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Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Ein weihnachtlicher Denkanstoss für Papst Benedikt

Ehrwürdiger Papst
Anlässlich Ihrer letztjährigen Weihnachtsrede, sagten Sie wörtlich:

Es ist ebenso wichtig,
die Menschheit vor homosexuellem oder transsexuellen Verhalten zu bewahren,
wie den Regenwald zu schützen
(Papst Benedikt XVI)

Ich habe Sie in den Jahren, in denen Sie das Oberhaupt der Inquisition Glaubenskongregation waren, als klugen und rationalen Denker erlebt. Sie scheinen mir nicht auf den Kopf gefallen.

Wie in aller Welt kommen Sie dann dazu, Transsexualität als Verhaltensweise zu verstehen? Haben Sie sich wirklich nie mit Transsexualität auseinander gesetzt? Und trotzdem richten Sie über Transsexuelle, deren Wesensart genauso von Gott geschaffen wurde wie die Ihre?

Keine biblisches Verbot von Transsexualität
Als Bibelkenner wissen Sie ganz genau, dass in der Bibel nichts über Transsexualität steht. Selbst Moses, der Schweinefleisch essen als kultisch unrein deklarierte und Holz sammeln an einem Samstag unter Todesstrafe stellte, kam nicht auf so eine Idee. Es gibt Menschen, die sind nunmal von Geburt an transsexuell, ob die Betroffenen das wollen oder nicht. Wenn Gott uns aber so geschaffen hat, wer glauben Sie zu sein, dass Sie über uns richten dürfen?

Moses im Übereifer – lustiges Steinewerfen für Gott
Der gute Moses hat es mit seinen Gesetzen ja arg übertrieben, das hat Jesus richtig erkannt. Gott gab Moses zehn Gebote und er machte daraus ein Gesetzeswerk mit hunderten von Vorschriften. Haben Sie je Schweinefleisch gegessen? Oder an einem Samstag (Sabbath) gearbeitet? Dann würden Sie nach mosaischem Gesetz zum Tode durch Steinigung verurteilt. Jesus hat den Widersinn dessen erkannt und reduzierte sogar die zehn Gebote auf ein Einziges: Liebe Deinen Nächsten so wie Dich selbst – damit erfüllst Du alle Gesetze und Gebote.

Jesus ernst nehmen, auch beim Thema Homosexualität
Aber Sie scheinen Jesus irgendwie nicht so richtig ernst zu nehmen. Sie hetzen gegen Homosexuelle, obwohl Jesus sich nie dazu geäussert hat und nur der übereifrige Moses Homosexualität als kultische Unreinheit deklarierte (Leviticus 18,22 und 20,13) – so wie das Essen von Schweinefleisch (Leviticus 11,7) und so wie er auch forderte, dass unartige Kinder gezüchtigt werden sollen (Deuteronomium 21,18). Haben Sie wirklich nicht bemerkt, dass Jesus alle Menschen liebte? Und hat er uns – also auch Ihnen – nicht verboten über andere zu richten?

Transsexuelle Geschöpfe Gottes
Wenn man bedenkt, dass nach aktuellem Stand der Wissenschaft Transsexualität nicht im Kopf entsteht sondern biologische Ursachen hat, dann führen Sie sich auf wie die Pharisäer, indem Sie Menschen ausstossen aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes. Ist das im Sinne des jüdischen Rabbi Jeshua, den Sie als Jesus Christus anbeten?

Transsexuelle und Umweltzerstörung….. hä?
Und wenn man bedenkt, dass Sie die globale Umweltzerstörung (sie sprachen beispielhaft von Regenwaldabholzung) mit Transsexualität und Homosexualität gleichsetzen, dann mache ich mir wirklich Sorgen um Ihre geistige Gesundheit oder um ihre Geisteshaltung. Die Umweltzerstörung – also die Zerstörung von Gottes Schöpfung – bedroht das gesamte Leben dieses Planeten. Sowohl transsexuelle als auch homosexuelle Menschen sind für niemanden eine Gefahr, sie schaden niemandem und zerstören nichts. Wenn Sie solche Menschen mit der systematischen Ausbeutung und Zerstörung von Gottes Schöpfung gleichsetzen, dann fehlen mir wirklich die Worte, um soviel Unsinn noch zu kommentieren.

Vom Kreuz steigen
Mit Verlaub, aber ich glaube, wenn Sie diese Weihnachtsrede unter dem Kreuz gehalten hätten, wäre der Nazarener vom Kreuz gestiegen und hätte Sie kräftig in den Hintern getreten und er hätte Ihnen gesagt, dass Sie nichts, auch wirklich gar nichts verstanden haben von dem, was er ein Leben lang lehrte und für das er zu sterben bereit war. Jesus predigte Liebe, Sie predigen Ausgrenzung.

Jesuanisches Denken und Ausgrenzung
Die moderne Welt braucht mehr denn je das jesuanische Denken, wir richten viel zu viel über andere, vergeben können und wollen wir schon gar nicht. Wenn Sie, als Oberhaupt der römischen Kirche, nun zum Hassprediger werden und Transsexuelle ausgrenzen und verteufeln, dann verraten Sie Jesus und entfernen sich von seiner Lehre – nein Sie entfernen sich nicht nur, sie verraten sie.

Kinder Gottes
Denn er lehrte uns, dass wir alle Kinder Gottes sind und alles von Gott Geschaffene gut ist. Wohlgemerkt, es geht hier nicht um Verhaltensweisen sondern um Wesensarten und wenn Gott es gut findet, Menschen wie mich zu schaffen, dann wird das seine Ordnung haben und es steht Ihnen nicht zu, über Gottes Geschöpfe zu urteilen.

Besinnung
Ich hoffe sehr, dass Sie diese Zeit der Besinnung nutzen und sich wieder an die Werte der jesuanischen Nächstenliebe erinnern und bei der diesjährigen Weihnachtsrede nicht wieder zum Hassprediger werden.

Frohe Weihnachten, wünscht Ihnen
Diana, als transsexuelles Wesen von Gott erschaffen

NACHTRAG: Es sei darauf hingewiesen, dass ich das nicht war ;-)
Frau attackiert Papst


 

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