf jeden Fall war es spätestens in der Schulzeit spürbar und verfolgte mich wie mein eigener Schatten. Das Gefühl, dass mich niemand versteht, dass ich ständig missverstanden werde. Es war mehr als ein Gefühl, es war eine Gewissheit. Was an mir nicht verstanden wurde, wusste ich selber nicht. Vielleicht, weil es keine einzelnen Missverständnisse waren sondern ein allumfassendes Gefühl, das im alltäglichen Leben gar keine Bestätigung braucht, das einfach aus sich heraus gefestigt ist.

Jedes Kind fühlt sich da und dort missverstanden, die Kluft zwischen dem Denken von Jugendlichen und Erwachsenen ist so gross, dass das Missverstandenfühlen ein wesentlicher Aspekt der Pupertät ist. Aber dieses Missverstandensein beruht auf unterschiedlichen Werten und begründet sich in alltäglichen Konflikten. Eltern verstehen nicht, weshalb Kids bis um zwölf im Ausgang sein wollen und Kids verstehen nicht, weshalb sie so früh ins Bett müssen nur weil sie morgens wieder zur Schule gehen. Ihr versteht mich nicht, dürfte einer der weit verbreitesten Sätze sein, die von Jugendlichen ausgesprochen werden. Aber es geht hier immer nur um Momente und einzelne Ansichten.

Diese Art der Missverständnisse kannte auch ich, aber das, was dieses allumfassende Gefühl des Missverstandenseins in mir so betonierte, hatte nichts mit all dem zu tun. Ich wusste in all der Zeit nicht mal ansatzweise, was denn falsch verstanden wird und wie es richtig hätte verstanden werden sollen. Es gab keine rationale Erklärung für dieses Gefühl.

Ich war gute achtzehn Jahre alt, als ich zuhause auszog und mit meiner damaligen Freundin ein kleines Häuschen mietete. Mein Auszug war gleichzeitig ein Bruch mit der gesamten Vergangenheit. Ich brach den Kontakt zu Verwandten und ehemaligen Freunden ab und begann ein neues Leben. Der bewusste Gedanke sagte mir, dass ich einfach neu anfangen will. Heute weiss ich, dass es um etwas ganz anderes ging, ich wollte dieser Gewissheit entfliehen, dass mich niemand versteht. Hätte ich wenigstens gewusst, was die Leute denn an mir richtig verstehen müssten, hätte ich die Möglichkeit gehabt, mich zu erklären und Verständnis zu erarbeiten. Aber ich wusste ja selber nicht, was ich hätte erklären wollen, ich war auf eine mir völlig unverständliche Art anders, anders als alle Anderen, wusste selber nicht was, wer oder wie ich bin, wie hätte ich da etwas erklären können?

Etwa im dreiundzwanzigsten Altersjahr sah ich eher zufällig im TV die Dokumentation “Traum-Frau” über Coco, eine transsexuelle Frau hier aus Zürich. Ich glaub es war das erste Mal, dass ich mich nicht mehr alleine fühlte. Und ich begann zu erahnen, was an mir nie verstanden wurde, weder von all den Menschen die um mich herum waren noch von mir selbst. Kein Wunder, war diese Flucht vor den Menschen meiner Vergangenheit eine Illusion, das Unverständnis war ja vorallem Meinerseits und mir selbst konnte ich nicht entfliehen. Da sass nun diese Coco in meinem TV, so ganz anders als alle Anderen und so gleich wie ich selbst. Ich verstand sie bei jedem Satz den sie sagte und spürte, dass sie die Erste wäre, die mich verstehen würde.

Das war der Moment, als mir klar wurde, dass ich eine transsexuelle Frau bin. Diese Erkenntnis empfand ich alles andere als bereichernd, mir wäre lieber gewesen, ich wär diesbezüglich unwissend geblieben. Ich begann zu ahnen, dass mir ein Weg vorbestimmt war, den ich keinesfalls gehen wollte. Was Andere über mich denken war mir viel zu wichtig, wie in aller Welt käme ich dazu, einen Weg zu gehen, der mich in den Augen dieser Welt zum Freak macht? Ich hoffte, dass das alles nur ein böser Traum war und begann zu verdrängen und zu vergessen und zu leugnen, was nicht zu leugnen ist.

Doch ich begriff zu dem Zeitpunkt nicht, dass mein Gefühl des Nichtverstandenseins genau darauf beruht. Ich war eine Frau, gefangen im Körper des anderen Geschlechts, maskiert als etwas was sie nicht ist. Wie könnte jemand eine Frau als Frau wahrnehmen, wenn man ihr das wahre Geschlecht nicht ansieht? Ich begriff nicht, dass ich bis zum jüngsten Tag dazu verflucht wäre, nicht verstanden zu werden – oder bis zu dem Tag, an dem ich beginne mein wahres Selbst zu entfalten.

Zwei Jahrzehnte kämpfte ich vermeintlich erfolgreich dagegen an und genauso lange blieb die Überzeugung des Nichtverstandenseins an mir hängen. Dieses Gefühl war irgendwann so stark, dass ich der ganzen Welt den Rücken kehrte. Ich hatte noch eine Lebenspartnerin und ein Kind, dem Rest der Welt sprach ich jegliche Bedeutung ab. Ich bin anders als Ihr und Ihr werdet mich nie verstehen, was will ich dann noch von Euch? Meine Trauer über dieses innere Alleinsein wurde immer grösser und die Abneigung gegenüber meiner eigenen Spezies wurde immer mehr zu Verbitterung.

Selbst als ich vor einem guten Jahr meine Selbstentfaltung begann und mich der Welt erstmals so zeigte wie ich wirklich bin, war ich mir nicht bewusst, dass mein Gefühl des Nichtverstandenseins etwas mit all dem zu tun hatte.

Nun, ein Jahr später, blicke ich zurück auf dieses letzte Jahr und stelle verblüfft fest, dass ich mich seit einem Jahr verstanden fühle. Vielleicht nicht vollumfänglich, weil ich in den Köpfen vieler Menschen ein Mann bin, der jetzt halt eine Frau sein möchte. Ein völlig falsches Verständnis und dennoch werde ich getragen von einem Gefühl, dass Menschen mich nun sehen wie ich bin. Und dass sie jetzt erstmals die Gelegenheit haben, mich zu verstehen, wahrzunehmen wer und was ich wirklich bin.

Immer öfters in den letzten Monaten ertappe ich mich dabei, dass ich mir wünsche, Menschen von früher wieder zu sehen, Menschen denen ich vor zwanzig Jahren davongerannt bin und sie aus meinem Kopf und Herz verbannt habe. Ich spüre, dass sie mir nachwievor viel bedeuten. Und ich spüre, dass das, was mich solange von ihnen ferngehalten hat, nicht mehr existiert.

Und das ist irgendwie seltsam. Denn kaum jemand wird wirklich verstehen, dass ich wahrhaftig eine Frau bin, schon immer war und immer sein werde. Dass ich eine anatomisch weibliche Hirnstruktur habe, eine weibliche Seele und nur mein Körper vier Jahrzehnte die Lüge verbreitet hat, ich hätte ein männliches Geschlecht. Die Chance, rational korrekt verstanden zu werden, ist schlechter denn je. Trotzdem fühle ich mich nicht mehr missverstanden, jedenfalls nicht in so allumfassenden Ausmass wie bisher. Die Vorstellung, diesen Menschen irgendwann wieder zu begegnen, ohne diese männliche Fratze, die mein Ich solange verborgen hat, ist eine wunderschöne Vorstellung. Zum ersten Mal im Leben bin ich mich selbst und so gebe ich der Welt zum ersten Mal die Chance, mich wahrhaftig zu erleben und zu verstehen, wer und was ich bin.

Es gibt immer wieder Momente, in denen ich mit Sätzen konfrontiert werde wie “früher als Du ein Mann warst” oder “heute wo Du eine Frau bist”. So Sätze zeugen von grossem Unverständnis und doch fühle ich mich dabei verstandener denn je. Vielleicht verstehen Leute nicht was Transsexualität wirklich bedeutet oder sie glauben, ich hätte früher ein anders Geschlecht gehabt. All das ist jedoch zweitrangig. Was für mich heute zählt ist, dass sie mich jetzt im hier und heute als eine Frau wahr!nehmen und mich so behandeln. Damit geben sie mir mehr Verständnis als ich es je vorher hatte, weil sie mir zumindest im hier und jetzt mein Ichsein zugestehen, es anerkennen……….. und mir damit etwas geben, was Allen zusteht……. die Würde des Menschen.

So stehe ich heute erstmals an einem Punkt, an dem ich mein Leben mit Würde tragen kann, an dem ich mich zumindest im Kern verstanden und respektiert fühle, als das was ich bin. Und das ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, weil es dem grössten Schmerz meines Lebens ein Ende bereitet.


 

8 Reaktionen zu “Sich nicht verstanden fühlen”

  1. Kim

    Hi Diana,

    ich hatte dazu einmal einen Text geschrieben. Er handelt vom “Verdrehen” eines transsexuellen Menschen… wenn du nämlich innen/aussen verdrehst bei einem Menschen, dann verdreht sich so ziemlich alles… ein Grund wird zum Gegengrund, eine Motivation zur Anti-Motivation usw… und ein Verstehen wird somit zum Nichtverstehen. (Durch die Verdrehung deines Geschlechtes)… was die meisten Menschen, die transsexuelle Frauen immer noch als ehemalige Männer, oder Männer in Frauenrolle bezeichnen nicht können: transsexuelle Frauen verstehen.

    Zum Glück gibt es von diesen Menschen aber nur sehr wenige… (auch wenn sie gehäuft bei den “Experten” der Sexologie auftauchen)…

    Auch wenn ich noch etwas “roher” (und grober) geschrieben hatte 2006. hier mal der Link zu dem Text:

    http://www.mut23.de/index.php?option=com_content&task=view&id=21&Itemid=16&lang=de

    Liebe Grüsse,
    Kim

  2. Diana

    @Kim: Dein damaliger Beitrag ist genial geschrieben und trifft den Nagel auf den Kopf. Vorallem den Ausdruck der “Geschlechtskörperstörung” find ich passend, hab ich noch nie gehört, fühlt sich aber korrekt an. Das Problem scheint halt zu sein, dass in den Köpfen der Menschen Körper und Geist eine Einheit ist, die keine Diskrepanz haben kann. Sie sehen den Körper und schliessen daraus auf den Geist, so als würden sie bei einem Afrikaner mit Pigmentstörungen einen Weissen sehen.

    Trotzdem – und darauf wollte ich in meinem Beitrag vorallem hinaus – fühle ich mich heute viel mehr verstanden als früher, als ich mein wahres Geschlecht noch versteckte. Was für Wertungen die Menschen damit verbinden, ist eine Sache und was für Erklärungen sie daraus schustern nochmal eine Andere. Aber für mich wesentlich ist, dass für sie mein Frausein jetzt wahrnehmbar ist und zu meiner grossen Überraschung von Vielen auch respektiert wird.

  3. samate

    Liebe Diana,

    ich muss Dir danken, weil Du mir mit Deiner Webseite klar gemacht hast, was Transsexualität ist. ich bin damit nur einmal (bewusst) in Berührung gekommen, auf einer Frauenmesse in Düsseldorf, anno dunnemal, da war auch ein Stand von Transsexuellen Frauen. Ich hatte mich bis dato nie damit beschäftigt, ich kannte (bewusst) schlicht keine Frau, die transsexuell ist, oder, wie ich grad hier lese, mit “Geschlechtskörperstörung”. Ich muss aber zugeben, ich habe mir da nie eine endgültige Meinung erlaubt, also ich hab das nicht so oder so gesehen, ich wusste nur nicht, wie ich es sehen sollte. Ich habe es offen gelassen. Weil es einfach zu wenig Thema war in meinem Leben. Ich habe damals mit einer Frau an der Bushaltestelle gestanden, auf dem Weg zu der Messe, der man noch ansehen konnte, dass sie sich aus dem männlichen Körper herauskämpfte, so drücke ich es mal laienhaft aus. Wir lächelten uns an, aber es war eine Fremdheit da. Die ich mir heute erklären kann, weil ich damals nicht wusste, was ich heute durch Deinen Blog weiß.

    Heute ist mir klar, es SIND Frauen, das IST eine Frau, sie ist nur in einem männlichen Körper geboren. Ich kann das jetzt verstehen, bitte nicht verwechseln mit nachfühlen, ich glaube, das kann nur die, die es erlebt. Aber verstehen. Mir ist so klar geworden, Du bist eine Frau. Irgendwas in der Zeit der Menschwerdung, also im Mutterleib, hat dazu geführet, dass Dein Körper mit männlichen Geschlechtsmerkmalen geboren wurde. Aber eigentlich bist Du eine Frau. Nicht eigentlich, Du BIST eine. Das habe ich durch Deinen Block kapiert.

    Das Internet ist schon klasse!!

    Ich habe mich immer gefragt, wenn ich mal mit dem Thema in Berührung kam, sei es durch einen Artikel in den vielen Zeitschriften, die ich lese, oder durch einen Fernsehbericht, was ist das denn wirklich? Was geht da ab? Was ist das?

    Ich habe nie eine Antwort gefunden, immer nur von Problemen gelesen, Frausein, Mannsein, falsche Rolle, falsches Geschlecht, bla hier und bla da, und dann las ich Deinen Blog, weiß gar nicht mehr, wie ich dahin gekommen bin und da schreibt eine Frau, hallo, ich bin eine Frau, und die Wissenschaft hast festgestellt… Hirnsturktur… und so weiter und es war wirklich wie eine Offenbarung für mich, achsooooooo! Das ist es!!

    Ich hatte, ich gebe es zu, vorher meine Probleme, also nicht im realen Leben, weil ich niemanden kenne, die als Frau im Männerkörper geboren ist. Jedenfalls nicht bewusst. Aber ich hatte Probleme, es zu verstehen. Nicht es zu akzeptieren, weil ich wirklich denke, jeder Mensch hat erstmal das Recht, die oder das oder der zu sein, die er oder sie oder es ist. Ich hab’s nur nicht verstanden.

    Jetzt ist mir das klar. Und ich bin mir sicher, das ist ja wichtig, die Sicherheit im eigenen Denken, ich bin mir sicher, Du bist eine Frau, klar, Frau, was sonst, da ist halt was anders gelaufen, dass daraus ein Männerkörper wurde.

    Ich versteh das einfach. Also ich will sagen, für mich ist das mit dem Ändern der Körpermerkmale jetzt was ganz anderes. Also ich fühle das jetzt anders. Bei Svenja hab ich das auch gelesen, dass halt die Bartstoppeln weg müssen, wie das geht, bei Dir habe ich gelesen, was es für Medikamente gibt, das war mir doch alles nicht klar. Warum das wie wo was nötig ist. Jetzt kapiere ich das.

    Und durch Deinen Blog habe ich jetzt das Gefühl erlangt, dass da niemand ist, der sich zur Frau macht. Sondern dass da jemand ist, die eine Frau ist und nun dafür sorgt, dass auch ihr Körper der einer Frau wird.

    Du hast das so erklärt, dass es auch der letzte Depp kapieren kann. Es ist einfach klar. Dafür danke ich Dir, weil ich durch Dich wirklich dazugelernt habe.

    Ich bin etwas reicher geworden durch Dich!

    samate

  4. Diana

    Wow Samate, mir fehlen grad ein bisschen die Worte und ich bin so gerührt, dass ich auf meine Schminke aufpassen muss.

    Von jemandem so verstanden zu werden tut unbeschreiblich gut. Und es zeigt mir, wie wichtig es ist, dass Menschen wie ich versuchen, beispielsweise durch so ein Blog, unsere Wesensart zu erklären.

    Meine Erzählungen und Sichtweisen stehen nicht für alle transsexuellen Frauen, ich bin nur eine von Vielen und meine Denk- und Gefühlswelt ist nur eine von Vielen. Aber ich habe gehofft, dass ich durch meine offenen Erzählungen etwas mehr Verständnis erarbeiten kann, damit die Welt an einem von vielen Beispielen sehen kann, dass wir eigentlich ganz normale Frauen sind.

    Das ist mir bei Dir offenbar gelungen und das gibt mir Mut weiter zu machen und daran zu glauben, dass diese Welt irgendwann umzudenken lernt und uns irgendwann so sehen kann, wie Du das tust. Ich habe Dir zu danken, liebe Samate.

  5. Tamila

    Hallo Diana,
    Dein Blog fesselt mich, kann nur jetzt nicht so ausführlich berichten. Interesse??? Mir ging, geht es ganz genauso. Ich find mich in Deinem Lebensweg fast identisch wieder zumindest vom Gefühls- und Lebens/Erlebensweg. Ich bin hin und weg!
    Übrigens siehst Du Klasse aus!
    herzliche Grüße Tamila

  6. Diana

    @Tamila: Danke für das Kompliment :-) Es freut mich, wenn Du Dich in meinen Zeilen wieder findest, das kann Dir vielleicht auch Kraft geben, zu erleben, dass Du nicht alleine bist mit Deinen Gefühlen und Deinem Lebensweg. Deine anderen Kommentare werde ich morgen beantworten, hab grad zwei Blogbeiträge geschrieben und muss jetzt bettwärts. Wir lesen uns ;-)

  7. Tamila

    Liebe Diana,
    genauso habe ich mich seit frühester Jugend auch gefühlt. Junge, Mann… oh Gott wie ich diese Rolle hasse. Handwerker; Fußballer, Haus gebaut, Baum gepflanzt, Sohn gezeugt. All das was einen richtigen Mann ausmacht ist in meiner Rolle enthalten. Doch ich wurde zu dieser lebenslangen Rolle verdonnert. Eigentlich wollte ich Friseur werden, besser Friseuse (bin nicht schwul). aber ein Mann wie ich als Friseur, der ist doch dann bestimmt schwul?! Manchmal denke ich, ich habe mein Leben verbockt. Mit meiner Frau nahm ich an wird alles anders aber man verdrängt nur. Eigentlich bin ich sehr, sehr glücklich mit meiner Frau, nur die Rollenverteilung stimmt dabei überhaupt nicht. Nach allen vorsichtigen Auslotungen wird meiner Frau nie mit einer TS zusammenleben wollen. Da ist sie, diese Zwickmühle, Familie oder ein endlich würdiges Leben??? Dieser Entscheidung zerreißt meine Seele endgültig. Entscheiden kann ich mich momentan nicht, dafür liebe ich meine Familie zu sehr, sie sind alles was ich noch habe!!! Sie zu verliern würde mir das Herz brechen! Obwohl ich ja zugeben muss, dass meine Seele und die vieler TS schon immer zerrissen war und ist. Es ist alles so verdammt kompliziert.

  8. Diana

    @Tamila: Gerade wenn man Familie hat, ist dieser Schritt extrem schwierig. Ich hatte das “Glück”, dass ich schon vor 10 Jahren ausgezogen bin und muss mich deshalb “nur” mit meiner Tochter arrangieren, dieser Spagat geht relativ gut. Die Frage ist, ob Deine Familie vielleicht doch damit zu leben lernen kann, wenn sie wissen, wie wichtig es für Dich ist. Auf jeden Fall ist es sehr kompliziert, weil die Familie die Stigmatisierung teilt. Das war die grösste Angst meiner Tochter, aber in meinem Fall lässt sich das vermeiden, weil wir weit von einander entfernt wohnen und in ihrem Umfeld niemand etwas davon weiss. Und doch, ich kenne beispielsweise eine transsexuelle Frau, die in derselben Strasse wohnt wie ihre Exfrau und ihre Kids und die kommen gut miteinander klar. Auf jeden Fall würde ich mehr als nur ausloten, such das direkte Gespräch, Offenheit scheint mir da die einzige Option zu sein.

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