(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Diana – ein neuer Anfang

Vielleicht bin ich letztlich eine dieser Fragen,
deren Antwort sich die Blösse gibt, ein fragend Mensch zu sein
(Lacrimosa – Fassade)

Hallo, ich bin Diana, eine Trans-Frau am Anfang ihrer Geschlechtsangleichung – mit anderen Worten, ich bin transsexuell.

Seit ich denken kann, empfinde ich mich als ein weibliches Wesen, das durch eine seltsame Laune der Natur in einen männlichen Körper eingesperrt wurde. Anfang dieses Jahres kam der Punkt, an dem ich dieses “Spiel des Lebens” nicht mehr mitspielen konnte, seit da lebe ich offiziell als Frau, futtere fleissig Hormone, geniesse das Leben in meiner wahren Identität….. und trotze der Tatsache, dass die Welt mich deswegen für verrückt hält.

Über dieses Blog

Dieses Blog dient einerseits mir selbst als Tagebuch, anderseits soll es Interessierten, Betroffenen und Bekannten die Möglichkeit bieten, den Transitionsprozess einer transsexuellen Frau zu verfolgen.

Es ist erlaubt und erwünscht, dass die Blogbeiträge von Lesern kommentiert werden, es werden jedoch nur Kommentare zugelassen, die zum entsprechenden Thema ernsthaft Stellung nehmen. Damit das Blog sauber bleibt, werden alle neuen Kommentare zuerst zurückgehalten und müssen von mir authorisiert werden.

Nachtrag – Blogschliessung

Gute zwei Jahre nach diesem Eröffnungsbeitrag ist die Geschichte zuende erzählt. In dieser Zeit habe ich die Hormonbehandlung und genitalangleichende Operation hinter mich gebracht und bin dank erfolgter Vornamens- und Personenstandsänderung nun einfach eine Frau wie viele Andere – vielleicht etwas verrückter als der Durchschnitt, aber mehr auch nicht. Nach meinem Selbstverständnis empfinde ich mich heute nicht mehr als transsexuelle Frau sondern als “Frau mit transsexueller Vergangenheit”. Das und andere Gründe bewogen mich dazu, dieses Blog nun zu schliessen, weil es die Geschichte einer “Geschlechtstransition” erzählen soll und diese Geschichte ist nun zuende. Anstelle dieses Blogs führe ich nun ein zweites Tagebuch in dem ich aus der neuen Perspektive weiter aus meinem Leben erzähle. Wer mehr von mir lesen möchte, ist herzlich eingeladen, hier weiterzulesen:
A girl called Diana – Tagebuch einer Frau mit transsexueller Vergangenheit

Blogtagebuch in Papierform

Die ersten zwei Jahre dieses Blogtagebuchs sind auch in Buchform verfügbar, mehr darüber erfährst Du in der Rubrik “Bücher Transsexualität“.


 

23 Reaktionen zu “Diana – ein neuer Anfang”

  1. Nadja

    Hallo Diana,

    je mehr ich von Deiner site sehe umso mehr bewunderung empfinde ich für den enormen aufwand mit welchem Du Dein online-tagebuch mit leben füllst.

    im sommer letzten jahres hatte ich ein projekt für eine ähnliche plattform umzusetzen begonnen. allerdings habe ich die arbeit an diesem nach wenigen wochen aus zeitmangel vorerst eingestellt.

    das eingangs abglegt bild ist aktuell? also wirklich alle achtung, für die kurze mediaktionsdauer wirkst Du wirklich schon sehr weiblich.

    aber auch das bild aus Deiner kindheit lässt eindeutig erkenne, dass Du von bereits dahingehend mit reichlich entwicklungspotential ausgestatte wurdest.

    wünsche Dir weiterhin alles gute!

    LG aus wien
    Nadja

  2. Diana

    Hallo Nadja

    Der Aufwand hält sich in Grenzen, wenn man eine gute Blogsoftware benützt. WordPress ist da genial, bietet einem allen Komfort und ist beliebig erweiterbar.

    Falls Du das Bild in diesem Beitrag meinst, das ist glaub vom März, also schon relativ alt. Danke jedenfalls für die Blumen, Komplimente kann ich momentan besser brauchen aus Luft ;-)

    Aber es hat schon was, dass ich schon immer recht feminim war, das macht mir meinen Change natürlich einfacher.

    Auch Dir alles Gute
    Diana

  3. Aurisa

    Hallo Diena,
    danke für deinen Kommentar bei mir.
    Ich bitte noch um etwas Geduld… ich möchte erst die Meinung und Abstimmungen von noch ein paar mehr Nichtbetroffenen hören bzw. sehen, bevor ich deinen Kommentar freischalte.
    Der Grund ist folgender:
    Die Entwicklung geht dahin, die Personenstandsänderung auch OHNE Operation zu gewähren – siehe das neueste Gerichtsurteil in Österreich dazu, von dem du vielleicht auch gehört hast.
    Und ich wollte darum einmal bei den Menschen die selber nicht TS sind ihre Meinung dazu erfragen… ob sie eine TS ohne OP auch als Frau sehen… oder ob es an der Akzeptanz für diese Regelung fehlt…
    Das Publikum bei mir ist ganz sicher verständnisvoller TS gegenüber als der Durchschnitt der Bevölkerung…
    Also falls die es schon nicht akzeptieren können sollten… dann wird das wohl generell auf wenig verständnis stoßen…
    Umgekehrt, falls bei meinen Lesern akzeptanz da sein sollte, besteht noch Hoffnung, das auch in weitere Kreise vermitteln zu können…
    Ja und darum sollten sich erst nur die nicht betroffenen dazu äußern, damit ein unbeeinflusstes Meinungsbild dabei heraus kommt.
    Viele Grüße
    Aurisa

  4. Aurisa

    P.S:
    Hallo Diana,
    entschuldige bitte den Schreibfehler bei deinem Namen!
    War wirklich keine Absicht! Ich habe mich schlicht vertippt… und den Fehler leider zu spät bemerkt :(.
    Eigene Kommentare nachträglich korrigieren geht hier ja leider nicht…
    Viele Grüße
    Klaudia

  5. Diana

    Hi Eichhörnchen, kein Problem wegen dem Freischalten und erst Recht nicht wegen dem Schreibfehler. Bin selber gespannt wie nicht-TS das sehen, ich vermute aber schon mal sehr, dass die Akzeptanz ohne Op deutlich kleiner wäre.

  6. Stoeps

    Liebe Diana

    Wow! Was für eine Powerlady! Nach Deinem Kommentar auf meinem Blog kam ich nichtsahnend hierher und was ich so alles zu lesen bekam, bescherte mir eine Gänsehaut nach der anderen und hat mich tief berührt!

    Ich bewundere Deinen Mut und Deine Kraft, diesen Weg zu gehen. Ein bisschen kann ich Dir ja als schwuler Mann nachempfinden. Aber eben nur ein bisschen, denn es ist eine Sache die eigene sexuelle Orientierung offen zu leben. Aber sein Leben gendermässig komplett umzukrempeln…R-E-S-P-E-K-T!!!

    Ganz genial ist die Art und Weise, wie Du uns als Leser auf diese Reise mitnimmst und uns ermöglichst, eine Sicht von innen heraus auf das Thema zu erhalten. Du teilst hier auch ganz persönliche Dinge mit uns und das ist auch der Grund, warum es mich öfters kribbelte! Durch die Möglichkeit es durch Deine Augen mitzusehen und durch Dein Herz mitzufühlen, kann man sich ein kleines Stückchen besser vorstellen, wie das sein muss. Obwohl man als nicht transidenter Mensch wohl nie wirklich erfahren kann, wie sich das anfühlen muss.

    Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Kraft und Mut auf Deinem Weg! Mögest Du zu Dir selbst finden, zu der Frau in Dir, die nun auch aussen sichtbar wird. Fast wie bei einem Schmetterling! Dein Leben als Raupe ist nun endgültig vorbei! Du schlüpfst nun aus Deinem Cocon, breitest Deine wunderschönen, bunt schillernden Flügel aus und fliegst als das Wesen in die Welt, dass schon immer in Dir war und zu dem Du bestimmt warst.

    Du selbst, Dein inneres Wesen bestimmt wer Du bist. Nämlich eine verdammt starke Frau!

    Was mich sehr berührt hat, ist das Thema der Beziehung zwischen Deiner Tochter und Dir! Der Moment als Sie sich von Dir abwendete. Das zu lesen trieb mir die Tränen in die Augen! Ich hoffe und wünsche mir – und Dir natürlich – dass Deine Tochter eines Tages nicht nur mit einer Rose vor Deiner Tür steht, sondern Dich wirklich als Frau in ihre Arme nehmen und annehmen kann! Es wird Zeit brauchen, aber es kann gelingen!

    Liebe überwindet alle Gräben! Davon bin ich überzeugt!

  7. Diana

    Wow Stoeps, ich glaub das ist das Schönste, was ich hier je gelesen habe. Herzlichen Dank für Deine Anteilnahme und Deinen Zuspruch. Ich bin leider grad in Eile, werde aber hierzu morgen nochmal was sagen. Nur soviel als Erstes, Du hast mich mit Deinen Zeilen wirklich berührt und meine Augen etwas überfeuchtet, danke!

  8. Stoeps

    Dann hoffe ich aber, dass es Freudentränen waren, die Deine Augen etwas überfeuchtet haben, liebe Diana! :)

    Wenn es Dir recht ist, würde ich Deinen Blog gerne einmal thematisieren und bei Einverständnis Deinerseits in meine Blogroll aufnehmen! Es wird so viel Mist gebloggt da draussen, da ist es eine intensive und berührende Ausnahme, Deine so persönlichen und grundehrlichen Worte zu lesen.

  9. Diana

    Natürlich waren es Freudentränen. Mein Selbstbewusstsein ist zwar stetig steigend aber nachwievor nicht grad das Gelbe vom Ei. So Zeilen wie Deine geben mir unglaublich viel Kraft und Rückgrat, beides kann ich mehr als gut gebrauchen :-) und klar, thematisier und blogrolle was immer Du Lust hast, es wird mir eine Freude sein.

  10. Diana

    Lieber Stoeps

    Nun hab ich etwas mehr Zeit und möchte noch ein paar Dinge loswerden.

    Dass Du mich mit “Powerlady” begrüsst hast, war für mich schon mal das erste Highlight. Denn erstens braucht es in der Tat unheimlich viel Power und zweitens werde ich gerne als Lady wahrgenommen, ein schöneres Kompliment ist fast nicht mehr möglich.

    Dass Du mir dann auch noch Deinen Respekt ausdrückst, war gleich das nächste Geschenk, denn gerade Respekt ist etwas, was wir T-Girls nicht grad haufenweise bekommen. Es gibt viel zu viele Tage an denen ich ziemlich down bin, weil es nahezu unterträglich ist zu spüren, dass man allein aufgrund seiner Wesensart belächelt wird. An so Tagen brauche ich viel Energie um ich wieder aufzubauen und mir wieder vor Augen zu halten, dass ich mich für meine Wesensart nicht schämen muss und dass ich allein schon deshalb Respekt verdient hätte, weil ich konsequent meinen Weg gehe. Aber sich selbst aufzubauen ist nicht dasselbe wie wenn man so etwas von jemand Anderem zugesprochen bekommt, das hat mir echt gut getan.

    Mein Blog dient tatsächlich unter Anderem dazu, dass ich Mitlesende in meine Welt mitnehmen möchte. Transsexualität ist unbegreiflich, auch für mich. Und TS ist mit Vorurteilen beladen. Ich habe gelernt, dass kompromisslose Offenheit die einzige Waffe ist gegen Vorurteile, es ist die einzige Chance mich wenigstens ansatzweise zu erklären. Deshalb schreibe ich auch über sehr persönliche Dinge, die ich eigentlich gar nicht rausposaunen möchte. Aber ich will kein Schönwetterbild von T-Girls zeichnen, das soll ein Tagebuch sein, das einen Einblick gibt in das Leben eines Wesens, das es verdammt schwer hat auf seinem Weg und doch gerade auf diesem Weg glücklich ist. Ich glaube, dass Beides hier zum Ausdruck kommt.

    Wenn Du also sagst, dass ich Leute hier “mitnehme”, dann bestätigst Du mir damit den Erfolg meiner Idee, das motiviert mich sehr so weiter zu machen.

    Das mit meiner Tochter ist der schwerste Teil meines Weges, noch schwerer als die Beziehungslosigkeit und die immer mehr schwindende Hoffnung, irgendwann wieder wahrhaft geliebt zu werden. Aber wie Du sagst, Liebe überwindet alle Gräben und die Liebe zwischen meiner Tochter und mir ist so grenzenlos, dass ich fest daran glaube.. Doch es werden erst noch sehr schwere Zeiten auf uns zukommen und wir beide werden unvorstellbar viel Kraft brauchen um mit all dem klar zu kommen.

    Und last but not least…… danke für Deine Tränen, es gibt wohl kein Geschenk, das grösser ist. Das ist Anteilnahme und Mitgefühl (nicht Mitleid) und das gibt einem das Gefühl, verstanden zu sein und nicht allein zu sein.

    Take care, wär schön Dich irgendwann mal kennen zu lernen :-)

  11. Stoeps

    Liebe Diana

    Kompromisslose Offenheit war auch mein Weg, als ich mein Schwulsein entdeckte, bzw. endlich herausfand, das mein Anderssein eben “Schwul” heisst. Schon als Kind hatte ich so gefühlt. Aber erst später wurde mir bewusst, was es eigentlich war.

    Eigentlich gings mir nicht in erster Linie darum Dich aufzustellen und Dir Komplimente zu machen. Es musste einfach aus mir raus! Du bist so ehrlich, so Mensch, so herrlich ungeschminkt (und doch irgendwie geschminkt ;-)

    Menschen denen alles in die Wiege gelegt bekommen, denen alles einfach so gelingt, werden nie erfahren, welche Tiefe und welches Glück in de Auseinandersetzung mit sich selbst liegt. Auch wenn das oft schmerzhaft und schwer ertragbar ist. Am Ende ist es ein Gewinn. Wir müssen über Hürden steigen, aber genau das ist unser Training und hilft uns, uns zu entwickeln und das ist eine Chance, die wir nutzen können.

    Es ehrt mich, dass Dich meine Worte aufbauen! Aber eigentlich solltest Du das gar nicht nötig haben! Wenn Du Dich selbst betrachtest, Deinen Weg, Dein Mut, Deine Kraft, die Art und Weise wie Du dem Gegenwind trotzt. Vielleicht ist Dir selbst gar nicht klar, wie stark Du bist!

    Verstehe mich nicht falsch. Aufsteller von Aussen können kurz helfen, aber noch viel wichtiger ist, dass Du Dich traust vor den Spiegel zu stehen, Dich anzusehen und Dir selbst zuzugestehen, dass DU DAS ALLES SCHAFFST UND DICH DEM LEBEN STELLST! Nicht die Menschen um Dich herum sind es, die das für Dich tun. DU SELBST hast diese Kraft und leistest das alles!

    Manchmal ist es viel schwieriger selbst zu erkennen, wie toll man ist und dass man stolz auf sich selbst sein darf!

    Die Anderen in ihrer Andersartigkeit anzunehmen ist immer viel einfacher. Das was andere leisten, erscheint mir öft viiiiiel grösser, als das was ich schaffe. Aber wir dürfen uns auch selbst auf die Schulter klopfen und sagen “ich bin ein Siebesiech!” oder Du “ich bin eine Powerlady!”

    Ich werde Dir weiter “auf den Fersen bleiben”, denn ich bewundere Dich und Deine Kraft und Stärke! Und Du selbst, wirst dass sicher auch wieder können!

    Heb Dir Sorg und sei auch mal etwas versöhnlich mit Dir und der Umwelt. Viele die daneben reagieren, sind schlicht überfordert oder fühlen sich gar bedroht. Sie wissen es nicht besser. Aber Du mit Deiner Offenheit und Deinem Blog kannst ein ganz kleines Stückchen dazu beitragen, dass transidente Menschen immer mehr zu unserer Gesellschaft gehören und wahrgenommen werden!

    Big Hugs!

    Und ja, wer weiss, vielleicht begegnen wir uns ja bald mal im realen Leben! :)

  12. Stoeps

    PS Ach ja und ich habe in meinem Blog einen Beitrag über Dich und Deinen Blog gemacht und Du bist jetzt natürlich auch in meiner Blogroll :)

    Schau mal: http://stoepsorama.ch/2009/10/13/metamorphosen-sind-wunder/

  13. Diana

    Lieber Stoeps

    Danke für Deinen liebevollen Blogbeitrag, was ich dazu zu sagen habe, habe ich in Deinem Blog soeben kommentiert.

    Deinen Kommentar hier in meinem Blog habe ich auch nicht so verstanden, dass Du mich “aufstellen” solltest, eben gerade weil Du so echt gewirkt hast, hat es mich so aufgestellt. Trotzdem ist es für mich ein Kompliment und das nehme ich gerne an.

    Ich habe auch schon lange den Eindruck, dass Menschen, die mal “am Abgrund zwischen Herz und Verstand” standen, dabei viel lernen konnten. Ich hatte mal einen Burnout und war ein Jahr lang arbeitsunfähig, aber ich habe durch diese Krise mehr gelernt als ich ohne diesen Crash gelernt hätte. Wenn man gezwungen wird, sich zu hinterfragen, dann betritt man eine Welt der Philosophie, die mehr ist als rationales Geplauder, man begegnet dem Kern des Lebens, sich selbst..

    Ich weiss, dass ich Deine Anerkennung nicht nötig haben sollte, aber ich bin zumindest bis jetzt nicht so stark, dass ich mir diese Anerkennung immer zusprechen könnte. Zumindest vorläufig ist es für mich irgendwie halt doch wichtig, dass ich spüre, dass es da Menschen gibt, die mich so respektieren wie ich bin und meine Andersartigkeit auch nicht negativ werten. Aber ich arbeite daran ;-)

  14. Stoeps

    Und Du wirst es schaffen, liebe Diana! Dein Blog hier zeigt das schon! Hey, Du stehts hier in der Öffentlichkeit, zeigst Dein Gesicht, lässt uns an sehr persönlichen Erlebnissen in Deinem Leben teilhaben. Du versteckst Dich nicht, sondern stehst in den Gegenwind und stöckelst vorwärts! Ist nicht der Weg das Ziel? Und auf diesem Weg bist Du unterwegs! Du bist nicht paralysiert stehen geblieben, rappelst Dich immer wieder auf und gehst weiter!

    Aber schön, wenn ich vielleicht den Gegenwind mit etwas Rückenwind abschwächen konnte :)))

  15. Diana

    verstecken tu ich mich nicht, da hast Du Recht. Ich muss mir zwar öfters einen Schupf geben um mich rauszutrauen, aber eben, ich bin renitenter als ein Maultier und spätestens seit ich Anfang Jahr mein Recht auf mein Leben eingefordert habe, bräuchte es ein Rudel Panzer um mich davon abzuhalten :-)

    und was den Rückenwind anbelangt, das ist wirklich manchmal sehr sehr hilfreich. Gerade in letzter Zeit bin ich doch eher zerbrösmelet, da kam so ein Windstoss grad zur rechten Zeit :-)

  16. Nila

    Hallo Diana,
    Durch Svenja bin ich auf deine Seite gestossen. Ich muss sagen, du klingst sehr sympatisch. Gerne verfolge ich mit Interesse den Transformationsprozess. Ich bin zwar eine “Hete” wie man so schön sagt, interessiere mich aber für Alles und Jeden ;)
    Schottischer Dudelsack?! Das ist ja sowas von genial und ausgergewöhnlich. Super!
    Sag mal. Hast du ekine Nebenwirkungen wegen der Hormone. Als Frau kennt man diese Achterbahnfahrten der Gefühle, was Hormone bewirken können *seufz*
    Liebe Grüsse
    Nila :D

  17. Diana

    Hi Nila, willkommen hier in meiner kleinen Welt.

    Das mit der Bagpipe ist wirklich sehr speziell, aber ich muss auch zugeben, dass ich seit einem Jahr pausiere. Dieses Instrument braucht sehr viel Zeit und Energie und beides fehlte mir im letzten Jahr. Aber es ist so ein tolles Instrument, dass ich auf jeden Fall wieder anfangen möchte. Ich war mal eine Woche in Schottland in den Ferien, hatte bis dahin nix am Hut mit all dem, aber dort verliebte ich mich in dieses Land, diese Leute und eben dieses Instrument.

    Mit den Hormonen läufts bei mir recht gut, ich bin etwas schneller müde als früher, aber das kann auch psychische Gründe haben. Und ich bin emotionaler geworden. Aber da ich schon früher hypersensibel war, ist der Unterschied auch nicht mehr allzu gross. Wir T-Girls haben auch den Vorteil, dass unser Östrogenpegel immer gleich hoch bleibt, bei Euch schwankt er um das Fünffache, das gibt natürlich enorme Wellen und die bleiben uns erspart.

    Viel Spass beim weiter lesen und allenfalls kommentieren :-)

  18. Nila

    Danke für die informative Antwort. Ahaa, dann habt ihr diesen genialen Vorteil nicht so oft von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt zu sein. Was ich besonders in der PMS-Phase ausbade. Lol, Jaja, die Hormone. ;)
    Schönes WE

  19. Diana

    himmelhochjauchzend und zutode betrübt, das kenn ich auch, aber das ist weniger hormonbedingt als mehr weltbedingt ;-)

  20. Gerti

    Hallo Diana,
    Ich bin die Gerti – wir sind ja “fast” auf einer “Entwicklungsstufe” – toll! Klar, ich sehe auch Transsexualität nicht als die Krankheit, als die sie “eingestuft” wird (nämlich psychisch), sondern der “Körper” ist “krank” oder besser “falsch” – aber eine Krankheit an sich ist es schon, denn dieser “Naturfehler” “zehrt” ja an uns ganz schön! Und, nur wenn es eine “Krankheit” ist, zahlen die Krankenkassen die Kosten – deshalb Vorsicht vor zu viel Polemik dagegen, man weiß noch nicht genau, was in Frankreich der “politische” oder “ökonomische” Hintergrund der Herausnahme aus dem Krankheitskatalog war und ist…
    Ja, ich habe großes Interesse an Gedanken- und Meinungsaustausch mit Gleichbetroffenen und würde mich freuen, wenn Du meine Webseite: http://www.gerti-in-trans.blogspot.com mal besuchen würdest. Ich erwarte dort keine immer mit meiner Meinung konform gehenden Äußerungen, im Gegenteil, ich bin selbst sehr offen für Anderes, neue Erfahrungen, die Leute dort einbringen – davon “lebt” ein Blog ja.
    Dir wünsche ich weiter alles Gute auf Deinem Weg und sage Tschüss und bis bald
    Gerti

  21. Diana

    @Gerti: Transsexualität hat zumindest Krankheitswert in dem Sinn, dass es zu enormem Leiden führt und Behandlungsbedarf besteht. Ich wehre mich weniger gegen den Krankheitsbegriff selber sondern gegen die Psychopathologisierung von Transsexualität. Ich wünsch auch Dir alles Gute auf Deinem Weg.

  22. Andi

    Transident hätte ich mich selbst bezeichnet da ich ein Zwischengeschlecht bin und mich schon transformieren möchte jedoch nicht körperlich.
    Zum ersten mal habe ich mich getraut auch nur im Internet mit dem Name Andi den Blog zu kommentieren. Danke
    ich wollte eigentlich nur schreiben
    Wir sind nicht der Körper
    wir sind Geisteswesen und wenn sich der Geist oder die Persönlichkeit in seinem Stolz so fühlt wie ein Mann bzw. Frau, dann kann man nur so sein. Das Selbst kann nicht verschwinden.

    Es ist manchmal verwirrend mit den Worten, weil eine Sprache nur zwei geschlechter vorsieht. m/w
    wenn sex und gender nicht zusammenpassen, dann ist man etwas das es nicht gibt.
    Es gibt aber viele Ausnahmen in der Natur. Es gibt Bäume die haben zwei Kronen, statt eine wie “normal”.
    Und Menschen gibts halt auch verschiedene.

    Sehr informativ dein Beitrag.
    Es gibt wenig Therapeuten die nicht Bahnhof verstehen und da ist man angewiesen auf selbst Betroffene um weiterzukommen.
    starke Frau, Respekt

  23. Diana

    @Andi: na denn herzlich willkommen in Deiner neuen Welt, es freut mich, dass Du ausgerechnet hier erstmals mit Deinem neuen (oder besser gesagt mit Deinem richtigen) Namen schreibst.

    Der Mensch ist auch nach meiner Auffassung ein Geistwesen oder ein Seelenwesen, gerade das gibt mir auch die Legitimation, an meinem Körper herumzuschrauben. Das Wesentliche für mich ist nicht, wie eine Frau auszusehen sondern als Frau leben zu können. Wenn man die Diskrepanz zwischen Innnen und Aussen aushält, dann braucht es auch keine körperlichen Veränderung, dann ist das Äussere unwichtig. Aber vielen geht es so wie mir, dass ich diese Diskrepanz nicht mehr aushalte, deshalb ist bei mir auch dieser Weg nötig. Aber das muss nicht für alle gelten, jeder Mensch geht seinen eigenen Weg.

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