T-Girl Diana

Tagebuch einer transsexuellen Frau

Der König und der vergiftete Brunnen (Dan Millman)

Es war einmal ein König, der lebte in seinem Schloss auf einem hohen Berg. Der König war sehr beliebt bei seinem Volk. Jeden Tag brachten ihm die Leute aus der Stadt schöne Geschenke, und der Geburtstag des Königs wurde im ganzen Land gefeiert. Die Leute liebten den König, denn er war weise und gerecht.

Eines Tages geschah ein Unglück. Alle Brunnen im Lande wurden vergiftet, und alle, die daraus tranken, wurden verrückt. Nur der König, der einen eigenen Brunnen besass, blieb verschont. Bald danach fingen die verrückten Leute im ganzen Land an zu tuscheln: ‘Wie seltsam ist doch unser König. Er ist überhaupt nicht mehr weise, er ist gar nicht mehr gerecht.’ Manche behaupteten sogar, der König sei verrückt geworden. Vorbei war seine Beliebtheit, und niemand brachte ihm mehr Geschenke. Natürlich feierte auch niemand mehr seinen Geburtstag.

Der einsame König langweilte sich und beschloss eines Tages, von seinem Berg herabzusteigen und in die Stadt zu gehen. Es war furchtbar heiss an diesem Tag, darum trank der König einen tüchtigen Schluck aus dem Brunnen am Marktplatz.

An diesem Abend feierte die ganze Stadt ein grosses Fest. ‘Unser geliebter König hat endlich seinen Verstand wiedergefunden’, jubelten die Leute.

Warum?

Schaut mich nicht an! Ich bin kein Tier!
Nur ein Menschenkind – für euch ein fremdes Wesen – vielleicht
Mit Augen und Ohren, einem Herz und viel Gefühl
Und immer noch mit einem klaren und auch freien Verstand?
(Lacrimosa – Fassade 1)

GefangenImFalschenKoerperWarum leben wir in einer Gesellschaft, die Andersartigkeit per Definition als falsch oder krank klassifiziert?

Warum zwingt uns unser modernes, rationales Denken dazu, nur noch in schwarz-weiss Kategorien zu denken und keine Grautöne mehr zuzulassen?

Warum wird ein Individuum nur dann toleriert, wenn es seine Individualität aufgibt und sich in eine dieser schwarz-weissen Schubladen stecken lässt?

Warum wird uns Selbstbestimmung zugesprochen, aber nicht zugelassen?

Warum ist der Druck zur Normalität so gross, dass ein Kind sich für ihren weiblichen Vater schämen muss, nur weil diese(r) weibliche Vater sich selbst ist?

Warum verwechselt der Mensch Andersartigkeit mit Abartigkeit?

Warum schafft Gott oder die Natur eine Frau in einem Männerkörper, wenn solche Wesen so untragbar sind für diese Welt?

Warum stellt uns das Leben soviele Fragen, auf die es keine Antwort gibt?

Vielleicht bin ich nur ein Mensch
Und vielleicht bin ich auch nur ein Argument
Vielleicht bin ich letztlich einer dieser Fragen
Deren Antwort sich die Blösse gibt ein fragend Mensch zu sein
(Lacrimosa – Fassade 3)

Der Stolz einer Trans-Frau

Erneut sehe ich mich mit der Frage konfrontiert, ob ich mich für meine Wesensart schämen müsste oder ob mir Nahestehende sich für mich schämen müssten. Und einmal mehr komme ich zum Schluss, dass genau das Gegenteil der Fall ist, auch wenn diese Gesellschaft das (noch) nicht so sieht.

StolzEinerTransfrauSeien wir doch ehrlich, unsere moderne Gesellschaft hat uns zu kleinbürgerlichen Marionetten gemacht. Wir fragen nicht wer wir sind sondern wer wir sein sollen. Wir fragen nicht was wir sind sondern was wir darstellen sollen. Wir sehen nicht in den Spiegel unserer Seele um zu erkennen was uns ausmacht sondern lassen uns bestimmen durch das Bild das andere von uns haben. Ich bin nur gut, wenn man mich für gut hält. Ich bin nur soviel wert, wie andere mir an Wert zusprechen.

Wieviel Mut braucht es, um seine Selbstbestimmung im Rahmen des Systems dieser Gesellschaft eingrenzen zu lassen? Wieviel Kraft braucht es, um das zu tun was von uns erwartet wird? Wie schwer ist es, cool zu sein, angepasst gekleidet zu sein, ein schickes Auto zu haben, einen standesgemässen Job……..

Es braucht nicht viel, “normal” zu sein, politically correct wie man so schön sagt. Man erspart sich so, sich mit sich selbst auseinander zu setzen, man umgeht so Konflikte und Ablehnung. Der moderne Mensch ist so sehr davon abhängig, den anderen genehm zu sein, dass er sich selbst dabei verliert.

Transsexuelle werden für ihre Wesensart und noch mehr für den von ihnen eingeschlagenen Weg von einigen belächelt, von manchen verachtet, von wenigen sogar angegriffen….. weil sie sich erdreisten, wider jeglicher gesellschaftlichen Geschlechterdiktatur sich selbst zu sein. Muss man sich dafür schämen, dass man sich selbst ist und für sich selbst einsteht, obwohl es in den Augen anderer “nicht normal” ist? Oder sollte man nicht stolz darauf sein, zu den wenigen zu gehören, die den Mut dazu haben und sich nicht unterkriegen lassen von den ungeschriebenen Gesetzen dieser uniformen schwarz-weiss-denkenden Welt?

Ich wüsste vieles in meinem Leben, wofür ich mich schämen müsste und vieles, wofür ich mich heute noch schäme. Aber dass ich diesen Weg eingeschlagen habe, nötigt mir einen ungeheuren Respekt vor mir selbst ab. Ich bin stolz auf mich, dass ich zum ersten Mal im Leben so konsequent für mich einstehe. Ich bin stolz darauf, dass ich mein Innerstes nach aussen kehre ungeachtet etwelcher Blicke und Kommentare. Ich bin stolz darauf, dass ich mit erhobenem Haupt durch eine Menschenmenge gehen kann, die in ihrem Konformitätswahn glaubt, in mir etwas Kurioses zu erblicken.

Transsexuelle, die ihren Weg gehen, müssen der Angst ins Auge blicken und ihre Ängste überwinden. Sie nehmen gesundheitliche Risiken in Kauf, sie riskieren Ablehnung und Ausgrenzung, sie riskieren angepöbelt oder angegriffen zu werden. Transsexuelle legen ihren bisherigen sozialen Status und ihr Ansehen ab wie einen alten Mantel, geben das Coolsein und das Normalsein auf zugunsten des Ichseins. Transsexuelle nehmen bewusst in Kauf, dass sie immer in einem Rechtfertigungszwang stecken und nie wirklich verstanden werden. Transsexuelle machen es sich nicht einfach, gehen nicht den Weg des geringsten Widerstands….. sie kämpfen für Ihr Recht auf die Individualität eines Individuums.

Glaubt mir, es braucht verdammt viel Grösse, Mut, Entschlossenheit und Tapferkeit, um diesen Weg zu gehen. Dass ich diesen meinen Weg trotz aller Widrigkeiten gegangen bin und immer noch gehe, das macht mich stolz wie ich noch nie vorher stolz war und es gibt mir eine Form von Würde, die ich vorher nie gekannt habe.

Heute kann ich in den Spiegel schauen und sehe ein Wesen, das weder sich noch anderen etwas vormacht, das zu sich selbst steht, für sich einsteht und sich nicht unterkriegen lässt. Ein Wesen, das so ist wie es ist und nicht so, wie andere es haben möchten.

Wer von diesen vielen “normalen Menschen” da draussen hätte den Mut dazu?

Stand and fight, live by your heart
Always one more try, I’m not afraid to die
Stand and fight, say what you feel
Born with a heart of steel
(Manowar – Heart of Steel)

Schubladisierendes Geschlechtsdenken

Bereits an anderer Stelle habe ich mich darüber ausgelassen, dass der moderne Mensch ein erschreckendes Schwarz-Weiss-Denken hat. Gerade in Geschlechsfragen hat diese Schubladisierung groteske Ausmasse angenommen. Es fällt einem kaum auf, aber wenn man ernsthaft darüber nachdenkt, sieht man unzählige “ungeschriebene Gesetze”, die die Geschlechter in Zwangsjacken stecken:

  • Jungs weinen nicht
  • Mädels können nicht Fussball spielen
  • Jungs spielen nicht mit Puppen
  • Mädel interessieren sich nicht für Autos
  • Jungs sind muskulös, Mädels grazil

Die Liste liesse sich beliebig erweitern, es gibt tausend Dinge, die das eine Geschlecht muss während es das andere nicht darf. Ich will nicht abstreiten, dass es Geschlechterdifferenzen gibt, das ist so und soll so sein. Aber diese Differenzen sagen nur aus, dass Mädels/Jungs eher einen Hang haben, dies und das zu tun. Sie sagen keinesfalls aus, dass sie es müssen oder nicht können oder nicht dürfen. Aber in unseren Köpfen scheint das doch soweit betoniert zu sein, dass unser geschlechtspolitischer Normierungswahn teils bizarre Blüten treibt.

Über ein wirklich groteskes Beispiel berichtet heute 20 Minuten.

Nach einem Kinder-Fussballspiel drehten ein paar Mütter der unterlegenen Man(n)schaft komplett durch, weil zwei Mädels der Siegerman(n)schaft mehr Tore schossen als die anderen und weil diese zwei Mädels dann auch noch kurze Haare hatten, kam bei diesen Hirnakrobatinnen der Verdacht auf, dass diese gut fussballspielenden Mädels sicher Jungs seinen….. und man glaubt es kaum, sie forderten lauthals, diese zwei Mädels müssten die Hosen runterlassen um zu beweisen, dass sie echte Mädels sind. Abgesehen davon, dass dies eine strafrechtlich relevante Nötigung ist, zeigt es auch, wie verknorkst das menschliche Hirn in Geschlechterfragen ist.

Mich hat die Geschichte echt geschockt. Einerseits weil diese Mädels durch so ein hysterisches Affentheater ziemlich traumatisiert sein dürften und anderseits, weil es eben einmal mehr zeigt, dass wir in dieser Thematik extreme Scheuklappen tragen.

Und genau das macht das Leben von transsexuellen Kindern zur Hölle. Weil sie so ständig anecken, sich ständig unkorrekt verhalten, weil sie einfach nicht “artgerecht” sind. Das ist der Anfang von Ausgrenzungen und von Psychoterror – das ist der Anfang eines langen Leidensweges.

20-Minuten: 10-jährige Mädchen sollten Hosen runterlassen

Gender stereotypes are a prison
that keeps the whole of humanity locked up
(Diana)

Erich Fried – Fragen und Antworten

fried-fragen-antworten

Wo sie wohnt?
Im Haus neben der Verzweiflung

Mit wem sie verwandt ist?
Mit dem Tod und der Angst

Wohin sie gehen wird wenn sie geht?
Niemand weiß das

Von wo sie gekommen ist?
Von ganz nahe oder ganz weit

Wie lange sie bleiben wird?
Wenn du Glück hast solange du lebst

Was sie von dir verlangt?
Nichts oder alles

Was soll das heißen?
Daß das ein und dasselbe ist

Was gibt sie dir – oder auch mir – dafür?
Genau soviel wie sie nimmt, sie behält nichts zurück

Hält sie dich – oder mich – gefangen oder gibt sie uns frei?
Es kann uns geschehen, daß sie uns Freiheit schenkt

Frei sein von ihr, ist das gut oder schlecht?
Es ist das Ärgste, was uns zustoßen kann

Was ist sie eigentlich und wie kann man sie definieren?
Es heißt daß Gott gesagt hat, daß er sie ist

(Erich Fried)

Ist Transsexualität eine Krankheit?

transsexualitaet-krankheitFür 99% der Bevölkerung und für einen Grossteil der Fachleute dürfte diese Frage kaum zur Frage stehen, Transsexualität resp Transidentität ist eine Krankheit. Aber ist das wirklich so? Und wenn Transsexualität eine Krankheit wäre, wäre es dann eine psychische Störung oder eine körperliche Fehlbildung? Als ich mich an der Psychiatrischen Universitätsklinik angemeldet habe, habe ich beim Einweisungsgrund “Geburtsgebrechen” angekreuzelt, somit dürfte meine eigene Haltung klar sein, ob sie den Tatsachen gerecht wird, bleibt aber offen.

Wir können Transsexualismus nicht als eine Störung der Geschlechtsidentität betrachten, sondern müssen ihn als Normvariante ansehen, die in sich, wie alle sexuellen Orientierungen, das ganze Spektrum von psychischer Gesundheit bis Krankheit enthält.
(Prof. Dr. Udo Rauchfleisch)

Interessant in dieser Frage ist der Standpunkt von Prof. Dr. Udo Rauchfleisch, er war jahrelang als klinischer Psychologe und Psychotherapeut an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Basel tätig und hat dort unzählige Transsexuelle behandelt. Nach all seinen Erfahrungen kommt Rauchfleisch zur Überzeugung, dass Transsexuelle nicht krank sind sondern, dass Transsexualität eine “Normvariante” ist. Die Norm ist, dass ein Mensch männlich oder weiblich ist und dass das biologische Geschlecht mit der inneren Geschlechtsidentität übereinstimmt. Transsexuelle sind also eine Variante zu diesen Norm-Fällen. Die gesellschaftliche Akzeptanz wäre wohl deutlich höher, wenn wir es so sehen könnten und die Stigmatisierung Transsexueller wäre ebenfalls stark reduziert. Aber Rauchfleisch ist wohl in der Minderheit mit seinem Standpunkt, betrachten wir also die Alternativen.

Was ist Krankheit? Wann ist jemand krank? Das Kranksein wird in der Regel so verstanden, dass jemand dann krank ist, wenn etwas an seiner psychischen oder physischen Gesundheit zu Leiden führt. Transsexuelle leiden enorm unter der Kluft zwischen ihrem biologischen Geschlecht und der Geschlechtsidentität. Somit kann man also von einem krankhaften Zustand sprechen. Aber was ist krank, Körper oder Geist?

Die offiziell medizinische Haltung ist seit je her so, dass Transsexualität eine Geschlechtsidentitätsstörung ist (Gender Identity Disorder), schon das Wort sagt also, dass die Identität gestört ist und nicht der Körper. Woher man diese Gewissheit nimmt, ist und bleibt ein Rätsel, denn bis zum heutigen Tag konnte niemand den Beweis dafür erbringen und niemand konnte diesen Standpunkt widerlegen.

Das einzige was man mit Sicherheit weiss ist, dass Transsexuelle schwerstem Leiden ausgesetzt sind, weil ihre Geschlechtsidentität nicht mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmt. Wenn man aber die wissenschaftlichen Arbeiten anschaut, wird verwirrenderweise klar, dass es da verschiedene Denkansätze gibt. Was war zuerst, das Huhn oder das Ei? War zuerst, die Geschlechtsidentität oder das biologische Geschlecht? Tatsache ist, dass ein Embryo die ersten Tage weder männlich noch weiblich ist, selbst das primäre Geschlechtsorgan unterscheidet sich nicht. Erst nach ein paar Wochen beginnt sich der Körper in eine Richtung zu entwickeln. Was, frage ich, wenn die Geschlechtsidentität bis zu diesem Zeitpunkt bereits festgelegt ist?

Es gibt in der Tat Studien die davon ausgehen, dass eine hormonelle Störung im Körper der Mutter den Prozess der biologischen Geschlechtsbildung beeinflussen kann, was also, wenn die Identität bereits festgelegt ist und der Körper sich plötzlich anders entwickelt?

Über die verschiedenen möglichen Ursachen möchte ich ein anderes Mal detailierter sprechen, fürs Erste möchte ich den Leser einfach mal mit der Frage konfrontieren, was nun krank sein soll, der Körper, der Geist…. oder eine Gesellschaft, nur nur schwarz-weiss Kategorien anerkennt?

Das einzige was wir mit Sicherheit wissen: Transsexuelle leiden und ihr Leiden kann reduziert werden, das alleine ist wichtig und hier soll Betroffenen auch mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln geholfen werden. Welche das sind, werde ich in einem nachfolgenden Beitrag erläutern.

Transsexualität: Entwürdigung per Gesetz

entwuerdigung_per_gesetzDie Schweizer Bundesverfassung schreibt im ersten Kapitel über die Grundrechte in Artikel 7: Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen. Dieser ethische Grundsatz ist Bestandteil jeder anständigen Nation, doch gilt dieses Grundrecht auch für transsexuelle BürgerInnen? Verstösst es nicht gegen unsere Verfassung, wenn Transsexuelle ein Leben führen müssen, das ihnen im Alltag immer wieder aus formal-juristischen Gründen die Würde entzieht?

Heute musste ich einen Arzttermin abmachen weil mir die Leute von Uni-Spital empfohlen haben, ich solle die Blut- und Leberwerte überprüfen lassen. Dieses kurze Telefon hat mich mal wieder ziemlich erschüttert, nicht wegen der Behandlung durch die Dame am Telefon sondern dadurch, dass ich von Gesetzes wegen gezwungen war, meine Würde als Frau abzulegen und mich als Mann für die Behandlung anzumelden.

Der Grund dafür ist relativ einfach, wenn auch bizarr. Nach Schweizer Gesetz ist eine transsexuelle Frau solange formal-juristisch als Mann zu betrachten, bis ihr primäres Geschlechtsteil umoperiert wurde. Ich will mich jetzt nicht darüber auslassen, dass es ein Armutszeugnis für eine Gesellschaft ist, wenn das Mannsein oder Frausein allein durch das primäre Geschlechtsorgan definiert wird und so das Geschlecht auf einen Zellklumpen reduziert wird, darüber werde ich bei anderer Gelegenheit schreiben. Diese reduktionistische Sichtweise hat jedoch zur Folge, dass ich als TransFrau in allen formalen Situationen den alten Namen und das falsche Geschlecht angeben muss. Im Falle eines Arztbesuches wird die Behandlung der Krankenkasse weitergeleitet und für die bin und bleibe ich ein Mann, bis zu ebendiesem operativen Eingriff, deshalb muss mich die Arztpraxis im Computer auch als Mann aufführen. Ich habe also schlicht keine andere Wahl als mich beim Arzt als Mann anzumelden, auch wenn ich dann als Frau dort eintreffe, um dann wieder als Mann von der Krankenkasse abgerechnet zu werden.

Das ist nur eine von vielen Situationen in denen Transsexuelle gezwungen werden, trotz Diagnose “Transsexualismus” für mindestens zwei Jahre als Frau im Alltag zu leben und gleichzeitig weiterhin als Mann zu gelten. Wie in aller Welt soll so eine Schizophrenie ausgehalten werden und mit welcher Logik rechtfertigt sich so ein Zustand? Und wo bleibt die Würde eines Menschen, wenn man zwar als transsexuelle Frau diagnostiziert wurde aber formal-juristisch nicht als Solche gilt? Entweder ich bin transsexuell oder ich bin es nicht, entweder ich bin eine (Trans)Frau oder ich bin es nicht, das kann und darf doch nicht davon abhängig sein, ob meine “Behandlung” abgeschlossen ist resp. ob dieser Zellklumpen nun die gesetzeskonforme Anordnung hat.

Egal ob ich mich für eine Wohnung oder einen Arbeitsplatz bewerbe, ob ich ein Zug-Abo löse oder ein Bankkonto eröffne, ich muss das stets mit der falschen Geschlechtsidentität tun obwohl ich ärztlich bestätigt eine Frau bin die in einem männlichen Körper lebt. Und das ist eine Entwürdigung, die kaum in Worte gefasst werden kann, es ist eine Selbstverleugnung oder Identitätsabsprechung die einem das Ich-sein verunmöglicht.

Wirklich tragisch ist diese Handhabung für Transsexuelle, die keine GaOp machen werden, denn die werden ihr ganzes Leben lang in diesem unerträglichen Zustand bleiben. Genau betrachtet kommt dies schon fast einem Operationszwang gleich und spätestens dann wird die Würde des Menschen nicht nur missachtet sondern mit Füssen getreten.

Solange das so ist, bleibt der Mensch philosophisch gesehen nicht mehr als ein Geschlechtsorgan mit ein bisschen Körper dran, ohne Persönlichkeit, ohne Identität, ohne Seele – einfach ein sich bewegender Zellklumpen.

Fragen die die Welt nicht braucht – Teil 1

slugDie Welt ist voll von Fragen die auf eine Antwort warten.
Mit diesem Blogbeitrag beginnt eine Serie mit Fragen, die die Welt nicht braucht, nicht will oder nicht verkraftet.
  1. Bin ich ich und wenn nicht, wieviele?
  2. Wenn  man Tiere nicht essen soll, weshalb sind sie dann aus Fleisch?
  3. Dürfen Vegetarier meinem Futter das Futter wegessen?
  4. Gibt es ein Leben vor dem Tod?
  5. Kann man Männer ernst nehmen, wenn sie nicht mal auf High-Heels laufen können?
  6. Wer herrscht über diesen Planeten wenn wir uns selbst zerstört haben?
  7. Kann man von artgerechter Haltung sprechen, wenn Gummibärchen in Plastiktüten gehalten werden?
  8. Ist Leben ohne Liebe Leben oder nur noch keine Liebe?
  9. Warum trägt der Papst ein Kleid und was trägt er darunter?
  10. Darf man Vasellas Haus abfackeln oder sollte man lieber Tiere quälen?

Antworten oder der vergebliche Versuch dessen können beim Bundesamt für Statistik, bei den Akademien für groteske Philosophie oder in diesem Blogbeitrag abgegeben werden.

Egal wer ich bin, Hauptsache ich bin

ich-bin-mehr-als-ichDa ich mich auch heute nirgends fand, führte ich ein längeres Gespräch mit meinem besten Freund. Er schafft es immer wieder, mir andere Sichtweisen aufzuzeigen und ist mir seit Jahren ein treuer Helfer in so Situationen.

Einmal mehr überraschte er mich mit einem ganz anderen Denkansatz. Im Gegensatz zu mir fand er meine momentane Ich-losigkeit gar nicht so übel, weil das die beste Ausgangslage ist, um sich wirklich zu finden.

Dieses Gespräch hat mich ziemlich ins Grübeln gebracht und hat eine Reihe von Fragen resp Gedanken hervorgebracht, die mich wieder etwas auf die Beine gestellt haben.

Vielleicht ist es heutzutage nicht das Ziel,
herauszufinden, was wir sind,
sondern zu verweigern,
was wir sind.

(Hubert L. Dreyfus)

Genau betrachtet ist “das Ich” oder “die Identität” bestenfalls eine Vorstellung dessen, was man wirklich ist. Noch genauer betrachtet ist diese Ich-Vorstellung auch nur wieder eine Reduzierung auf ein Bildnis, das wie alle Bilder bestenfalls einen Teil des Ganzen zeigen kann. Ein Wesen ist viel mehr als unsere Vorstellungen, es ist viel fascettenreicher als jedes Bild es malen könnte.

Wer glaubt, sein Ich zu kennen und zu benennen, der wird zum Sklaven seiner Vorstellung und versorgt sich selbst in einer dieser niedlichen Schubladen, in die wir Menschen einander und uns selbst so gerne versorgen. Aber damit verliert man die Freiheit sich zu verändern und die Freiheit, heute anders zu sein als man sich gestern noch gedacht hat.

In der Torah resp dem alten Testament wird Gott (JHWH) nach seinem Namen gefragt. Seine Antwort wird meist übersetzt als “Ich bin, der ich bin”, aber ich liess mir mal sagen, dass es korrekterweise eigentlich heissen müsste: “Ich bin, der ich sein werde”. Diese Aussage hat mich extrem fasziniert, weil Gott damit eigentlich sagt, dass er sich nicht an einer Vorstellung festmachen lässt. Er ist Veränderung und Wandlung und lässt sich in keinem Bild und keiner Definition festlegen. Er entzieht sich jeglicher Reduzierung auf naive Vorstellungen.

Es erinnert mich auch an den Mythos des Phönix, der immer wieder verbrennt um aus der Asche neu emporzusteigen. Die Frage “wer bin ich” oder “was bin ich” ist eigentlich die absurdeste Frage der Menschheit, auch wenn sie die am häufigsten Gestellte ist. Die einzige Antwort die es darauf gäbe, wäre: “Ich bin”.

Sind Transsexuelle männlich oder weiblich?

transsexuell-mann-frauÜber Transsexuelle herrschen viele falsche Vorstellungen, der grösste Irrtum der ein Verständnis von Transsexualität nahezu verunmöglicht, ist die Frage, welchem Geschlecht Transsexuelle angehören.

Für die meisten meiner Mitmenschen dürfte ich als Trans-Frau ein Mann sein, der lieber eine Frau wäre und deshalb seinen Körper verweiblicht. Man sieht das ähnlich wie bei einem Transvestiten, der ein Mann ist, der manchmal Frauenkleider trägt. Aber ist das wirklich so?

Wenn ein Mann sich als Mann fühlt, aber manchmal Frauenkleider trägt, dann ist er “ein Transvestit”….. ergo männlich.
Wenn jemand mit weiblicher Geschlechtsidentität und männlichem Körper eine Geschlechtsangleichung vornimmt, dann ist sie “eine Transsexuelle”….. ergo weiblich.

Auch die Fachwelt scheint das so zu sehen. Wenn jemand sich für Jesus hält, wird er von Psychiatern kaum mit Jesus angesprochen. Wenn ich einmal pro Monat in der Psychiatrischen Universitätsklinik antanze, werde ich als Frau angesprochen.

Es stellt sich die Frage, was denn das Geschlecht ausmacht, ist es der Körper oder ist es die Persönlichkeit? Wäre der Körper ausschlaggebend, wäre dann ein kastrierter Mann noch ein Mann? Und wie würden wir Intersexuelle nennen, die mit beiden Geschlechtsmerkmalen zur Welt kommen, wären die dann Beides?

Ich glaube, dass Transsexuelle erst dann echte Akzeptanz und echten Respekt erfahren, wenn die Leute einsehen, dass eine Trans-Frau eben eine Frau ist und ein Trans-Mann ein Mann. Solange das nicht so ist, werden wir weiterhin als “gestört” stigmatisiert und werden uns weiterhin von der Welt missverstanden fühlen.

Manchmal liest man auch den Ausdruck des “dritten Geschlechts”, was besagen will, dass Transsexuelle irgend etwas zwischen beiden Geschlechtern sind. Das entspricht zwar nicht meinen Empfindungen, aber damit könnte ich leben. Womit ich nicht leben kann ist die Unterstellung, ich sei ein Mann, denn das war ich nie und werde es nie sein.

Ist Transsexualität heilbar?

raupe-wird-zum-schmetterlingWenn Menschen erstmals mit dem Thema Transsexualität resp Transidentität konfrontiert werden, ist die erste Reaktion meistens: “ja aber kann man Transsexualität denn nicht heilen?”.

Die Antwort darauf ist klar, wenn auch überraschend:
Ja man kann Transsexualität heilen……. mittels Hormontherapie und plastischer Chirurgie…. und nein, es gibt keinen anderen Weg um Transsexuelle von ihren Leiden zu erlösen.

Bis zum heutigen Tag ist es nicht ein einziges Mal gelungen, die Geschlechtsidentität eines Menschen zu verändern. Fachleute gehen davon aus, dass spätestens im Alter von 3 Jahren die Geschlechtsidentität so stark ausgeprägt ist, dass sie nie mehr änderbar ist.

Man hat es mit allen Mitteln versucht, weder Medikamente noch Elektroschocks konnten an der Geschlechtsidentität rütteln. Deshalb kam schlussendlich auch die Fachwelt zum Schluss, dass Transsexuellen nur geholfen werden kann, in dem man den Körper der Identität angleicht soweit das möglich ist.

Ich wünschte mir, es gäbe andere Wege als eine chemische Kastration, lebenslang Medikamente einnehmen zu müssen, eine rund 8-stündige Operation mit unzähligen Risiken machen zu lassen und ein Leben lang stigmatisiert zu sein, aber es gibt nur diesen einen Weg, ein harter und beschwerlicher Weg, aber ein Weg, der uns Transsexuellen zu Würde und Lebensfreude verhilft und einer lebenslangen Verzweiflung ein Ende setzt, die für Aussenstehende nicht mal ansatzweise begriffen werden kann.

Kürzlich sah ich in einem Internet-Video eine Rede von einer postOp Transsexuellen, die erzählte, dass sie auf die Frage “bist Du transsexuell” antworten würde: “Nein, seit meiner geschlechtsangleichenden Operation nicht mehr”.

Besser könnte ich es nicht ausdrücken.

Fragen die die Welt nicht braucht – Teil 2

slug Es gibt Fragen, die man nicht stellen darf, solche die man nicht stellen sollte und vorallem gibt es Fragen, die man nicht stellen will. Es wird Zeit, es trotzdem oder gerade erst Recht zu tun.
  1. Wozu brauchen wir Komiker, wenn wir doch Politiker haben? Und wozu brauchen wir Horrorfilme, solange wir die Folgen der Politik ebendieser Komiker Politiker erleiden müssen?
  2. Können Gummibärchen in diesen Plastiktüten überhaupt atmen? Und wenn nein, wo bleibt da PETA?
  3. Wenn Gott tot ist und Nietzsche auch nicht mehr lebt, wer von beiden hat dann gewonnen?
  4. Wenn Anfang der Urknall war und vorher nichts, wer hat dann geschossen? Und womit? Und auf wen? Und warum?
  5. Haben Schuhe eine Seele und wenn ja, kommen sie auch in den Himmel, wenn sie der Besitzerin Blasen bescheren?
  6. Dürfen Engel High-Heels tragen oder würde das die Wolken beschädigen? Und würde Gott sich am Anblick High-Heels tragender Engel erfreuen?
  7. Wie schnell muss man laufen, um sich selbst zu entfliehen? Und wie kann man sich tarnen, damit man sich selbst nicht mehr findet?
  8. Warum rennen erwachsene Männer in kurzen Hosen und Kniesocken einem Ball hinterher und kicken ihn dann weg sobald sie ihn endlich gefangen haben? Und warum sitzen andere erwachsene Männer in zerlumpten Jogginghosen und dem elften Bier in der Hand vor dem Fernseher und brüllen wie ein Elch im Frühling, wenn sie diesen Männern in Kniesocken bei dieser doch irgendwie unsinnig wirkenden Tätigkeit zusehen?
  9. Wer hat das Bier in meinem Bierschrank Kühlschrank ausgesoffen?
  10. Und warum reden wir uns weiter ein, die Krone der Schöpfung zu sein, wenn wir doch unterdessen wissen, dass der Orgasmus eines Schweins 30 Minuten dauert?

Antworten oder der vergebliche Versuch dessen können beim Bundesamt für Unsinn, bei den Akademien für obszöne Theologie oder in diesem Blogbeitrag abgegeben werden.

Wer zeichnet mein Selbstbild?

Nur allzu schnell möchte man diese Frage mit “ja ich natürlich” beantworten – das dürfte eine der grössten Illusionen des modernen Menschen sein.

elfe-selbstbildDas erste, was ein Kleinkind lernt, ist sich ausserhalb seinerselbst zu orientieren. Es tut etwas, guckt wie das Umfeld darauf reagiert und misst daran, ob etwas gut oder schlecht, richtig oder falsch, hilfreich oder schädlich ist. Die Welt um uns herum zeichnet unser Selbstbild und daran angelehnt entwickeln und entfalten wir uns, soweit dieses von Aussen kommende Selbstbild dies überhaupt zulässt.

Dieses Funktionsprinzip behalten wir ein Leben lang, was auch immer wir tun, wird an der Reaktion unseres Umfelds gemessen und bewertet. Und so spielt jeder seine Rolle im Schauspiel seines Lebens.

Transsexuellen wird dieses Funktionsprinzip jedoch in doppelter Weise zum Verhängnis.

Wenn ein transsexuelles Mädchen wie ich ihr Verhalten und Handeln an den Reaktionen ihres Umfelds misst, bekommt es eine vernichtende Kritik für alles, was aus ihrem Inneren kommt. Du benimmst Dich wie ein Mädchen, Du bewegst Dich wie ein Mädchen, Du weinst wie ein Mädchen, Du spielst wie ein Mädchen……. jeder Versuch der Entfaltung eines inneren Selbst wird so im Keim erstickt…. es ist nicht gut, ich zu sein. Und so zimmert sich dieses Mädchen einen Menschen, der der Vorstellung ihres Umfelds entspricht.

Wenn dieses Mädchen dann eine Frau ist und dabei das Leben eines von aussen definierten Mannes lebt, kommt irgendwann fast zwangsläufig der Tag, an dem dieses Zerrbild ihrerselbst nicht mehr aufrecht gehalten werden kann. Diese Frau legt diese männliche Karikatur in Schutt und Asche und beginnt, ihr Selbst von innen her neu aufzubauen resp entfalten zu lassen.

Spätestens jetzt ist dieses Funktionsprinzip tödlich. Wenn diese Dame ihr Selbstbild weiterhin von aussen werten lässt, wird sie im Spiegel einen durchgeknallten Mann in Frauenkleidern sehen. Die Umwelt ist spätens jetzt kein brauchbarer Spiegel mehr.

Aber was nun? Ein Leben lang war man darauf konditioniert, sein Selbst von aussen definieren zu lassen. Diese Fremdbestimmung ist weggefallen, aber was bleibt dann? In welchem Spiegel soll sie sich jetzt noch spiegeln um zu erkennen, ob sie ok ist so wie sie ist? Da ist kein Richter mehr, keine Jury, sie muss sich nun selbst beurteilen.

Dieses Mädel wird es nicht einfach haben, sich zu finden und sich neu zu erfinden, da sind keine Grenzen und Absperrungen mehr die hindern, da ist keine Orientierung ausserhalb ihrerselbst. Das ist eine grosse Herausforderung und es ist gleichzeitig die grösste Freiheit die man sich denken kann. Selbstentfaltung ohne Fremdbestimmung.

Sag mir Deinen Namen und ich sag Dir wie Du heisst

DSCF0023-2Man sagt im Volksmund: “Kleider machen Leute” und das hat ja irgendwie schon was. Gerade bei mir als TransFrau sind die Kleider neben der Schminke etwas vom Wesentlichsten, um mein Ich äusserlich darzustellen. In einem Rock oder auf Pumps fühle ich mich viel weiblicher als in Latzhosen und Gummistiefeln. Mein Aussehen verstärkt sozusagen meine Selbstwahrnehmung und gibt mir inneren Halt.

Aber es gibt etwas, was mindestens wenn nicht sogar mehr zur Selbstwahrnehmung beiträgt: der Name und die Anrede. Auch Namen machen Leute und Anreden teilen die Geschlechter, etwas was für uns Transsexuelle elementar ist.

Mir fällt auf, dass ich irgendwie eine diebische Freude habe, wenn ich irgend etwas bestellen kann im Wissen, dass dies nun an meine weibliche Identität geschickt wird. Ich freue mich sogar über Rechnungen, nur weil sie an Diana adressiert sind. Ok bei Rechnungen hält sich die Begeisterung etwas in Grenzen, aber es ist doch ein wunderschönes Gefühl, so eine Rechnung in den Fingern zu haben und die Anschrift zu lesen.

Umso schmerzlicher ist die Post von den Stellen, die aus formal-juristischen Gründen keine preOp-Transsexuelle anerkennen. Banken, Steuern, Gemeindequatsch, all das kommt weiter mit penetranter Hartnäckigkeit an einen Mann adressiert, den es nur zum Schein gab und der nun nicht mehr existiert. Hat irgendwie was Surreales, sozusagen Post an einen längst Verstorbenen oder eher eines Niegeborenen.

Dass mich die Uni-Klinik mit “Herr X.Y. (Diana)” anschreibt, entbehrt nicht einer gewissen Komik, da ich von ihnen stets mit Frau angesprochen bin und dort ja auch als Trans-FRAU in Behandlung bin. Es zeigt aber in skuriler Weise, mit was für einer Realität Transsexuelle konfrontiert werden und wie sie wahrgenommen werden.

Man könnte meinen, dass all das irgendwie nicht wirklich wichtig ist. Zumindest bei mir wirft das grosse Wellen. Wenn ich irgendwo in weiblicher Form angesprochen werde, im Restaurant gefragt wird, ob die Damen schon bestellen möchten oder Post für Diana im Briefkasten liegt, dann fühlt sich das an als ob ich wachsen würde, als ob das vier Jahrzehnte lang gefangene und verkümmerte Ich sich ausstreckt und entfaltet, mit jedem Mal ein klein wenig mehr, so wie man einen Luftballon aufbläst.

Oder wenn ich zurück denke, wie es damals war, als mich plötzlich alle mit Diana ansprachen oder mit der Zeit von “sie” anstatt von “er” redeten……..

Der Name und die Anrede definieren uns, sie sind das Fundament der äusseren Identität. So gesehen ist es tragisch, dass preOp-Transsexuellen in diesem Land dieses wichtige Stück Identität verweigert wird. Und es ist noch viel tragischer, wenn man bedenkt, dass diese Identität nur unter der Bedingung der Kastration gewährt wird. Aber diese “Zwangskastration Transsexueller” soll ein andermal Thema sein – demnächst auf diesem Kanal – bleiben Sie dran ;-)

Verhaftung von Roman Polanski – dürfen Künstler Kinder vergewaltigen?

roman-polanski-verhaftungManchmal versteh ich die Welt wirklich nicht. Der zugegebenermassen geniale Regisseur Roman Polanski hat ein dreizehnjähriges Mädchen vergewaltigt. Er hat diese Tat zugegeben. Er wäre für diese perverse Tat ins Gefängnis kommen, flüchtete aber bevor man ihn einer gerechten Strafe hätte zuführen können. Nun wurde er in der Schweiz verhaftet aufgrund eines amerikanischen Haftbefehls……… und Politiker und Kulturschaffende sind schockiert über diese Verhaftung. Wie bitte? Seid Ihr jetzt alle komplett hirntot?

Seit wann gelten für Künstler andere Gesetze? Seit wann dürfen Künstler ein dreizehnjähriges Mädchen ungestraft missbrauchen? Seit wann halten Politiker ihre schützende Hand über Kindsmissbraucher? Und seit wann decken Kulturschaffende ihre kriminellen Mitkünstler? Sorry, aber das übersteigt mein Verständnis bei Weitem.

Polanski ist ein kleiner mieser Drecksack, der ein Kind mit Alkohol abgefüllt, mit Beruhigungsmittel ruhiggestellt und dann genüsslich missbraucht hat, Punkt. Dafür gehört er vor Gericht gestellt und ins Gefängnis gesteckt. Wer damit ein Problem hat, soll bitte konsequent genug sein und für die Legalisierung von Kindsmissbrauch einstehen oder sich wenigstens psychiatrisch untersuchen lassen.

Diese Geschichte macht mich unglaublich wütend, vorallem über Kulturschaffende, für die “Freiheit der Kultur” scheinbar sogar Kindsmissbrauch einschliesst. Shame on you!

Ich habe selber eine zwölfjährige Tochter und ich muss ehrlich sagen, hätte Polanski sie missbraucht, würde ihm die von mir vollzogene Todesstrafe sicher sein.

Transsexuelle Austern

auster-transsexuellDa guckt man uns T-Girls so verwirrt an als kämen wir von einem anderen Planeten, dabei sind wir gar nicht die einzigen Transsexuellen in Gottes Schöpfung. Austern wechseln ihr Geschlecht, das gehört ganz einfach zu ihrer Natur. Wir T-Girls sind also einfach die Austern unter den Menschen :-) Interessant, was in Wikipedia darüber zu lesen ist:

Austern sind zweigeschlechtlich (Hermaphroditismus), wobei die konkrete Ausformung dieser Zweigeschlechtlichkeit bei den verschiedenen Austernarten unterschiedlich ist. Die Pazifische Felsenauster wächst zunächst als Männchen heran und bleibt dies im ersten Jahr. Ab dem zweiten Jahr wandelt sich ein Teil der Population in Weibchen, und bleibt das dann auch. Theoretisch könnte die Pazifische Felsenauster ihr Geschlecht mehrmals ändern, sie tut das aber normalerweise nicht. Im Gegensatz dazu machen die Europäischen Austern von dieser Möglichkeit Gebrauch. Sie sind im ersten Jahr vorwiegend – aber nicht ausschließlich – männlich und ändern dann immer wieder ihr Geschlecht, sie sind „konsekutiv rhythmische Hermaphroditen“.

Interessant ist, dass sie sich von dem männlichen zum weiblichen Geschlecht WEITERentwickeln *zuckersüsslächelt*……. so gesehen sind wir T-Girls also Menschen, die sich weiter entwickeln. Ist doch irgendwie ulkig, erst vom Affen zum Menschen, dann vom Mann zur Frau……. von Austern kann man wirklich viel lernen :o)

Ich bin übrigens der lebende Beweis, ich habe mich so weiter entwickelt, dass ich innert eines halben Jahres zehn Centimeter grösser wurde und mein Brustumfang zugenommen hat und meine Sensibilität hat ebenfalls zugenommen.

Je weiter ich überlege….. meine optischen Selbstdarstellungsmöglichkeiten wurden erweitert, neue Geh-Techniken wurden erlernt, das Auge wurde bei der Jagd nach Kleidern geschärft……. Kenntnisse in Konfektionsgrössen, Farbenlehre, Gesichtsdekoration, Haarstyling, Versandkataloge……. hey ich kann sogar auf einem Bein stehend mit einer Hand den Duschkopf halten und mit der anderen Hand den Unterschenkel rasieren. Da können die Jungs mit ihrem blöden Einparkieren definitiv einpacken ;-)

Sterne und einstürzende Himmel

sterne-und-einfallende-himmel

Pass auf, wenn Du nach den Sternen greifst…….

es kann sein, dass der Himmel über Dir einstürzt.

(Diana)

Mystik der Zärtlichkeit

mystik-zaertlichkeitManchmal an so Tagen wie diesen frage ich mich, weshalb und wozu man eigentlich eine Beziehung sucht. Wenn man es ganz pragmatisch sieht, könnte man auch gut ohne das auskommen. Man hat allein mehr Zeit für sich, muss auf nichts Rücksicht nehmen, keine Kompromisse eingehen, nicht streiten…….. reden kann man mit Freunden, lachen ebenfalls und gemeinsam etwas unternehmen grad sowieso. Wozu also Liebe?

Vieles in Beziehungen ist ersetzbar und auf vieles könnte man verzichten, nur bei einem bleibe ich immer wieder hängen, so als wäre es das Zentrum dieses unwiderstehlichen Sogs, der einem immer wieder ins Land der Schmetterlinge entführt: Zärtlichkeit.

Warum Zärtlichkeit, frage ich mich, was soll daran so toll sein? Eine Antwort habe ich nie gefunden und doch habe ich die Gewissheit, dass ich genau das so sehr brauche wie die Luft zum atmen. Es ist das einzige, das nicht ersetzt werden kann und auf das zumindest ich nicht verzichten kann.

In den Armen zu liegen oder sich aneinander zu kuscheln sind für mich der Inbegriff des Glücklichseins, es ist ein Gefühl das einfach alles übersteigt. Aber was in aller Welt ist das, diese Zärtlichkeit?

Es ist nicht die körperliche Berührung selbst, wäre dem so, könnte man sich auch selber streicheln. Zärtlichkeit ist da offenbar anders gelagert als Sexualität. Zärtlichkeit ist Ausdruck tiefer Gefühle und liebevoller Nähe, sie ist eigentlich nur Repräsentation eines dahinterliegenden Gefühls….. sie ist unmittelbarer Ausdruck von Liebe.

Aber wenn Zärtlichkeit Ausdruck von Liebe ist und Liebe eigentlich ersetzt werden könnte, ausser eben was Zärtlichkeit anbelangt, die wiederum nur Ausdruck von Liebe ist und Liebe eigentlich……… und damit. liebe LeserInnen, befinden wir uns inmitten von Mystik, an dem Punkt an dem wir anerkennen müssen, dass es Dinge gibt, die mit unserem Verstand nicht mehr greifbar sind.

Johannes vom Kreuz, der christliche Mystiker und Gründer des Karmeliter-Ordens schreib ein wunderschönes Gedicht, in dem es um die Unio-Mystica geht, die Vereinigung mit Gott……. aber ich finde, dass es auch sehr gut in dieses Thema passt.

Ich wußte nicht, wo ich eintrat,
aber als ich mich dort sah,
unwissend, wo ich mich befand,
begriff ich große Dinge;
ich werde nicht sagen, was ich empfand,
da ich unwissend blieb,
alles Wissen übersteigend.

Blöd hä, wenn man beginnt etwas zu begreifen und es doch nicht im Geringsten versteht ;-)

Adam, Eva und die Vollkommenen – Transsexualität aus biblischer Sicht

adam-eva-und-die-vollkommenenZumindeset religiöse Transsexuelle dürften sich früher oder später mit der Frage beschäftigen, wie Transsexualität denn aus biblischer Sicht zu beurteilen ist. Mir sind keine Bibelstellen bekannt, die speziell über dieses Thema sprechen, aber es gibt zumindest in der Schöpfungsgeschichte etwas, das uns diesbezüglich zu denken geben könnte, wenn wir uns denn erdreisten würden, das Denken zu wagen.

Die Bibel bietet an vielen Stellen kleine Orakel, Dinge über die man wirklich nachdenken muss, um einen auf den ersten Blick simplen Satz zu ergründen. Leider sind gerade solche Stellen oft schlecht übersetzt – solche geglätteten Stellen lassen jedoch keinen Zugang mehr zu zum innewohnenden Sinn. Es ist nunmal nicht dasselbe, ob Gott Himmel und Erde erschaffen hat oder ob Himmel und Erde aus Gott hervorgegangen ist. Ersteres ist weitum bekannt, zweiteres jedoch korrekt.

Nun gibt es in ebendieser Schöpfungsgeschichte diese etwas obskure Sache mit Adam und Eva. Jedes Kind kennt die Stelle, Gott schuf Adam, dem war’s scheisslangweilig, also klaute Gott ihm des Nachts eine Rippe und schnitzte daraus ein Weib, das sich dem Mann gefälligst unterzuordnen hat. Aber steht das so da?

Im hebräischen Text der Torah steht nichts von einer Rippe, es ist die Rede von einer Flanke, also einer Seite. Im jüdischen Textverständnis bedeutet das, dass Eva wesensgleich war mit Adam, sie ist die gespiegelte Hälfte von ihm. Da gehts nicht um Organtransplantation oder Schnitzkunst, dieser Text will einzig sagen, dass Adam und Eva zwei Hälften eines ganzen “Ur-Adams” waren.

Im jüdischen gibt es viele Namen für Gott, Bezeichnungen die die verschiedenen Aspekte Gottes benennen. Eine davon ist die Schechina, ein weiblicher Aspekt von Gott. Nach jüdischem Verständnis ist ein Mann nur mit einer Frau vollkommen, andernfalls fehlt ihm eine Hälfte. Deshalb müssen Rabbis auch verheiratet sein (Jesus war auch Rabbi, aber das sparen wir uns auf ein anderes Mal auf). Wenn nun ein Mann auf Reisen ging und seine Frau zurück lassen musste, betete er zur Schechina und bat um Begleitung, weil er ohne seine weibliche Hälfte schutzlos gewesen wäre.

Und jetzt wird’s spannend für uns T-Girls ;-)

Wenn also Mann und Frau nur zwei Hälften des “Ur-Menschen” sind, dann sind transsexuelle Menschen, die beide Geschlechtsaspekte vereinen, sozusagen die Vollkommenen. Sie sind wie Ying und Yang, Mann und Frau, sie vereinen die zwei Eckpunkte der göttlichen Schöpfung. Cool hä?

Das sollte als Rechtfertigungsgrund ausreichend sein, dass wir T-Girls fortan in allen Läden gratis Schuhe und Kleider einsammeln können, oder etwa nicht? ;-)

Ich glaub ich beginne hier eine theologische Blog-Serie, nächstes Mal gehen wir der Frage nach, wozu Gott uns T-Girls auf die Erde gesandt hat und was unsere Berufung ist.

Bitte komm zurück, Svenja, wir brauchen Dich!

Das ist mein 200. Blogbeitrag und ich wollte den einem würdigen grossen Thema widmen, konnte mich fürs Erste aber nicht entscheiden. Heute wurde mir der Entscheid abgenommen, ich hab etwas auf dem Herzen, das mir wichtig genug erscheint, um diesem 200. Blogbeitrag würdig zu sein.

komm-zurueck-svenjaHeute hat meine Lieblings-Trans-Bloggerin Svenja ihren Blogbetrieb eingestellt oder zumindest auf Eis gelegt. Sie begründet das mit den Worten: “Andere Transsexuelle, sowie auch Frauen aus dem feministischen Lager sind der Ansicht, dass ich hier ein falsches Frauenbild vermittele und damit Transsexuellen, wie BioFrauen gleichermaßen Schaden zufüge”. Weiters sagt Svenja, dass sie sich bei 14000 Lesern pro Monat Ihrer Verantwortung bewusst ist und deshalb eine Auszeit nimmt um darüber nachzudenken, ob und wie es weiter gehen soll mit dem Blog.

Liebe Svenja

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll, weil es soviele Gründe gibt, weshalb wir nicht auf Deine Texte verzichten wollen und können. Du hat eine Verantwortung gegenüber Deinen 14000 Lesern, von denen ich eine bin – soweit hast Du Recht. Aber gerade weil Du diese Verantwortung hast, “darfst” Du Dein Werk nicht beenden, nur weil ein paar von diesen 14000 Lesern Dich deswegen anpinkeln. Du hättest nicht soviele Leser, wenn die Mehrheit “Dein Bild” nicht gutheissen würde, allein schon der Erfolg gibt Dir Recht.

Wie oft hast Du geniale praktische Tipps gegeben wie beispielsweise die Passing-Serie, die vielen von uns T-Girls geholfen haben? Du gehörst zu den wenigen Menschen, die mit in regelmässigen Abständen ein Lachen ins Herz katapultieren, mit Deinem Humor, Deinen Bildern und mit Deinen Ansichten.

Ich empfinde meinen Trans-Weg zwar als totale Erfüllung, aber ich empfinde es auch als einen sehr schweren Weg. Du zeigst mir immer wieder, dass der Trans-Weg zumindest zeitweise auch mit Lebenslust und Leichtigkeit gelebt werden kann. Gerade wenn ich wieder mal an den Hürden auf meinem Weg haddere, sind Deine Blogbeiträge ein grosser Trost, es tut so gut zu sehen, dass man auch als Trans-Frau quietschvergnügt sein kann. Deine Haltung zum Leben geben mir extrem viel Kraft und Hoffnung, Du bist schon fast ein Vorbild für mich und ich spüre, dass mir das gut tut.

Du sagst, dass Dir Frauen aus dem feministischen Lager Vorwürfe machen. Du wirst selber wissen, dass zumindest Radikal-Feministinnen uns in der Hölle verbrennen liessen, wenn sie könnten. Sie wehren sich gegen Gender-Stereotypen und treiben den Teufel mit dem Beelebub aus, indem sie das, was sie früher mussten, heute nicht mehr dürfen und umgekehrt – gewonnen ist damit nichts. Also ist es kein Wunder, dass so Extremistinnen ihre liebe Mühe haben wenn wir T-Girls es geniessen, weibliche Stereotypen zu .übernehmen und auszuleben. Wir geniessen es, auf hochhakigen Schuhen rumzustöckeln, wenn so Kreise damit ein Problem haben, begehen sie keine geringeren Verbrechen als das Patriarchat das sie bekämpfen.

Mehr zu denken gibt mir, dass “andere Transsexuelle” Dir so Vorwürfe machen. Es ist mir nicht neu, dass es auch in unseren Kreisen so geistige Talibans gibt, die glauben sie hätten die Weisheit mit Suppenlöffeln gegessen und sich erdreisten, sich zum Richter über Andere zu machen. Da gibt es Leute, die glauben darüber entscheiden zu müssen, wer “richtig transsexuell” ist und wer nicht. Es entzieht sich meinem Verständnis, wie jemand mit einigermassen funktionierendem Verstand hinstehen kann und entscheiden kann, wer “echt” ist und wer nicht. Und ich kann auch nicht im Geringsten nachvollziehen, wie jemand hinstehen kann und vorschreiben kann, was “das richtige Frauenbild” denn sein soll. “Das Frauenbild” gibt es nicht, es gibt soviele Frauenbilder wie es Menschen gibt, wer etwas anderes behauptet, sollte sich mal psychologisch untersuchen lassen. Soviel Arroganz ist man sich bei Medizinern und Gutachtern vielleicht gewohnt, aber wenn Transsexuelle anfangen, andere in ihren eigenen Reihen aufzufressen, dann begehen sie sozialen Kanibalismus und sollten sich dafür in Grund und Boden schämen.

Aber egal ob extremistische Radikal-Feministinnen oder grössenwahnsinnige Transsexuelle, es steht niemandem zu dem Rest der Welt vorzuschreiben, wie sie sein sollen oder was für ein Bild sie abgeben. Du bist nicht die personifizierte Transsexualität oder ein Abbild der gesammten Transsexuellenschar. Du zeigst das Bild einer einzigen, einer ganz bestimmten und wie ich meine wundervollen Trans-Frau, Du stehst nicht für Andere sondern nur für Dich. Das ist Dein verdammtes Recht als Individuum dieser Gesellschaft, dass Du sein darfst wie Du bist, dass Du Dich so zeigen und so äussern darfst wie es Dir beliebt.

Grad diese Woche sagte ich zu einem lieben Menschen sinngemäss: “Wenn ich für jedes dumme Geschwätz einen Franken bekommen hätte, wäre ich heute Milliardärin”. Wenn wir uns exponieren, können wir es nie allen Recht machen. Es gibt immer Solche, die unsere Art oder unseren Standpunkt blöd finden, uns deswegen auslachen oder kritisieren. Man kann es wirklich nicht allen Recht machen, aber das ist auch nicht unsere Aufgabe. Dante sagte mal: “Geh Deinen Weg uns lass die Leute reden”. Nur so können wir uns selbst treu bleiben.

Ich bin wirklich froh, dass es in der Trans-Szene auch Menschen hat wie Du, die soviel Natürlichkeit ausstrahlen und eine Lebensfreude verbreiten, die den Standpunkt “Transsexuelle sind arme kranke Menschen” in wohltuender Weise relativieren. Ganz ehrlich, wenn ich jemandem sagen würde, dass ich transsexuell bin und derjenige dann entgegnen würde: “dann bist Du also so eine wie Svenja”, dann würde ich stolz “Ja” sagen und wäre froh, dass derjenige sich unter einer Trans-Frau so etwas vorstellt wie Du.

Es würde mir fern liegen, Dich zurück zu berufen, wenn Du einfach keine Lust mehr hast zum bloggen oder keine Zeit. Aber ich protestiere energisch dagegen, dass ein paar Klugscheisser unter Deinen 14000 Lesern Dir das Bloggen versaut. Gib diesen Wenigen nicht die Macht darüber zu entscheiden, ob Du weiter für die Vielen da sein sollst, die Dich schätzen.

Du schreibst für uns, für all die vielen Leser die Deine Schreibweise genauso lieben wie das Frauenbild und das Transfrauenbild, das Du in Deiner persönlichen Lebensschilderung offenlegst.

Bitte bleib uns erhalten, liebe Svenja, ohne Deine Blogbeiträge wäre die Trans-Szene um eine grosse Hoffnung ärmer…… und vielen würde das Licht eines grossen Sterns fehlen.

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Update 26.10.2009:
Juhuiiii, sie ist wieder da und beginnt gleich mit einem “Tussi Schnelltest“, Gott sei Dank, sie ist geblieben, wie viele sie lieben ;-)



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