(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Der erste Tag als Frau – hurra ich lebe!

Irgendwann wird es geschehen, das Wunder hier auf dieser Erde… und eine Stimme sagt: Es werde ein neuer Tag.
(Illuminate – ein neuer Tag)

Als ich am morgen aufwachte, wurde ich vom ersten Moment an von einer euphorischen Freude durchflutet, die ich noch nie erlebt hatte. Von heute an bin ich ich selbst, heute ist mein erster Tag als Diana. What a feeling!

Es war mir wichtig, dass ich weder mich noch mein Umfeld überforderte und versuchte schon gar nicht, mich nun als Frau zu verkleiden. Ich habe bisher eine Maske getragen und will diese nun nicht durch eine Neue ersetzen. Also ging ich äusserlich gar nicht soviel anders ins Geschäft als bisher. Das Jäggli wechselte die Farbe von schwarz auf lila, ein paar neue Schuhe die eher androgyn waren kamen dazu und etwas Schmuck. Alles in allem war ich äusserlich eher als feminimer Mann wahrnehmbar.

Als ich das Büro betrat, war ich hinundhergerissen zwischen Angst und Euphorie. Es war als ob ich das erste Mal dort erscheinen würde. Die meisten liessen bei der Begrüssung den Namen weg, ein kurzes „Hoi“ kam und mir war das doch lieber als wenn sie mich mit dem alten Namen angesprochen hätten. Es war für alle wohl ziemlich verwirrend, mich nun plötzlich als Frau wahrzunehmen und anzusprechen. Und so war es dann auch kein Wunder, dass ich im Verlauf des Tages häufiger mit meinem alten Namen angesprochen wurde als mit dem Neuen. Aber das machte mir nichts aus, das habe ich erwartet und ich würde meinem Umfeld noch viel Zeit geben müssen, bis sie da hinein gewachsen sind.

Aber etwas war absolut verblüffend. An diesem ersten Tag war ich so glücklich wie nie vorher, ich fühlte mich unbeschreiblich frei, ich war endlich mich selbst.


 

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