(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Facebook als erste Identität

Als ich heute das Anmeldeformular für die Psychiatrische Universitätsklinik ausfüllen müsste, kam ich identitäsmässig ziemlich ins Schleudern. Auf einem offiziellen Formular muss ich den alten Namen angeben und was schlimmer ist, ein Kreuzchen bei „Herr“ machen, was mir richtiggehend einen Knoten in die Eingeweide knüpfte. Schlussendlich schaffte ich es nicht, kreuzte also „Frau“ an, füllte meinen neuen Namen aus und gab einfach bei der Rechnungsadresse den alten Namen an. Ich fand das politisch korrekt und sollte auch die Krankenkasse nicht überfordern. Aber das Ganze löste eine kleine Identitätskrise in mir au und ich bekam plötzlich den unbändigen Wunsch, mich irgendwo offiziell zu registrieren…….. und da kam mir Facebook in den Sinn. Also ging ich da hin, eröffnete meinen Account und hatte dabei eine diebische Freude, endlich mal irgendwo „Frau“ anzukreuzen. Tja und nun bin ich da drin, obwohl ich so Hypes in der Regel aus Prinzip nicht mitmache, aber irgendwie glaube ich, dass es mir gut tut, wenn mein neues Ich eine Plattform hat auf der es sich präsentieren kann.


 

2 Reaktionen zu “Facebook als erste Identität”

  1. Bad Hair Days

    Mich hat da besonderst die Frage geärgert:
    [ ] Geburtsgebrechen
    [ ] Psychische Störung
    [ ] usw…
    oder so ähnlich, wo ich wieder besseren Wissens Psychische Störung (oder ein Äquvivalent) angeben musste…

  2. Diana

    naja ich nehm schon an, dass sie dann im Computer “Psychische Störung” eingegeben haben, ist mir soweit egal, mir war wichtig, dass ich das ankreuze, was meines Erachtens am Nächsten hinkommt.

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