(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Definitiv: Ente gut, alles gut

Wie bereits im GaOp-Tagebuch, kann ich nun auch hier definitiv sagen: Ende gut, alles gut. Die Korrektur-Op ist super verlaufen, die Harnröhre läuft nun perfekt und die Brustimplantate haben sich in mir eingewöhnt und ich mich an sie. Diesen Freitag hatte ich noch den letzten Kontrolltermin in der plastischen Chirurgie und da wurde alles für gut befunden. Nächsten Freitag habe ich noch einen Termin bei der Endokrinologin, bei dem ich hoffe, dass ich eine höhere Östrogen-Dosierung bekomme, weil ich mich mit meinem 50er Pflaster arg unterversorgt fühle, aber dann war es das, der Transitionsprozess ist abgeschlossen, der Albtraum zu Ende, das fast normale Leben hat begonnen.

Es hat sich wirklich alles eingepegelt und das Leben ist so normal geworden, dass es schon fast langweilig ist – zumindest wäre es langweilig, darüber zu lesen. Denn der Alltag ist nichts Besonderes mehr, ich lebe ein Leben wie Millionen von anderen Frauen auch. Doch genau dieses Nichtbesondere ist das Besondere in meinem Leben, gerade die Tatssache, dass es nichts mehr zu berichten gibt, ist das Wunder das sich in meinem Leben erreignet hat.

Und damit wird es Zeit, dieses Tagebuch loszulassen und mich voll und ganz auf mein neues Leben einzustellen. Das GaOp-Tagebuch, das ich kürzlich mit demselben Titel wie in diesem Beitrag abgeschlossen habe, habe ich nun wie dieses Blog auf eine chronologische Reihenfolge umgestellt, damit es in Zukunft für andere Betroffene angenehm zu lesen ist. Es ist eine abgeschlossene Geschichte einer genitalangleichenden Operation resp. deren Zwei und genauso ist dieses Tagebuch eine abgeschlossene Geschichte – die nun erzählt ist.

Was noch fehlt ist eine Art Bilanz, ich möchte hier nochmal in Ruhe die letzten zweieinhalb Jahre betrachten und versuchen zu beschreiben, was ich durchlebt habe, was ich hinter mir gelassen habe, was ich gewonnen habe, wie es mir früher ging und wie es mir heute geht.

Von da an wird es für Stammleserinnen wieder etwas einfacher, es bleiben nur noch zwei Blogs in denen ich regelmässig schreibe, mein eigentliches neues Tagebuch und das DuoInfernale, in dem ich mit Juliet zusammen über unsere Beziehung schreibe – und beide sind und bleiben so sortiert, dass die neusten Beiträge zuoberst stehen, die elende Sucherei nach neuen Beiträgen quer durch alle Blogs wird also angenehmer ;-)

Apropos DuoInfernale – auch da hat sich alles super eingepegelt. Unterdessen trefen wir uns alle drei Wochen für ein verlängertes Wochenende, ich bin also 2 Weekends hier, dann ein langes bei ihr. So lässt es sich doch schon recht gut leben und in der Zwischenzeit sind wir uns mit unseren täglichen 2 Stunden videotelefonieren nah genug um die vorläufige Distanz zu überwinden. Und das einzige was sich in unserer Beziehung verändert hat ist, dass wir uns noch sicherer sind, dass wir für einander bestimmt sind :-)

Das war’s mal in Kürze, der nächste und letzte Blogbeitrag wird dann etwas ausführlicher – wir lesen uns ;-)


 

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