(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Der zukunftsgerichtete Alltag oder so

Die letzte Zeit ist voll von Veränderungen und stillen Tätigkeiten, deshalb hier mal eine kurze Zusammenfassung……

Neuer Computer
Mein alter Notebook hat mich die letzten Monate ganz schön aufgerieben, diese alte Vista-Kiste hatte mehr Macken als ich selber und das wurde immer anstrengender. Die Kiste machte einen unglaublichen Lärm, als wäre ein Haarföhn eingeschaltet, stürzte immer wieder ab oder frohr einfach ein. Vorallem wenn ich mit Juliet am videotelefonieren war, tauchte ich immer wieder unter und der DVD Player hat sich auch verabschiedet. Damit war Schluss mit lustig und nun habe ich seit gestern wieder ein neues virtuelles Gefährt, einen Acer Aspire mit I5 Prozessor, spieltauglicher GeForce Grafikkarte und Windows-7 – ich bin für die Zukunft wieder gerüstet :-) Und es ist so eine Wohltat, der ist still wie ein Karthäuser-Mönch, schnell wie der Blitz, zuverlässig wie mein Schatzi, einfach himmlisch. Nur mit der Tastatur bin ich noch auf Kriegsfuss, dieser hat nun einen Zehnerblock und deshalb ist alles irgendwie am falschen Ort, aber daran gewöhn ich mich bald. Und ich freu mich nun unter anderem, dass ich endlich mal wieder ein Computerspiel spielen kann, mal wieder mit Feuerbällen schmeissen und böse Monster jagen :-)

Erfreuliches aus der News Front
Diese Woche gabs gleich mehrere Freuden in den News. Wie hier bereits erzählt, hat das deutsche Verfassungsgericht das deutsche Transsexuellengesetz als verfassungswidrig eingestuft und damit dem Operationszwang ein Ende gesetzt. Dann kam eine neue Studie heraus, bei der Wissenschaftler mit einem MRT Hirne von transsexuellen und anderen Menschen verglichen. Sie fanden vier Hirnregionen, bei denen man anatomische Unterschiede mit dem Auge sieht. Ein weiterer überwältigender Beweis dafür, dass transsexuelle Menschen nicht einfach “den Wunsch haben, dem anderen Geschlecht anzugehören” sondern dass ihr Hirn zumindest in wesentlichen Regionen klar “dem anderen Geschlecht” entspricht. Somit kann man nicht vom anderen Geschlecht reden, es ist das eigene, das im Hirn verankert ist. Darüber dann demnächst in Ruhe etwas mehr.

Aufbau des neuen Tagebuchs
Unterdessen habe ich eine neue Internetadresse gekauft und bin dran, dort das neue Blog einzurichten, auf dem ich zukünftig mein neues Tagebuch führe. Es wird ähnlich aussehen wie das Jetzige, nur etwas breiter, etwas schöner und inhaltlich etwas anders. Momentan bin ich dran, zu allen Kapiteln einen kleinen Einleitungstext zu schreiben. Wenn die fertig sind. werde ich das hier sagen, bis dann bleibt es noch “geheim”.

Tagebuch 2010 als Buch
Ausserdem bin ich auch dran, die Blogbeiträge des letzten Jahres zu einem Buch zusammen zu kleben. Bisher sind es immer noch vierhundert Seiten und ich kämpf mit mir, was ich rausschmeissen soll um es kleiner zu machen. Aber viel der Arbeit ist gemacht, alles zusammengeklebt, alle Texte formatiert, Schriften gesetzt u.s.w. Ich denke, in etwa zwei Monaten sollte es im Handel sein.

Schatzi kommt baaaahaaald – dann wird gefeiert
Keine Woche geht es mehr, bis Juliet am Freitag Abend gegen Neun hier landet und wir endlich wieder mal kuscheln können. Am Samstag findet dann unsere Party statt, ich bin echt gespannt, wie das wird und vorallem freue ich mich, dass Juliet ein paar meiner Freundinnen und Freunde kennenlernt. Aber am meisten freue ich mich, sie endlich wieder zu spüren und mich gaaaanz nah an sie zu kuscheln :-)

Identitätsstörung dauert weiter an
Die Identitätsstörung meines Ausweises hält länger an als ich gehofft habe. Die Einsprachefrist der Gemeinde ist vor einem halben Monat abgelaufen, meine Personenstandsänderung liebt aber weiterhin auf dem Gericht rum, die sind auf der Jagd nach einem ominösen Formular. So Gott und die Gerichtsmenschen wollen, hab ich das nächste Woche. Dann kommt wieder ein Monat Einsprachefrist für Gott und die Welt, dann muss ich mir das Gerichtsurteil abstempeln lassen vor Gericht und dann kann ich den neuen Ausweis bestellen, was dann noch zehn Tage geht. Ergo wird das Ganze noch etwa zwei Monate dauern.

Körperliches nach der GaOp
Was die GaOp anbelangt, hat sich so ziemlich alles langsam eingepegelt. Geschwollen ist es nur noch schwach, tut in der Regel nicht weh, auch gerade draufsitzen geht wenn auch mit bedingter Begeisterung, nur auf harten Bänken ist es noch sehr mühsam. Ey ich kann sogar wieder im Schneidersitz sitzen, das ist meine liebste Körperhaltung abgesehen von der Horizontalen. Ansonsten klappt auch der Alltag prima, ich kann sogar bereits wieder dahin stöckeln :-) Nur die Sache mit der Harnröhre macht mir noch Sorgen. Da läuft es sehr sehr langsam ab, braucht manchmal etwas Druck, manchmal sogar viel Druck. Aber es geht doch immer, braucht halt Zeit und Nerven. Nächsten Freitag habe ich dann beim Chirurgen einen Termin, mal schauen was er dazu meint. Vorallem gespannt bin ich darauf, wie es nun weiter gehen soll, wann ungefähr die Korrektur-Op sein wird und was er da überhaupt genau tut.

So das wär’s mal wieder, ich geh jetzt Dungeon Siege II spielen, Blitze schleudern und so :-)


 

4 Reaktionen zu “Der zukunftsgerichtete Alltag oder so”

  1. Bad Hair Days

    > Blitze schleudern

    Göttin Diana schleudert Blitze… das Bild gefällt mir irgendwie ;-)

  2. Sandra

    Ich bin als Mädchen geboren wurden mit einem männlichen Körper / Genital.
    Und nicht als Junge!

    Das Genital hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.
    Das Geschlecht ist im Gehirn / Seele verankert, genauso wie die Wissenschaftler es rausgefunden hatten.
    Jedes mal wird davon gesagt, dass Männer gerne den Wünsch hätten, eine Frau zu sein.
    Dabei sind das KEINE Männer.

    Ich muss auch dazu sagen, dass es von Geburt an Männer gibt, die es sich wünschen zu einer Frau zu werden. Davon spricht man von Mann zu Frau.

    Das eine und das andere hat nichts mit dem andere zu tun.
    Das andere sind männer, die gerne als Frau sein möchten.
    Und as andere sind Frauen, die iin einem männlichen Körper hineingeboren wurden.
    Es sind Bio Frauen und keine gemachten Frauen.

    Gruß Sandra

  3. Bad Hair Days

    Hallo Sandra. Ich gehe mal nach Absätzen durch
    Ja
    Ja
    Ja
    Nein
    Nein
    Nein

    Aber ich fürchte, solange dich deine falschen Hormone in den Wahnsinn treiben, kann ich eh nicht mit dir über die “Nein” reden :-(

  4. Diana

    @BadHairDays: jauh das mit den Blitzen hat wieder mal gut getan, hab gestern mindestens um die tausend Monster geplättet :-)

    @Sandra: ich glaub auch, dass Du da einiges durcheinander bringst resp. vereinfachst, aber ich müsste jetzt ein Buch schreiben um das alles aufzurollen und dazu fehlt mir grad die Zeit – bin eben auf Monsterjagd ;-)

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