(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Liebe und Wahrscheinlichkeit

In einer Kommentar-Plauderei mit Juliet und Morag kam ich grad auf die Wahrscheinlichkeitsrechnung im Bezug auf Beziehungschancen. Weil ich gern mit Zahlen spiele, gucken wir uns das jetzt mal genauer an.

  • Hier in der Schweiz leben so um die 8 Millionen Menschen, wollen wir mal schauen was da für mich so rumwuselt.
  • Etwa ein Viertel dürfte altersmässig inkompatibel sein, also 2 Millionen.
  • In meiner Altersgruppe sind 90% in festen Händen, also bleiben 200’000 übrig.
  • Davon sind 90% deshalb noch zu haben, weil niemand sie haben will, ich also auch nicht, bleiben 20’000.
  • Für mich beziehungsmässig vorstellbar dürften höchstens 5% sein, das wären dann 1’000.
  • Da 99% kaum eine Beziehung mit einer Transfrau wollen, sind es nur noch 10.
  • Davon ausgehend, dass nur 50% der Bevölkerung auf Mädels stehen, bleiben 5.
  • Von denen dürften mindestens zwei im Knast sein und jemand in der Klapsmühle, da wären nun noch 2.

So gesehen habe ich mega Glück, das dürfte ein Mann und eine Frau sein und da ich diesbezüglich scheinbar flexibel bin, habe ich immer noch die Wahl.

Aber zum Glück sind Wahrscheinlichkeitsrechnungen nur theoretischer Blödsinn von nicht in dieser Welt lebenden Akademikern, die in ihren lustigen Universitäten noch lustigere Welten erfinden. Spätestens seit Tschernobyl wissen wir ja, dass solche Rechnungen eben nur im Kopf der Erfinder funktionieren.

Also wird es sicher heute noch an der Tür klingeln und mir fällt jemand um den Hals….. oder das AKW Beznau explodiert….. oder ich finde endlich die perfekten Schuhe :-)

PS: Hey, Ihr Zwei, könntet Ihr mich gelegentlich kontaktieren?


 

6 Reaktionen zu “Liebe und Wahrscheinlichkeit”

  1. Juliet

    Welche beiden meinst Du denn, die Schuhe oder die Menschen?

  2. kus

    Hör Dir doch mal die alte Schnulze von Roy Black an, schon der verbreitete (zumindest damals) Optimismus. Da ist bestimmt irgendwer, ich bin sicher!

    http://www.youtube.com/watch?v=z667oPP2s9E

  3. Diana

    @Juliet: egal, beides würd mich glücklich machen, aber wenn ich wählen kann, würd ich die Menschen bevorzugen, obwohl sie nicht im Gestell Platz haben

    @Kus: jö der Text ist so schön, ich brauchte zwar Überwindung um den Link anzuklicken, weil Roy Black selbst für meine Verhältnisse unerträglich schnulig ist, aber der Text gefällt mir. Nun, wie ich ja oben berechnet habe, gibts sogar zwei, ich hab also allen Grund zum Optimismus……… was mich jedoch verblüfft: selbst wenn ich nie jemanden finden würde, ich würde meinen Weg trotzdem nicht bereuen. Lieber alleine mich selbst sein als mich zu zweit verleugnen.

  4. Juliet

    Wie war das noch mit Trocknen und Rückgrat brechen?!

  5. kus

    … «selbst wenn ich nie jemanden finden würde, ich würde meinen Weg trotzdem nicht bereuen.»
    Das freut mich sehr für Dich – beneidenswert. Zudem: Eine zufriedene, optimistische Frau wird bestimmt eine(n) Partner(in) finden. Trantüten haben’s da schwerer.
    Übrigens hast Du in deiner Berechnung etwas übersehen. In Deiner Alterskategorie kommt es jetzt massenhaft zu Scheidungen. Da werden wahrscheinlich 10 bis 20% wieder frei. Deine Persepektive ist also noch viel besser als Du glaubst …

  6. Diana

    @Kus: das mit den Scheidungen freut ich, die habe ich übersehen. Aber vermutlich dürfte ich noch so Manches vergessen haben. Wie dem auch sei, mein Motto ist ja, dass nichts unmöglich ist, nicht mal das

    @Juliet: stimmt, das hätt ich fast vergessen, man muss sich nur zu helfen wissen ;-)

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