(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Der vierte Uni-Termin

Gestern war ich zum vierten Mal in der Uniklinik. Wie jedes mal fühlte ich mich dort angenommen und verstanden, mal abgesehen vom Thema Hormonabgabe, aber damit habe ich mich langsam abgefunden. Bei den Hormonwerten die ich habe, kann mich das irgendwie nicht mehr so richtig nerven.

Diesmal war zusätzlich noch ein Student dabei, was irgendwie ulkig war. Es ist schon etwas surreal, wenn man einer Ärztin gegenübersitzt und ihr beispielsweise freudig erzählt, dass zwischen den Beinen langsam aber sicher tote Hose ist, aber wenn dann noch ein männlicher Student mithört, hat das schon etwas real-satirisches. Hoffentlich kriegt der Ärmste jetzt keine Albträume, nur weil ich über die “chemische Kastration” geplaudert habe und mich auch noch diebisch darüber freuen konnte ;-)

Nach dem offiziellen Fahrplan wird mein Alltagstest noch bis ca Ende Jahr dauern, dann kommt ein Jahr Hormontherapie (die ich zwar bis dann bereits vollendet habe) und somit wäre ungefähr Anfang 2011 der Termin für die GaOp. Ich hoffe aber nachwievor, dass man in der Zeitfrage etwas flexibel sein wird, da ich doch schon ein paar Jahre lang mit einem Psychotherapeuten an dieser Frage herumgebissen habe. Mein “Wunsch” zur Transformation kam ja nicht einfach von heute auf morgen, dieses Thema war jahrelang der wichtigste Teil meiner Psychotherapie. Man kann sich seines Weges kaum sicherer sein als ich es bin, hoffentlich wird das ein bisschen berücksichtigt.

Wir philosophierten auch noch kurz über die Schweizer Gesetzgebung in Sachen Namensrecht und waren uns einig, dass hier einmal mehr Leute Gesetze und Regeln machen, die sich nie auch nur annähernd mit der Thematik befasst haben. Eine Namensänderung von einem chirurgischen Eingriff abhängig zu machen ist einfach nur noch grotesk. Es drängt sich mir wirklich die Frage auf, ob ich mich da eines Tages politisch oder juristisch engagieren sollte. Momentan habe ich genug mit mir selbst zu tun, aber ich glaube fast, dass ich da eines Tages einen kleinen Kreuzzug starten werde. Wie mir meine Ärztin erzählte, hat eine andere TransFrau diese Namens-Frage bis vor Bundesgericht durchgekämpft (dank sei Dir dafür, wer auch immer Du bist) und es gäbe nun einen Präzedenzfall zu unseren Gunsten. Falls jemand hier mehr darüber weiss oder die Betreffende zufällig mitliest, wärs toll mehr darüber zu erfahren.

Aber als ich auf dem Heimweg mit Tram, Bus und S-Bahn mein Hirn kochen liess, wurde mir mal wieder klar, dass solche Temperaturen einfach gegen die Menschenrechte verstossen und dass man die Konstrukteure dieser Busse, Trams und Züge dafür erschiessen müsste, dass sie solche Brutkästen gebaut haben. Das müssen echt Sadisten gewesen sein, vermutlich dieselben Mistkerle, die Kopfsteinpflaster erfunden haben oder Gesetze zur Namensänderung festlegten. Ich bin ja gegen die Todesstrafe, aber wenn ich bei über 30 Grad öffentliche Verkehrsmittel benütze, zweifle ich manchmal an meiner Einstellung ;-)


 

39 Reaktionen zu “Der vierte Uni-Termin”

  1. Bad Hair Days

    Esther Brunner hat so weit ich weis juristisch einiges versucht, Alecs Recher sammelt gerade Urteile.
    http://www.transensyndikat.net/forum/viewtopic.php?f=4&t=56

    Im Prinzip gilt: Von Kanton zu Kanton und von Sachbearbeiter zu Sachbearbeiter :-(

    Gruss, Sarah
    PS: Nach meinem einmaligen Besuch dort und einem gehörten Radiointerview mit Krämer kann ich mir beim besten Willen nicht vor stellen, ich hätte mich dort jemals wohl fühlen können. Gut dass ich nicht auf diese Inkompetenzzentrumsleute angewiesen war.

  2. Diana

    Danke Sarah für das Info, ich versuch mich da mal schlau zu machen. Wenn es ein Bundesgerichtsurteil gibt, müsste das eigentlich auch für Kantone bindend sein, aber genau kenn ich mich da nicht aus.

    Ich selbst bin wirklich zufrieden mit den Leuten von der Uni, zumindest was die Gespräche und das Verständnis anbelangt. Aber beim Standards of Care resp den Fristen beim Alltagstest haben wir extrem unterschiedliche Ansichten und da sind die Leute an der Uni genauso störrisch wie ich. Aber man akzeptiert meine Selbstmedikation und die Gespräche sind wie gesagt hilfreich, insofern kann ich mich nicht beklagen.

    Bleibt zu hoffen, dass die deutsche Version des SoC endlich an die internationale neue Version angepasst wird. Drei Monate Alltagstest halte ich für sinnvoll, was darüber hinausgeht, ist Menschenquälerei und bringt m.E. null Vorteile.

  3. Bad Hair Days

    Wenn es dir was bringt ist es ja nicht schlecht – ich hätte nicht gewusst, was sie mir sagen könnten.

    Krämer dagegen könnte etwas lernen. Zum Beispiel, dass die, für die beiden Kompetenzzentren in Stein gemeisselten deutschen Standarts of Care seit ihrer Erstellung 1980 kein einziges mal überarbeitet wurden und selbst Sophinette Becker (die damalige Projektleiterin) bestätigt, dass sie nicht auf diese (stoische) Weise beutzt werden sollten, sondern das ganze Individuell auf die Person abgestimmt.

    Die Internationalen dagegen (Krämer meint, die deutschen seien damit Kompatibel) werden immer wieder durch ein Konsortium von Betroffenen und Behandlern überarbeitet (das WPATH) stimmen dir zu: 3 Monate Alltagstest sind eine von 3 Optionen, die eine Hormonsubstituiertung rechtfertigen (oder min. 3 Monate Psychotherapie oder vorhergehende Eigenmedikation – die letzten 2 Punkte hätte ich damals erfüllt). Womit Krämer bei mir absolut nicht klar kam, war dass ich mich nicht verkleiden wollte, und ich einen Alltagstest vor Feminisierung für einen reinen Toleranztest meiner Umwelt halte. Für ihn macht die Kleidung die Frau. (Der Alltagstest begann 3 Tage nach dem Termin für mich, nach einem 1/2 Jahr chemischer Hormone und jahrelangem Konsum von wirksamen Kräutermischungen). Das mich Leute durchaus schon als Frau wahrnahmen, wie ich ihm erzählte, tat er letztlich als Anzeichen für eine Persönlichkeitsstörung (nicht F64.0) wahr, wie er meiner Therapeutin erzählte.

    Wie will jemand beurteilen, wer Transsexuell ist der Rolle (Gender) und Geschlecht (Bio) nicht auseinanderhalten kann?

  4. Juliet

    Was ist denn der Krämer für einer?! Sowas regt mich ja schon wieder auf…Nicht jede Frau rennt gerne in Röcken und Co rum.

  5. Diana

    @Sarah: Ich persönlich finde es soweit nachvollziehbar, wenn ein “kurzer” Alltagstest gefordert wird. Mit der Hormontherapie stellen wir unseren Körper ziemlich auf den Kopf und riskieren einiges. Da macht es schon Sinn, erst mal auszuprobieren, ob man mit so einem Leben resp diesem Weg überhaupt klar kommt. Nicht alle dürften mit den Outings und der Öffentlichkeit klar kommen, deshalb macht so eine Testphase auch Sinn. Aber nach meiner Erfahrung hat man schon im ersten Monat so ziemlich alles erlebt, was einem belasten wird. Aber was über 3 Monate geht, halte ich für unmenschlich, weil das Leiden der Betroffenen so massiv verlängert wird. Denn gerade in der Anfangsphase ohne hormonelle Veränderung ist der Gang an die Öffentlichkeit viel schwerer, als er später je sein wird. Diese Phase so zu verlängern, ist m.E. blanker Wahnsinn.

    @Juliet: Dr. Krämer ist der Oberarzt an der Psychiatrischen Poliklinik des Zürcher Universitätspitals. In der Schweiz gibt es soviel ich weiss nur zwei Orte, an denen man Transsexuelle betreut. Ich habe erst einmal mit ihm geredet, ansonsten mit einer Assistentin, aber ich empfand ihn als verständnisvoll. Aber er hält sich strikt an einen Behandlungsstandard, der meiner Meinung nach veraltet ist. Nach diesem Standard sind wir gezwungen, ein Jahr lang als Frau zu leben, bevor wir Hormone kriegen.

  6. Bad Hair Days

    Krämer ist Leiter des Kompetenzzentrums Zürich und damit der mächtigste Mann in Bezug auf TS Behandlung in der Schweiz, denn in Basel entscheidet ein Konsorzium über das Schicksal der Betroffenen (die sich aber genauso an die “Hausregeln” halten).

    Das er in dieser Funktion so wenig Wissen zeigt ist beängstigend. Der Hammer war noch, das er meinte dass ich ja nur mit einem Alltagstest (ohne Hormone) etwas über meine Sexualität erfahren könne.
    1. ändert sich die sexuelle Preferenz bei vielen mit Hormonen (bei etwa 30%)
    2. Wird kein heterosexueller Mann oder eine lesbische Frau dich als weiblich wahrnehmen wenn dein Körpergeruch und weitere sekundäre Geschlechtsmerkmale “Mann” schreien.
    3. Spätestens beim Akt ist nichts mehr mit der ach so beeinflussenden “weiblichen” Kleidung.

    Der Mann hat sich einfach nur lächerlich gemacht. Für sein verhalten mir gegenüber verlangte ich eine Entschuldigung. Dafür wahr er zwar bereit, aber nur im Rahmen einer weiteren (bezahlten) Therapiestunde… nicht gerade das, was ich unter einer Entschuldigung verstehe.

    Wer sich an seine Regeln hält kommt im Allgemeinen gut mit ihm aus, aber mich machte er fertig, weil er emanzipierte Patienten überhaupt nicht schmecken kann (im Interview äussert er sich auch dahingehend, dass die Patienten sich der Therapie anpassen müssten).

    Ihn als Person habe ich sowieso gefressen, aber er ist nicht wirklich das Problem und hat sich für einzelne Personen auch schon sehr eingesetzt (eine GaOP mit 19 war bis vor kurzem undenkbar, er hat das geändert) -sondern das Amt und die (In-)Kompetenzstruktur der Schweiz, die von Udo Rauchfleisch so implementiert wurde und die sich seit dem keinen Zentimeter mehr weiterbewegt hat.

  7. Bad Hair Days

    In den Internationalen Standarts of Care sind die Hormone Diagnosekriterium. Je nachdem wie du auf die Hormone reagierst sind sie richtig für dich. Darüber kann ein Alltagstest dir gar nichts sagen. Das eine ist ein körperliches Problem, das andere ein Soziales. Was zum Beispiel spricht dagegen, das jemand ohne sozialen Rollenwechsel Hormone nimmt, wenn es der Person gut tut? Andererseits gibt es Leute, für die ist die Rolle wichtig, mit körperlichen Veränderungen fühlen sie sich aber belastet (viele TGs) – müssen die Hormone konsumieren?

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.¨

    Gruss, Sarah

  8. Juliet

    Ich finde auch, die Sache mit dem Alltagstest sollte individuell gestaltet werden, denn ich weiss von einigen, die ihre wahre Identität schon seit Jahren leben, ohne vorher eine Therapie gemacht zu haben.
    Die SOC’s sind doch schon Asbach-Uralt und ich habe es auch so verstanden, dass sie lediglich als Leitfaden dienen sollen.
    Ansonsten ist das in Deutschland auch so, ein Jahr Alltagstest und dann Hormone, aber einige Therapeuten sehen das nicht ganz so eng und geben die Indikation oft auch früher.
    Das TSG ist doch auch schon so alt, 1980, oder?

  9. Juliet

    Da kenn ich auch zwei, die nehmen keine Hormone und wollen sie auch nicht, sie sagten, sie wissen, dass sie Frau sind und das reicht.

  10. Diana

    @Sarah: Ich gehöre ja auch zu denen, die vom ersten Tag an Hormone nahmen. Ich konnte mir nicht vorstellen, diesen Weg zu gehen ohne dabei das Gefühl zu haben, dass mein Körper mir folgt. Aber ich habe auch erlebt, dass der Anfang verdammt hart ist und ich hätte nicht grad meinen Hintern darauf verwettet, dass ich hart genug bin. Aber eben, das findet man sehr schnell raus, im Speziellen die Outings sind ein wirklicher Härtetest.

    Ich habe mit 2mg Estradiol angefangen und konnte so sicher sein, dass nichts irreversibels passiert. Nach 1.5 Monaten hatte ich genug erlebt um zu wissen, dass ich damit klar komme. Dann ging die Dosis rauf auf 4mg. Nach glaub 4 Monaten kam Androcur dazu u.s.w. Es half mir psychisch extrem, dass ich von Anfang an Östrogene in mir hatte, das war für mich essentiell. Und heute nach einem guten halben Jahr habe ich mich schon sichtbar verändert, was das Passing deutlich verbessert und die kleine Brust gibt mir ein enormes Gefühl von Weiblichkeit. Es ist traurig, dass man uns diese Hilfe ein Jahr lang verweigert.

    Aber wie ich schon mal in einem anderen Blogbeitrag sagte, ich bin froh, dass man meine Selbstmedikation wenigstens respektiert und keinen Druck macht dagegen. Ich werde einfach nicht dabei unterstützt….. damit kann ich leben ;-)

  11. Diana

    @Juliet: Individualität, genau das braucht es. Wenn jemand z.B. wie ich jahrelang in Therapie war und dieses Thema bereits vorwärts und rückwärts durchgekaut hat und sich im Klaren ist worauf man sich da einlässt, sollte das die Länge dieser Fristen deutlich reduzieren. Man liess mir durchblicken, dass so Aspekte berücksichtigt würden, aber bisher siehts danach aus, als ob es dieses geforderte Jahr nicht wesentlich kürzt.

  12. Juliet

    Paragraphen-Reiter…Aber der Therapeut müsste doch sehen, dass Du mit den Hormonen klarkommst, dass es Dir gut tut und Du aufblühst. Es wird ärztlich kontrolliert, alles in Butter, da versteh ich nicht, warum er Dir keine Indikation gibt.

  13. Bad Hair Days

    Meine Therapeutin hatte mich ja mit diesem Hinweis zu Krämer geschickt.

  14. Diana

    @Juliet: ich gebe die Hoffnung jedenfalls nicht auf, dass man etwas entgegen kommt. So wie ich das verstanden habe, muss dieses Jahr nicht 12 Monate haben, aber es muss in diese Richtung gehen. Die Chance bleibt also, dass man mir wenigstens ein paar Monate entgegen kommt.

  15. Juliet

    @ Bad Hair Days

    Na toll und der ist Dir dann voll vor den Bug gefahren?

    @ Diana

    Dafür drück ich Dir die Daumen. Vielleicht brauchen die sowas wie eine “glatte Summe”, Halbjahr/ Dreivierteljahr.

  16. Bad Hair Days

    Ja, und das sehr aggressiv. Ich vermute nach wie vor, dass ich sein Ego zuvor mit meinen Ansichten verletzt habe und er deshalb seine Macht ausspielte. Es ist doch auch irgendwie Krank: Du kommst da hin, um zu Beweisen, dass du eine psychische Krankheit hast? (Persönlichkeitsstörung, als solche erachten sie die Kompetenzzentren und Krämer). Dann zeige bloss keine Vernunft und Demut vor dem gesunden Herrn.
    Nach 20 minuten meinte Krämer das wir wohl nicht zusammenfinden und er auch keine Bedenken hat, dass ich meinen Weg ohne seinen fachlichen Rat gehe (wie geplant und ausgeführt). Der Termin dauerte aber 50 min. die restlichen 30 min. hackte er auf meine Vorstellungen bezüglich Kleidung ein.

    Alles bei Krämer ist Kleidung. Ich weis von einer, der das umgekehrte passiert ist. Auch sie kam in der Hoffnung auf offizielle Hormone, aber in weiblicher Kleidung und sie lebte auch schon seit einiger Zeit so, sie wollte er gleich zur GaOP überweisen (Was diese ablehnte, da sie wie ich zu Dr. Suporn in Thailand will) Seine Worte dazu; “Sie sind ja jetzt sowas wie ein zwischengeschlechtliches Wesen, sowas wollen wir nicht”. Den Satz hab ich auch noch mal aus anderer Quelle von ihm gehört, In besagtem Radiointerview meint er, sie wollen am KZ (wie passend?) bald auch IS behandeln -die werden sich für die Haltung bedanken. (vgl. blog.zwischengeschlecht.info )

  17. Juliet

    Autschn…
    Dass der so nach Äusserlichkeiten geht…es geht doch um die Psyche und nicht nach dem modischen Geschmack oder hab ich da was verpasst?
    Hätte ja nur noch gefehlt, dass er Dir abspricht, TS zu sein..
    Mit dem umgekehrten Fall…hat er überhaupt mit der Frau gesprochen?

  18. Juliet

    Es würde mich mal interessieren, was er mit weiblicher Kleidung meint. Ne Hose und nen Pulli kann auch durchaus weiblich sein, ich laufe ja auch eher uni rum.
    Wir wissen ja, was für bekloppte Leute so unterwegs sind, die sehen nur nen Kerl ( wennste nicht so feminine Züge hast) in “Weiberklamotten” und dann läufste noch Gefahr, vermöbelt zu werden.

  19. Bad Hair Days

    Also gerade meine Therapeutin hats mal direkt gesagt:
    Man(n) müsse seine fehlende feminität mit umso mehr femininer Kleidung und Schminke überspielen:
    In etwa so: Je kantiger das Kinn, desto Draq Queen (die Witzfiguren beim CSD)

    In der Realität ist eher das Gegenteil der Fall, aber was sind schon Erfahrungen gegen Geschlechtsrollenklischees?

  20. Juliet

    Ein Männergesicht bleibt ein Männergesicht, da kannste noch soviel Schminke druffklatschen.
    Kannste Dir ja gleich nen Schild um den Hals hängen..
    Und welche Frau rennt im Alltag schon so Mega-gestylt rum..gut mag welche geben…
    Wat laufen denn bei Dir für Thera’s rum ?!
    Jaja, die lieben Klischees..hab mir auch mal anhören dürfen, an mir wäre ein Kerl verloren gegangen…Nicht äusserlich, aber aufgrund meines Verhaltens/Charaktereigenschaften und Interessen.

  21. Juliet

    Also, ich will damit nicht sagen, dass Transfrauen sich nicht schminken sollen, aber es sollte kein Muss sein und sag Deiner Thera mal “weniger ist mehr”.

  22. Bad Hair Days

    Ich bin austherpiert, aber ich habs ihr vorher schon nahe gelegt (auch mit einem Ausdruck Lynn Conways hervorragender Seiten), eine Zeitlang war sie dann meiner Meinung, dann fing sie wieder an.

    Naja. Den Genderaufdrückern zum Trotz ist mein “Passing” von Anfang an besser gewesen, als ich es mir erträumen konnte, und bei meinem jetzigen Arbeitgeber bin ich immer noch teilweise Stealth (soll heissen, der grösste Teil weis nichts von meiner Vergangenheit). Für die war ich für einen ausgedehnten Urlaub in Thailand, und eine Kollegin meinte, ich hätte Menstruationsbeschwerden, als ich meine Schmerzen anfangs nicht ganz leugnen konnte ;-)

  23. Juliet

    Wichtig ist, das richtige Make-Up zu wählen und nicht wieviel. Es gibt ja auch (Bio-)Frauen mit herben Gesichtszügen, die müssen auch gucken, dass sie sich richtig schminken.
    Und wenn sich eine Transfrau mit Make-up noch nicht wohlfühlt, weil sie lieber erstmal darauf warten möchte, bis die ganz harten Züge weicher geworden sind, sollte man das akzeptieren.
    Ich habe eine Bekannte, die kann mit Kosmetik überhaupt nix anfangen, die hat sich noch nie geschminkt. Sie mag das absolut nicht.
    Und es wird sicher auch Transfrauen geben, die es auch einfach nicht mögen.

  24. Juliet

    Siehste, geht auch ohne dick auftragen ;-)
    Hab ja bisher nur das lütte Foto von Dir gesehen.
    Diana hat ja auch den Bogen raus, dezent und schaut total gut aus.

  25. Bad Hair Days

    Ist auch Absicht, will ja es ja nicht zu einfach machen, meine Vergangenheit zu erforschen. Fotos sagen da aber sowieso wenig, das ist eine Erfahrung die ich jetzt schon gemacht habe. So manche Butch Lesbe hälst du auf Fotos für einen Mann, während du sie im echten Leben nie so einordnen würde – und umgekehrt kenne ich Leute, die auf Fotos sehr weibich aussehen – und im echten Leben keine Sekunde weiblich erscheinen :-s

  26. Juliet

    Da ist was dran. Mein Foto ist auch “geschönt”, also mal so richtig in Farbtopf gefallen und Profifotograf. Hab jedenfalls das Gefühl, dass ich in Wirklichkeit nicht ganz so aussehe.

  27. Diana

    Ich versuch zwar dezent zu schminken, weil ich Camouflage als zu künstlich empfinde. Naja liegt vielleicht auch dran, dass ich das Schminken noch nicht im Griff habe. Aber es ist schon so, dass man mit etwas Schminke einiges feminimer wirkt. Ich wär froh, wenn es auch ohne ginge, aber ich finde, der Unterschied ist verblüffend gross. Blöd gesagt, je mehr Akzente man setzt, umso weniger genau wird hingeguckt. Dasselbe bei Kleidern. Wenn ich mit Pumps und Jupe unterwegs bin, werde ich als Frau klassifiziert, bevor jemand genau hinschaut. Mit eher androgyner Bekleidung falle ich viel mehr auf.

  28. Juliet

    Ich finde, Du machst schon ganz prima, sowohl Make-Up als auch Dein Kleidungs-Stil. Und bei Dir merkt man auch, dass Du Dich darin absolut wohl fühlst.

  29. Diana

    Meinen Kleidungsstil habe ich wirklich unterdessen gefunden und in der Regel fühle ich mich auch sauwohl. Aber beim schminken bin ich anderer Meinung, das habe ich bis heute nicht richtig gelernt und beim genauen Hinschauen gäbs da viel zu verbessern, wenn man wüsste wie. Aber auch das wird noch früher oder später.

  30. Juliet

    Eben, man lernt ja nicht aus ;-)
    Wenn ich daran denke, wie ich als Teenie schminktechnisch unterwegs war…hätte mir auch mal einer sagen können “so aber nicht” (vermutlich hätte ich mir auch nichts sagen lassen..)
    Schriftlich kann man auch schlecht Tipps geben, aber so wie auf den Fotos sieht das schon gut aus.

  31. Diana

    das ist eben das fiese, biologisch korrekte Mädels wachsen jahrelang in die hohe Kunst der Gesichtsbemalung rein, wir T-Girls sollten das von heute auf morgen lernen. Aber was solls, das Leben wäre ohne Herausforderungen ja auch saulangweilig ;-)

  32. Juliet

    Und diese Herausforderung wirst Du auch noch meistern.
    Ich hätte zwar ein paar Ideen, was man noch so auf Dein Gesicht “zaubern” könnte, aber wie gesagt, ich kann’s schlecht beschreiben, ich müsste es ausprobieren.

  33. Diana

    na dann haben wir schon mal was Unterhaltsames, wenn Du mich mal besuchst, dann experimentieren wir mit meinem Gesicht rum bis ich aussehe wie Dita von Teese oder Marylin Monroe :-)

  34. Juliet

    Au fein ;-)
    Lust hätte ich da schon zu, aber erschlag mich bitte nicht, wenn du Dich dann im Spiegel siehst…

  35. Diana

    keine Sorge, ich erschlag Dich nur, wenn Du mir nicht gaaaanz genau erklärst, wie Du das gemacht hast ;-)

  36. Juliet

    Das setzt aber erstmal voraus, dass Dir das Ergebnis gefällt…Nee ernsthaft, das kriegen wir schon hin ;-)

  37. Diana

    klar kriegen wir das hin, eben deshalb musst Du mir dann auch genau erklären, wie Du das gemacht hast :-)

  38. Juliet

    Klar mach ich.kriegst dann eine schmucke Step-by-step Anleitung von mir.

  39. Diana

    ok, abgemacht, es wird mir eine grosse Hilfe sein, davon bin ich jetzt schon überzeugt

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