(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Der König und der vergiftete Brunnen (Dan Millman)

Es war einmal ein König, der lebte in seinem Schloss auf einem hohen Berg. Der König war sehr beliebt bei seinem Volk. Jeden Tag brachten ihm die Leute aus der Stadt schöne Geschenke, und der Geburtstag des Königs wurde im ganzen Land gefeiert. Die Leute liebten den König, denn er war weise und gerecht.

Eines Tages geschah ein Unglück. Alle Brunnen im Lande wurden vergiftet, und alle, die daraus tranken, wurden verrückt. Nur der König, der einen eigenen Brunnen besass, blieb verschont. Bald danach fingen die verrückten Leute im ganzen Land an zu tuscheln: ‘Wie seltsam ist doch unser König. Er ist überhaupt nicht mehr weise, er ist gar nicht mehr gerecht.’ Manche behaupteten sogar, der König sei verrückt geworden. Vorbei war seine Beliebtheit, und niemand brachte ihm mehr Geschenke. Natürlich feierte auch niemand mehr seinen Geburtstag.

Der einsame König langweilte sich und beschloss eines Tages, von seinem Berg herabzusteigen und in die Stadt zu gehen. Es war furchtbar heiss an diesem Tag, darum trank der König einen tüchtigen Schluck aus dem Brunnen am Marktplatz.

An diesem Abend feierte die ganze Stadt ein grosses Fest. ‘Unser geliebter König hat endlich seinen Verstand wiedergefunden’, jubelten die Leute.


 

35 Reaktionen zu “Der König und der vergiftete Brunnen (Dan Millman)”

  1. Clarissa

    was ist verrückt ? was ist normal ? kamm mir beim lesen als erstes in den Kopf.
    Die Menschen glauben nur weil etwas der Standart ist sei es normal. Und alles was nur im geringsten vom Standart abweicht ist Falsch. Tja so ist es und so wird es immer sein, ausser die engstirnigkeit der Welt begingt zu verblassen. Die Welt ist nicht schwarz oder weiß, nein zwischen den beiden gibt es unendlich viel grau auch wenn es die meisten nicht sehen wollen, da wird es immer sein und so ist es auch vollkommen gut so. Den wo befindet man sich als T-Girl, genau da wo weder A noch B ist. Und mal ganz Persönlich gesprochen, ich war nie normal selbst als ich es versucht hab es zu sein. wie sonst kann man den satz meiner Mutter werten “du warst schon immer weder Fisch noch Fleisch”(dass war eigentlich auf mein aussehen bezogen passt aber auch auf meine persönlichkeit^^). aber es ist schon erstaunlich wie sehr mich diese paar zeilen zum grübeln bringen und vollkommen am thema vorbei rauschen lassen.(ich muss jetzt mal ne runde nachdenken :) )

    LG Clarissa

  2. Diana

    *lach* wenn Du weder Fisch noch Fleisch bist, wirst Du wohl Gemüse sein….. oder ein süsses Dessert. Ersteres ist gesünder als Fisch und Fleisch und Zweiteres ist geschmacklich besser, so oder so bist Du etwas Besonderes ;-)

    Über die Frage, was normal ist, habe ich schon als Kind sehr viel nachgedacht und die allgemein übliche Vorstellung dessen in Frage gestellt. Einer meiner ersten Topnoten in der Schule war ein Aufsatz zu genau dem Thema. Der Mensch verwechselt “normal” immer mal gerne mit “üblich” und glaubt, alles was die Mehrheit tut, sei zwangsläufig normal. Welch tragischer Irrtum.

    Diese Geschichte habe ich übrigens aus einem der Bücher von Dan Millman, der Pfad des friedvollen Kriegers. Es gibt mehrere Teile davon und ich weiss nicht mehr von welchem es ist, aber es hat mich damals genau wie Dich jetzt erschüttert. Ich finds eine der genialsten Metaphern für die Frage nach der Normalität, sie zeigt wie absurd doch der Glaube ist, dass die Mehrheit per Definition dies bestimmen darf.

  3. Juliet

    Das sag ich auch immer “was ist schon normal” und wer hat das zu entscheiden. Gut, es mag zwar Normen geben müssen, aber das Wort “Norm” hab ich immer auf Gegenstände bezogen.
    Ein Mensch kann nicht genormt sein, denn dann wären wir wohl eher Roboter oder wie in einigen Filmen dargestellt hätten wir alle die gleiche Kleidung, Frisur, der Beruf wird vorgeschrieben und der freie Wille unterdrückt.

  4. Diana

    Seltsam ist nur, dass der Grossteil der Menschheit sich diese Frage nie wirklich stellt. Was die Mehrheit tut, ist normal, wozu dann selber darüber nachdenken und selber Werte festlegen?

  5. Juliet

    Das Wort “normal” könnte man auch durch das Wort “eigentlich” ersetzen: “Das macht man normalerweise so und so”- ” Das macht man eigentlich so und so”.
    Und das Wort “eigentlich” stellt den Satz in Frage, so dass man sagen kann “Ok, eigentlich macht man das so und so, aber man könnte auch es auch anders machen”. Und wenn mir anders besser gefällt, dann mach ich das eben so.

  6. Diana

    den Vorschlag würde ich unterstützen, die Leute haben schon lange vergessen, dass “normal” nicht heisst, dass es das einzig richtige ist und dass ein Abweichen von dieser “Norm” nicht zwangsläufig falsch oder krank ist

  7. Juliet

    Man muss im Leben schon genug Regeln einhalten, besonders auf der Arbeit, da lass ich mir in meinem Privatleben nicht auch noch Vorschriften machen ” das macht man aber so”- “mag ja sein, das MAN das so macht, aber ICH nicht”
    Beispiel von gestern: wunder sich mein Nachbar über meinen Musikgeschmack “das bist Du eigentlich zu jung für…” Ja, und?! Und deswegen darf ich keine Oldies mögen?
    Fängt ja schon mit solchen Kleinigkeiten an.

  8. Diana

    zum Glück sind wir nicht “man” sondern renitente Individuen die “ich” sind….. zumindest sollten wir das anstreben

  9. Juliet

    Eben, wenn andere von der Brücke springen, hüpfen wir ja auch nicht hinterher…
    Eck ich manchmal auch mit an, aber das kratzt mich nicht weiter, weil ich denke, dass da evtl auch ein bischen Neid hinter steckt.

  10. Diana

    ich hab schon erlebt, dass Leute mit meiner eigenbrötlerischen Art Mühe hatten und dann irgendwann kamen und sagten, dass sie mich eigentlich bewundern dafür, dass ich meinen Weg gehe egal ob’s anderen in den Kram passt.

  11. Juliet

    Genau, denn genaugenommen bist Du nur Dir selbst gegenüber Rechenschaft schuldig.

  12. Diana

    damit hast Du eine der grössten Weisheiten ausgesprochen, nun müssen wir nur noch lernen, danach zu leben ;-)

  13. Juliet

    Was auch nicht immer klappt, manchmal mach ich mir auch zu sehr nen Kopp oder ich doch wegen irgendwas ein positives Feedback brauche und wenn’s von meiner Mama ist ;-)

  14. Diana

    das ist ja auch ok, wichtig ist nur, dass die Anderen nicht zum Mass werden, mit dem wir uns messen

  15. Juliet

    Das hab ich noch nie gemacht, teils unbewusst, teils bewusst, weil ich nicht mit anderen in einen Topf geworfen werden wollte.

  16. Diana

    das ist gut, die Meisten sind da anders konditioniert und wissen das nicht mal

  17. Juliet

    Meine Mum meinte mal, ich sah als Baby schon so charakteristisch aus, mich hätte man nicht verwechseln können…keine Ahnung, ob das was damit zu tun hat…

  18. Diana

    das kann ein Kompliment sein oder auch nicht, ich würd sie gelegentlich mal einem Waterboarding unterziehen ;-)

  19. Juliet

    Ich glaube, das war eher im Sinne von “mir hätten sie kein anderes Baby unterschieben können” gemeint…ich grab da mal nach…

  20. Diana

    nicht graben, Wasser schütten :o)

  21. Juliet

    ich fürchte, bei den Temperaturen wird sie das als angenehm empfinden und nicht als Strafe..;-)

  22. Diana

    dann versuchs mit der Androhung eines Scheiterhaufens, das müsste im Sommer perfekt sein :-)

  23. Juliet

    Mhm..so wie ich meine Mum kenne, holt sie dann erstmal die Grillwürstchen aus der Tasche…:-)

  24. Diana

    dann hilft nur noch die heilige Inquisition, Du hast ja einen Landsmann mit Insiderverbindungen

  25. Juliet

    Der Kommentar meiner Mutter “Ich hab Dich auch ganz doll lieb, mein Kind”

  26. Diana

    vor oder nach der Androhung der Inquisition?

  27. Juliet

    Danach..ich hab’s ihr vorgelesen..aber vorher hatte sie nen Lachflash…Soll Dir unbekannterweise nen Gruss da lassen.

  28. Diana

    siehste das nützt, wenn sie lachen, hat bereits der Wahnsinn von ihnen Besitz ergriffen, dann kann man sie prächtig verhören……. falls sie es noch mitkriegt, sag ihr einen Gruss zurück, sie soll noch mehr von Deiner Sorte machen ;-)

  29. Juliet

    Noch mehr von meiner Sorte?! Das würde sie nicht verkraften…

  30. Diana

    keine Sorge, ich würde eine davon zu mir nehmen ;-)

  31. Juliet

    Welche Altersgruppe wäre Dir denn genehm, Säugling oder doch lieber aus dem Gröbsten raus?

  32. Diana

    öhm, also erwachsen wär schon mal die richtige Richtung ;-)

  33. Juliet

    Ob meine Mum das hinbekommt, denn genaugenommen bin ich noch lange nicht erwachsen..
    Ich halte es wie in einem Song von John Cougar Mellenkamp “..stay sixteen as long as you can”..funktioniert seit fast 15 Jahren ganz gut ;-)

  34. Diana

    es gibt nichts Wertvolleres, als nie ganz erwachsen zu werden, bleib so ;-)

  35. Juliet

    Kein Problem, ist eine meiner leichtesten Übungen. ;-)

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