(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Mit Hüh und Hopp durchs Wunderland

Nachdem ich letzte Woche einen Sturm im Wasserglas erlebte – hab mal wieder etwas in meinem Umfeld falsch interpretiert und bin infolgedessen kurz abgedreht – geht’s nun wieder mit strahlendem Lächeln und dümmlich-glücklichem Blick der Zukunft entgegen.

Heute Nachmittag findet unser Firmen-Event statt, unsere Programm-Taufe, an dem wir zuerst eine Bowling-Bahn schrottreif spielen und ich mal wieder beweisen kann, dass n’Mädel ohne Absätze nunmal nicht gerade werfen kann (dort kriegt man so hässliche Bowlingschuhe). Am Abend geht’s dann ins Restaurant, an dem wir uns sinnlos besaufen und gröhlend mit Fleischstücken um uns werfen bei einem mongolischen Barbeque gepflegt dinieren.

Morgen flattere ich dann in aller Herrgottsfrühe endlich wieder nach Hamburg, vier Tage mit Juliet auf dem Sofa rumliegen, das ist pure Medizin :-) Mamas Mann tut mir jetzt schon leid, der Ärmste wird vier Tage lang von drei bekloppten Weibern umgeben sein und wohl arg irritiert sein darüber, dass wir seinen Kater “der Katze” nennen und uns deswegen kaputt lachen. Auf jeden Fall wird es toll dort, ich hoff, die haben schonmal angefangen, Zwiebeln einzulegen :-)

Wenn ich dann am Montag Morgen zurück fliege, sind es noch lausige zwei Wochen bis zur GaOp und ich bin langsam so aufgeregt, dass mein Hirn fast aussetzt. Es ist echt verrückt, ich kann es irgendwie nicht fassen, dass es nun wirklich geschieht – ich hab noch nie so sehr meine Grenzen gefunden beim Versuch, ein Gefühl in Worte zu fassen, es ist einfach mehr als Worte je ausdrücken könnten, das reine Wunder.

Auch sonst läuft alles recht gut. Die erneute Testosteron-Flutung habe ich überstanden, der Aggressionsschub vor zwei Wochen war wohl doch eher ein Umstellungsphänomen. Ich bin zwar etwas gereizter als sonst, aber es hält sich ziemlich in Grenzen.

Dafür läuft mir langsam die Zeit davon. Es gibt noch viel das ich vor der Op erledigen wollte, Dinge die ich für den Spitalaufenthalt vorbereiten möchte oder sonstiges Zeugs das endlich erledigt werden sollte. Aber eben, die Zeit läuft plötzlich in Siebenmeilenstiefeln und ich komm irgendwie zu gar nix. Wie sollte ich auch, ich bin sowas von aufgeregt, dass ich innerlich schon lang nur noch in der Aufwachstation rumliege und darauf warte, zum ersten Mal die Augen zu öffnen.

Nun denn, das wär’s soweit von meiner Seite, ich werde mich erst nach dem Kuschelwochenende wieder hier melden – dann entsprechend hysterischer :-)

Ey Schatziiiiiiiiiii, noch 21 Stunden und ich bin daaaahaaaaaaa :-)


 

2 Reaktionen zu “Mit Hüh und Hopp durchs Wunderland”

  1. Tülay Benz

    Hi ! Ich werde, so Gott will am 11.11.2010 da sein. War ja auch meine Idee und die von Anna-Maria uns noch mit Dir zu treffen. Feiern wir eine Abschiedsparty ! Von was eigentlich ? Besitos !

  2. Diana

    @Tülay: wär mega schön wenn Ihr kommen könnt. Wir feiern glaub gar keinen Abschied sondern die bevorstehende Geburt oder so……… egal, wir feiern einfach ;-) Besitos zurück

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