(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Snowball – ein Kakadu Papagei tanzt zu Backstreet Boys

Ich hatte mal 3 Monate lang das Vergnügen, mit Papageien zu arbeiten und ich kann bestätigen, dass Papageien nicht nur die schlausten sondern auch die verrücktesten Tiere sind. Sie haben einen Humor und Einfallsreichtum, der einem immer wieder zum Schmunzeln bringt. Aber was dieser “Snowball” hier abzieht, ist einfach der Oberhammer…..

Ohne meine Tochter?

Du brauchst jetzt nichts zu sagen
Brauchst mich nicht zu lieben
Ich habe Hoffnung für uns beide
Denn am Ende stehen wir zwei

Meine Hoffnung soll mich leiten
Durch die Tage ohne Dich
Und die Liebe soll mich tragen
Wenn der Schmerz die Hoffnung bricht.

(Lacrimosa – Am Ende stehn wir zwei)

Nun scheint das Worst-Case-Szenario eingetreten zu sein und auch der letzte, höchste Preis für meine Selbstverwirklichung wird eingefordert. Meine Tochter, die ich über alles liebe, will nicht mehr zu mir kommen. Vom ersten Tag an wusste ich, dass das passieren kann, dass es vermutlich sogar passieren wird. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – einmal mehr vergebens.

Es ist für eine Zwölfjährige einfach zuviel, wenn ihr Vater so einen Weg einschlägt. Ich verstehe, dass sie damit überfordert ist und ich akzeptiere, dass sie vorläufig auf Distanz geht.

Aber für mich ist das der tiefste Fall meines Lebens und alles was bleibt ist die Hoffnung, dass sie irgendwann ihren weiblichen Vater zu akzeptieren lernt. Vielleicht passiert das schon bald, vielleicht dauert es Jahre…. ich werde auf sie warten.

My baby she left me, my baby she’s gone.
My sweet little angel has spread her wings and flown.
Can’t think of a reason for going on.
From this day I will play the blues.

She said it was over, this time it’s the end.
Bad luck and trouble gonna be my only friend.
I still can’t believe it, after all we’ve been through.
Everyday I will play the blues.

Everybody knows what the blues is all about.
It’s a pain you can’t live with.
It’s a woman you can’t live without.
She came from Chicago.
She read me the news.
In the headlines was a story of the blues.

They say a broken heart can always mend.
Time is the healer and sadness will end.
But I’ve done so much crying, when will I laugh again?
Till that day I will play the blues.

Everybody knows what the blues is all about.
It’s a pain you can’t live with.
It’s a woman you can’t live without.
Could have cried me a river
when they told me the news.
On that day was a story of the blues.

(Gary Moore – Story of the Blues)

Seltsames aus der Welt der Hühner

Manche halten Hühner ja für doof, sind sie vielleicht auch, aber versucht mal das nachzumachen…..

Hühner sind nicht nur körperlich begabt sondern haben auch einen vorbildlichen Charakter. Wenn sich Andere streiten, schlichten sie den Streit, selbst wenn’s Hasen sind….

Und wenn wir’s schon grad von Hühnern haben, die Schweizer Ladenkette “Migros” amüsiert den TV-Zuschauer seit Jahren mit witziger Werbung. Dieses Huhn hat jedoch bereits Kultstatus und ich muss zugeben, dass ich auch nach dem X-ten Mal noch grinsen muss, im Speziellen über die lustige Schrittart am Schluss des Clips……

Transsexuelle Austern

Da guckt man uns T-Girls so verwirrt an als kämen wir von einem anderen Planeten, dabei sind wir gar nicht die einzigen Transsexuellen in Gottes Schöpfung. Austern wechseln ihr Geschlecht, das gehört ganz einfach zu ihrer Natur. Wir T-Girls sind also einfach die Austern unter den Menschen :-) Interessant, was in Wikipedia darüber zu lesen ist:

Austern sind zweigeschlechtlich (Hermaphroditismus), wobei die konkrete Ausformung dieser Zweigeschlechtlichkeit bei den verschiedenen Austernarten unterschiedlich ist. Die Pazifische Felsenauster wächst zunächst als Männchen heran und bleibt dies im ersten Jahr. Ab dem zweiten Jahr wandelt sich ein Teil der Population in Weibchen, und bleibt das dann auch. Theoretisch könnte die Pazifische Felsenauster ihr Geschlecht mehrmals ändern, sie tut das aber normalerweise nicht. Im Gegensatz dazu machen die Europäischen Austern von dieser Möglichkeit Gebrauch. Sie sind im ersten Jahr vorwiegend – aber nicht ausschließlich – männlich und ändern dann immer wieder ihr Geschlecht, sie sind „konsekutiv rhythmische Hermaphroditen“.

Interessant ist, dass sie sich von dem männlichen zum weiblichen Geschlecht WEITERentwickeln *zuckersüsslächelt*……. so gesehen sind wir T-Girls also Menschen, die sich weiter entwickeln. Ist doch irgendwie ulkig, erst vom Affen zum Menschen, dann vom Mann zur Frau……. von Austern kann man wirklich viel lernen :o)

Ich bin übrigens der lebende Beweis, ich habe mich so weiter entwickelt, dass ich innert eines halben Jahres zehn Centimeter grösser wurde und mein Brustumfang zugenommen hat und meine Sensibilität hat ebenfalls zugenommen.

Je weiter ich überlege….. meine optischen Selbstdarstellungsmöglichkeiten wurden erweitert, neue Geh-Techniken wurden erlernt, das Auge wurde bei der Jagd nach Kleidern geschärft……. Kenntnisse in Konfektionsgrössen, Farbenlehre, Gesichtsdekoration, Haarstyling, Versandkataloge……. hey ich kann sogar auf einem Bein stehend mit einer Hand den Duschkopf halten und mit der anderen Hand den Unterschenkel rasieren. Da können die Jungs mit ihrem blöden Einparkieren definitiv einpacken ;-)

Dianas Blogtagebuch 2009 ist jetzt im Buchhandel

Seit heute ist mein Blogtagebuch 2009 im Buchhandel erhältlich und ich bin nun ganz aus dem Häuschen deswegen, jetzt bin ich nämlich offizielle Autorin, jawoll. Eigentlich war das ja früher geplant, aber die Überarbeitung dauerte doch ne ganze Weile und da ich von meiner Süssen ständig telefonisch von der Arbeit abgehalten werde ;-)

Aber nun ist es draussen und kann in jedem anständigen Buchladen unter der ISBN-Nummer 978-3-8391-4217-2 oder dem Buchtitel “T-Girl Diana – Blogtagebuch 2009″ bestellt werden. Der offizielle Verkaufspreis ist ungefähr Fr. 26.– oder 15 Euro, im Schweizer Exlibris wird es sogar mit 15% Rabatt für Fr. 22.50 angeboten.

Falls jemand in meinem persönlichen Umfeld ein Exemplar möchte, ich habe ein paar bestellt und kann sie für Fr. 20.– abgeben. Diejenigen, denen ich eines als Geschenk versprochen habe, bekommen es natürlich gratis.

Wer sich ein Exemplar bestellen möchte, kann dies beispielsweise bei diesen Online Bücherläden bestellen:

ExLibris Schweiz für Fr. 22.50
Libri Deutschland für Euro 15.–
Orell Füessli Schweiz für Fr. 27.90

Das Buch beinhaltet auf 224 Seiten alle Blogbeiträge des letzten Jahres, deshalb ist der Untertitel des Buches auch “Das erste Lebensjahr einer transsexuellen Frau”. Die Bilder, mit denen ich meine Blogbeiträge jeweils verziere, sind aus rechtlichen Gründen nicht im Buch. Dafür hat es 8 meist ganzseitige Fotos von mir drin.

Für diejenigen die selber mal sowas machen möchten, das ist ganz einfach. Man eröffnet einen Account bei Books on Demand, wählt dort ein Layout aus, erstellt ein Word-Dokument mit dem entsprechenden Ausmass, exportiert es als PDF, lädt es hoch, bastelt sich online ein Buchcover zusammen und publiziert das Ganze – entweder für sich privat, dann zahlt man nur den Buchpreis oder man veröffentlicht es für Fr. 70.– mit ISBN-Nummer.

So und von nun an möchte ich nur noch mit Frau Autorin oder Frau Schriftstellerin angesprochen werden ;-)

Die Sammelwut eines seltsamen Eichhörnchens

Es war irgendwann Anfang des letzten Sommers, als ein kleines, vorwitziges Eichhörnchen ein Geschäftshaus in Zürich betrat. Es guckte um sich, spitzte die Öhrchen, ganz kurz erzitterte ihr buschiger Schwanz, es liess ein kurzes und freudiges tztztztz erklingen und verschwand in der Menge. Das Eichhörnchen hiess Diana und genau genommen ist sie kein richtiges Eichhörnchen sondern ein Menschenweibchen. Aber an diesem Tag fühlte sie sich wie eins und verspürte diesen unbändigen Sammeltrieb, den Eichhörnchen jeden Herbst verspüren und der sie dazu anregt, alles im Wald einzusammeln, was irgendwie essbar ist. Aber dieses Eichhörnchen sammelte keine Nüsse und keine Beeren, es sammelte Röcke und Schuhe. Es war auch nicht Herbst, aber weil Diana ein etwas seltsames Eichhörnchen ist, kümmerte sie auch das nicht wirklich.

Von steten tztztz Lauten begleitet, hüpfte das kleine Ding von Gestell zu Gestell, ihr Blick huschte eifrig durch die Regale, nichts entging diesem aufmerksamen Geschöpf. Hier und da blieb es stehen, spitzte wieder die Öhrchen, schaute ganz genau an eine bestimmte Stelle, um nach erneutem freudigem tztztztz zum nächsten Gestell zu springen. Das seltsame an diesem Tierchen war, dass es gar nichts einsammelte, es wuselte nur emsig durch die Regale, bleibt hi und da stehen und rannte sogleich weiter.

Es schien die sonst im Laden herumlaufenden Menschen gar nicht zu bemerken, sprang quirrlig zwischen diesen Zweibeinern hindurch und arbeitete sich systematisch durch das ganze Sammelgebiet. Es fühlte sich dort scheinbar ganz alleine und es schien tausend Dinge zu geben, die ihre Aufmerksamkeit anziehen.

Dann, plötzlich, niemand weiss genau warum, rannte es schnurstracks zum Eingang und hüpfte denselben Weg den es vorhin genommen hatte, nochmal entlang. Bei diversen Gestellen hielt es kurz an, zitterte aufgeregt mit dem Schwanz, machte wieder erfreute tztztztz Laute, zerrte ein Kleidungsstück aus dem Regal und rannte weiter den Weg entlang. Innert wenigen Minuten hatte das kleine Ding einen ganzen Stapel Kleidungsstücke eingesammelt. Offenbar verfügen Eichhörnchen über einen enormen Orientierungssinn, es wusste genau, wo es bei der vorigen Entdeckungstour leckere Dinge gefunden hat und diese sammelt sie nun zielstrebig ein.

Ein letzter Blick in die Runde, ob noch was vergessen wurde und schon hüpfte es sichtlich vergnügt zur Kasse. Die Kassiererin wirkte etwas irritiert, man sieht nur selten Eichhörnchen in diesem Laden und auf die Frage, ob sie die Sachen einpacken soll, kam nur wieder so ein begeistertes tztztztz.

Als das Eichhörnchen den Laden verliess, eine prall gefüllte Einkaufstüte hinter sich herschleppend, sah man dem kleinen Ding auf den ersten Blick an, dass es unbeschreiblich glücklich war und seine Beute nun stolz nachhause trug, um alles zuhause in ihrem Kleiderschrank zu verstecken, damit es in nächster Zeit genug zu essen äh anzuziehen haben würde.

Noch heute sieht man dieses kleine Tierchen gelegentlich zwischen Regalen von irgendwelchen Kleider- und Schuhläden hopsen, nicht mehr so heufig wie damals, aber nachwievor mit dieser offensichtlichen Begeisterung…… und dem bei den Verkäuferinnen unterdessen so bekannten tztztztz Lauten.

Das letzte Kapitel – Blog geschlossen

Es war einmal ein Mädchen, sie hatte ein vergnügtes und umgängliches Wesen, war voller Liebe für diese Welt und es dürstete sie zu leben. Aber das Schicksal meinte es nicht gut mit ihr, eine Laune der Natur bescherte ihr einen männlichen Körper und zwang sie dazu, ein Leben in der männlichen Geschlechterrolle zu leben. So wurde ihr Leben zu einem Albtraum, verborgen in den Tiefen ihrer Seele war sie gefangen, konnte nie wirklich am Leben teilzunehmen. Sie begann Regie zu führen, erfand eine Rolle die sie leben konnte, wurde Junge, dann Mann, dann Vater…… und sie spielte die Rolle die man zynisch “Leben” nannte weiter und weiter, litt daran, dass niemand sie selbst je zu sehen bekam, verzweifelte, weil sie nie selber leben konnte……… bis zu dem Tag an dem sie nicht mehr die Kraft hatte, diese Lüge ihres Lebens weiter zu inszenieren.

Sie begab sich auf einen neuen Weg, ein Weg, der zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich ihr eigener Weg war. Sie wusste, dass sie sehr viel erdulden müsste, sie wusste nicht, ob sie stark genug wäre um der nun drohenden Stigmatisierung zu widerstehen, sie wusste nur eines, sie musste sich endlich zulassen, selbst wenn sie dabei zugrunde ging. Vier Jahrzehnte hatte sie leise gelitten, nun wollte sie dieses Leiden durchbrechen und sie wollte diesmal nicht mehr leise sein, sie wollte ihre viel zu lange versteckten Gefühle laut hinausschreien.

So begann sie ein Blogtagebuch im Internet zu führen, dieses Tagebuch einer transsexuellen Frau, das Du gerade liest. Zweieinhalb Jahre lang beschrieb sie ihren Weg durch die “Geschlechtstransition” in diesem Tagebuch, offenbarte ihr Innerstes und berichtete kompromisslos selbst über intimste Gefühle. So entstand ein Tagebuch, das den Weg einer transsexuellen Frau miterleben lässt, das zeigt wie schwer dieser Weg ist, mit welchen Grausamkeiten man sich auf diesem Weg herumschlagen muss aber auch wie glücklich man dabei werden kann.

Dies ist das letzte Kapitel dieser Geschichte, die nun endlich zuende geschrieben ist. Aus dem transsexuellen Mädchen wurde eine Frau mit transsexueller Vergangenheit, ihre Selbstbefreiung und Selbstentfaltung ist vollbracht, nun kann sie endlich leben als das was sie immer war und doch nie sein durfte – einfach eine Frau die ihr eigenes Leben und sich selbst lieben kann.

Liebe Leserinnen und Leser…….

Es erfüllt mich auch mit Wehmut, dieses Blog heute zu schliessen, weil ich damit den letzten Teil meiner Transition zurücklasse und weil wir hier soviele schöne Gespräche führten, weil ich hier meine Lebenspartnerin fand, weil hier meine Befreiung inszeniert wurde, weil mir dieses Tagebuch soviel gegeben hat und weil ich mit diesem Tagebuch sovielen Betroffenen helfen konnte. Gerade heute, als ich den PC startete mit dem Vorsatz, diesen Beitrag zu schreiben, bekam ich ein Mail von einer transsexuellen Frau die ganz am Anfang ihres Weges steht, sie dankte mir herzlichst für die Hilfe die ich ihr mit meinem Blog gebe, erzählte wie sie mitlachte und mitweinte beim Lesen – und zeigte mir wie wichtig dieses Tagebuch ist für jene, die kaum einen Halt finden zu Beginn dieses Weges.

Aber die Schliessung dieses Blogs ist für mich auch Befreiung, es bedeutet loslassen und das ist der letzte und wichtigste Schritt auf dem Weg einer transsexuellen Frau – loslassen und sich ganz dem Leben widmen.

Das Leben der transsexuellen Frau namens Diana ist erzählt, die Metamorphose vollendet. Es war eine Geschichte voller Höhen und Tiefen und wie ich meine mit einem grandiosen Happy End. Deshalb soll hier nun Schluss sein, weiter geht es nun in meinem neuen Blog “A girl called Diana“.

Dieses Blogtagebuch ist nun geschlossen und wird so als abgeschlossene Geschichte stehen bleiben. Kommentare zu bestehenden Blogbeiträgen werden weiterhin zugelassen und von mir auch beantwortet. Aber neue Beiträge wird es nicht mehr geben, es sei denn, es gäbe noch eine für dieses Tagebuch wesentliche Ergänzung. Die Bilder die ich kürzlich selbst-zensurierend aus dem Blog entfernt habe, werde ich zu gegebener Zeit reaktivieren, bis dahin bleibt das Blog wohl oder übel so wie es momentan vorliegt.

Liebe Leserinnen und Leser…….

Ich möchte an dieser Stelle Euch allen von Herzen danken, für Euer Dasein, für Euer Mitfühlen und vorallem für all die Kommentare, mit denen Ihr mir beigestanden seid. Es war eine tolle und verrückte Zeit mit Euch und so hoffe ich, dass ich Euch auch in meinem neuen Blog wieder lesen werde.

Somit verabschiede ich mich nun hier von Euch, hier am Ende dieser Lebensgeschichte einer transsexuellen Frau……… und ich begrüsse Euch und lade Euch ein in meine zweite Lebensgeschichte, dem Tagebuch einer Frau mit transsexueller Vergangenheit, in dem ich nun bin was ich bin:
a girl called Diana.

Danke…… ich liebe Euch…….. wir lesen uns ;-)



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