(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Das lebendig begrabene Kind

Auch wenn das Lied eigentlich etwas Anderes meint, so ist es für mich doch eine Metapher für die Grausamkeit meines eigenen Schicksals. Vorallem die Bilder die diesem Musikvideo hinterlegt sind, passen so sehr, dass es mich fast zerreisst beim anschauen. Der Unterschied ist nur, dass ich schon lebendig begraben wurde, bevor ich das Licht der Welt erblickte, und dass mein Grab mein eigener Körper war. Vielleicht hätte ich lauter klingeln müssen, viel lauter………

Ein kleiner Mensch stirbt nur zum Schein
wollte ganz alleine sein
Das kleine Herz stand still für Stunden
So hat man es für tot befunden
Es wird verscharrt in nassem Sand
Mit einer Spieluhr in der Hand

Der erste Schnee das Grab bedeckt
Hat ganz sanft das Kind geweckt
In einer kalten Winternacht
Ist das kleine Herz erwacht

Als der Frost ins Kind geflogen
Hat es die Spieluhr aufgezogen
Eine Melodie im Wind
Und aus der Erde singt das Kind

(Hoppe, Hoppe Reiter)
Und kein Engel steigt herab
(Mein Herz schlägt nicht mehr weiter)
Nur der Regen weint am Grab
(Hoppe, Hoppe Reiter)
Eine Melodie im Wind
(Mein Herz schlägt nicht mehr weiter)
Und aus der Erde singt das Kind

Der kalte Mond in voller Pracht
Hört die Schreie in der Nacht
Und kein Engel steigt herab
Nur der Regen weint am Grab

Zwischen harten Eichendielen
wird es mit der Spieluhr spielen
Eine Melodie im Wind
Und aus der Erde singt das Kind

Am Totensonntag hörten sie
Aus Gottes Acker diese Melodie
Da haben sie es ausgebettet
Das kleine Herz im Kind gerettet

(Rammstein – Spieluhr)

So bleibt wenigstens die Hoffnung, und eine Spieluhr, die vielleicht irgendwann doch gehört wird.


 

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