(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Die Macht der Worte

Letztes Jahr habe ich angedroht, dass ich eine Blogserie machen werde über “die Macht der Worte”. Das hat zwei Gründe.

Zum einen hat mich Sprache schon immer fasziniert, weil hinter jedem Wort eine Bildwelt steht und weil adäquate Worte einem ganze Welten eröffnen können. Aber gerade deshalb bedeuten Worte auch Macht, die gebraucht und missbraucht werden kann.

Regelmässige LeserInnen wissen, dass ich oft metaphorische Bilder verwende und auch die Auswahl an Zitaten und Liedertexten sind in der Regel solche, die Sprache zu höchster Kunst machen, die eben nicht nur Worte aneinanderreihen sondern ganze Bildwelten darstellen und einem beim Lesen in Welten entführen können.

Wenn ich schreibe, dass ein Weg den ich gegangen bin schwer war, dann ist die Schwere nicht nachfühlbar, das kann vieles heissen. Aber wenn ich sage, ich sei barfuss durch die Hölle gelaufen, dann kann man sich vorstellen, dass das eben mehr als nur schwer war, man fühlt geradezu wie schmerzlich das sein muss. Und wenn rechtspopulistische Seiten plötzlich von Asylanten anstatt von Asylsuchenden reden, dann wird bei genauer Betrachtung schnell klar, dass diese Bildwahl ein bestimmtes Ziel hat. Es ist ein Unterschied, ob Gott die Welt erschaffen hat oder ob die Welt aus Gott hervorgegangen ist und es ist ein Unterschied, ob Jesus sagt das Reich Gottes sei mitten unter uns oder innerhalb von uns. Und es ist ein grosser Unterschied, ob man von einer transsexuellen Frau spricht oder von einer Transe.

In dieser Serie möchte ich auf verschiedene Aspekte eingehen, eine kleine Auswahl der Themen soll hier mal kurzgefasst angekündigt werden:

  1. Worte beinhalten Bildwelten und die falsche Wahl von Worten kann verwirren oder gar verletzen
  2. Über die Wortgewalt von Gleichnissen und Metaphern
  3. Gezielt gewählte Worte können der Manipulation dienen, die kaum durchschaut wird, wenn man die Macht der Worte nicht kennt
  4. Durch strategisch gewählte Worte wird gezielt politische Hirnwäsche betrieben
  5. Übersetzungen sind immer Übertragungen, die nie ohne Verluste möglich sind
  6. Texte aus anderen Kulturkreisen können nie vollumfänglich verstanden werden
  7. Religiöse Texte müssen im Bewusstsein gelesen werden, dass sowohl durch Übersetzung als auch das kulturelle Unwissen nicht eindeutig zu verstehen sind
  8. Es gibt Dinge, für die es einfach keine adäquaten Worte gibt

Zumindest über diese Punkte und vielleicht noch ein paar mehr werde ich im Verlauf dieses Jahres einzelne Beiträge schreiben, wann das sein wird, ist wie immer bei mir eine Frage des richtigen Moments resp. des äusseren Impulses, der mir das Thema aufdrängt.

Fürs Erste möchte ich einfach mal zum nachdenken anregen, sind wir uns der Macht der Worte bewusst? Kennen wir die Grenzen der Sprache und bemerken wir die Manipulationen, denen wir täglich ausgesetzt sind?

Und wenn ihr redet
Wessen Geist ist eurer vielen Worte Inhalt?

Lacrimosa – Fassade 1. Satz

Macht der Worte: Bildwelten

Wie angekündigt, wollen wir uns mit der “Macht der Worte” beschäftigen, eine wichtige Grundlage für diese Betrachtungen ist das Bewusstsein von Bildwelten. Worte sind nicht einfach nur eineinandergereihte Buchstaben und sie sind mehr als das was in einem Duden steht. Worte portieren Bilder, manchmal ganze Bildwelten, die bei der Verwendung eines Wortes mitschwingen. Wer Worte verwendet, deren Bildwelt beim Empfänger nicht der geplanten Aussage entspricht, wird missverstanden oder er verletzt oder manipuliert. Deshalb ist es wichtig, sich einerseits bewusst zu sein, dass Worte eben Bildwelten beinhalten und es ist wichtig, dass man im Bewusstsein dessen Worte adäquat wählt.

Beispiel: Schimpfworte
Ein gutes Beispiel sind Schimpfworte. Wir alle verfügen über ein grosser Arsenal von Schimpfworten, die wir in der Regel unbewusst aber doch oft situationsadäquat verwenden. Betrachten wir ein paar Beispiele.

  • Ein Schwein ist dreckig, in der Übertragung auf den Menschen nicht nur körperlich sondern auch geistig
  • Eine Drecksau ist ein ganz übles Tier
  • Ein Esel ist dumm, nicht böse aber halt doch etwas doof
  • Eine Schlange ist hinterlistig, ihr ist nicht zu trauen, ihr Biss kommt unerwartet und ist tödlich
  • Ein Idiot ist dumm, man nimmt ihn nicht ernst
  • Ein Arschloch wird mit Fäkalien assoziiert
  • Eine Ratte, lebt im Untergrund, ist Überbringer der Pest, also eine grosse Gefahr

Dabei spielt es keine Rolle, ob Schlangen tatsächlich hinterlistig sind, sie ist es in unserer Vorstellung und wenn man jemanden so betitelt, überträgt man diese Vorstellung und die damit verbundene Wertung.

Beispiel: Wertzumessungen
Ein anderes Beispiel sind all die Attribute der Wertzumessung:

  • Billiges ist auch wertlos, schlecht verarbeitet, nicht wirklich empfehlenswert
  • Preiswertes ist den Preis wert, also nicht zu teuer aber auch nicht schlecht
  • Günstiges ist als würde man in der Gunst stehen, etwas zu speziell guten Konditionen zu erhalten

Worte der Liebe
Gerade die Liebe kennt eine Vielzahl von Bildwelten, die im Speziellen in der Poesie ihren höchsten Ausdruck finden:

  • Ein Sonnenschein bringt Licht ins Dunkel, wärmt einem und erhellt das Gemüt
  • Ein Schatz ist ausserordentlich wertvoll, nahezu unbezahlbar und schwer zu finden
  • Die Liebste ist einzigartig, nicht zu übertreffen, weil der Superlativ keine Steigerungsform kennt
  • Ist jemand liebenswert, liebt man ihn nicht nur, er ist es auch wert so geliebt zu werden
  • Süss zu sein bedeutet, mit dem angenehmsten Geschmackstoff verglichen zu werden

Worte sind Wertungen
Für vieles gibt es verschiedene Worte, die vermeintlich dasselbe sagen, in Wirklichkeit aber ganz andere Bildwelten darstellen. Nehmen wir Transsexualität als Beispiel:

  • Eine transsexuelle Frau ist primär eine Frau, das Attribut “transsexuelle” ist nur eine Spezifizierung, die etwas genauer sagt, was für eine Art von Frau sie ist, aber die zentrale Aussage ist: Sie ist eine Frau – und zwar eine transsexuelle.
  • Beim Wort TransFrau gilt dasselbe, wie die Putzfrau, die Kauffrau oder die Hausfrau, geht es immer um eine Frau, der vorangestellte Teil gibt nur näher Auskunft über die Art des Frauseins.
  • Nennt man jemanden eine Transsexuelle, reduziert man sie durch das Weglassen des Wortes “Frau” auf das Attribut, so als würde man von einer Putze sprechen bei einer Putzfrau. Im diesem Fall reduziert man die transsexuelle Frau auf ihre Krankheit resp. ihre Andersartigkeit und beraubt sie um ihr Frausein.
  • Wird eine transsexuelle Frau “ein Transsexueller” genannt, wird dieser Frau das Geschlecht sogar explizit abgesprochen, es ist Ausdruck höchster Ignoranz.
  • Das Wort “Transe” wiederum ist ein sehr abschätziges Schimpfwort, das genauso verletzend ist wie wenn man invalide Menschen Krüppel nennt oder dunkelhäutige Menschen Nigger. Es ist despektierlich und entwürdigend.

Analog dazu kann man auch geistige Behinderungen betrachten, auch da kann jemand eine Behinderung haben, ein Behinderter sein bis hin zum Gestörten. Was für ein Wort man verwendet, zeigt wieviel Achtung man diesem Menschen entgegenbringt und wie ernst man ihn nimmt.

Das Bild muss nicht dem Wort entsprechen
In der Sprache gibt es viele Formulierung, deren Bildwelt nicht dem wörtlichen Sinn entsprechen.

  • Eigenartig heisst, eine eigene, nicht dem Normalfall entsprechende Art zu sein. Wir assoziieren Eigenartigkeit aber mit etwas Befremdendem, eigenartig ist seltsam und suspekt, obwohl eigentlich nichts dagegen spricht, eine eigene Art zu sein oder zu haben.
  • Transsexualität bedeutet, dass das biologische Geschlecht (englisch ‘sex’) verkehrt ist. Aber weil das Wort “Sexualität” im Gegensatzu zur englischen Sprache auf Deutsch nur Sexualität und nicht auch Geschlecht bedeutet, kann man sich der Vorstellung nicht entziehen, dass es sich hier um ein sexuelles Phänomen handelt.

Das ist einer von vielen Gründen, weshalb Texte nie klar eins-zu-eins übersetzt werden können. Weil Worte nicht in jeder Sprache oder Kulturraum oder Gesellschaftsschicht dieselbe Bedeutung haben resp. gleich verstanden werden.

Diskrepanz zwischen Sprechendem und Hörendem
Fatal an Bildwelten ist die Tatsache, dass nicht der Absender die Bildwelt bestimmt sondern der Empfänger. Wenn mich jemand eigenartig nennt, liegt es allein an mir, ob ich das als Kompliment oder als Beleidigung auffasse. Wer etwas ausspricht, muss sich bewusst sein, dass das von ihm verwendete Bild möglicherweise vom Angesprochenen völlig anders verstanden und empfunden wird. Anderseits muss sich der Angesprochene bewusst sein, dass seine Interpretation des Gehörten möglicherweise nicht mit der gemeinten Aussage übereinstimmt. Daraus haben wir zwei Dinge zu lernen. Wer spricht, sollte bildhafte Worte so adäquat wie möglich wählen. Wer hört, sollte seine eigene Interpretation als möglicherweise falsch verstanden wissen. Viele Missverständnisse und viele Konflikte entstehen allein deshalb, weil jemand Worte verwendet, deren Bildwelt er anders sieht als der Angesprochene sie dann interpretiert. So kann ein gesprochenes Wort zu einer scharfen Klinge werden.

Fazit: Sich der Bildwelten bewusst sein und respektvoll damit umgehen
Allein über das Thema “Bildwelten von Worten” könnte man Bücher schreiben, ich belasse es mal bei diesem kurzen Einblick, das sollte reichen als Fundament für die weiteren Betrachtungen. Wichtig ist, dass man sich dieser Bildwelten bewusst ist und versucht, Worte wirklich adäquat zu verwenden. Weil man sonst im besten Fall missverstanden wird, im schlimmsten Fall verletzt.

Dianas Blogtagebuch 2009 ist jetzt im Buchhandel

Seit heute ist mein Blogtagebuch 2009 im Buchhandel erhältlich und ich bin nun ganz aus dem Häuschen deswegen, jetzt bin ich nämlich offizielle Autorin, jawoll. Eigentlich war das ja früher geplant, aber die Überarbeitung dauerte doch ne ganze Weile und da ich von meiner Süssen ständig telefonisch von der Arbeit abgehalten werde ;-)

Aber nun ist es draussen und kann in jedem anständigen Buchladen unter der ISBN-Nummer 978-3-8391-4217-2 oder dem Buchtitel “T-Girl Diana – Blogtagebuch 2009″ bestellt werden. Der offizielle Verkaufspreis ist ungefähr Fr. 26.– oder 15 Euro, im Schweizer Exlibris wird es sogar mit 15% Rabatt für Fr. 22.50 angeboten.

Falls jemand in meinem persönlichen Umfeld ein Exemplar möchte, ich habe ein paar bestellt und kann sie für Fr. 20.– abgeben. Diejenigen, denen ich eines als Geschenk versprochen habe, bekommen es natürlich gratis.

Wer sich ein Exemplar bestellen möchte, kann dies beispielsweise bei diesen Online Bücherläden bestellen:

ExLibris Schweiz für Fr. 22.50
Libri Deutschland für Euro 15.–
Orell Füessli Schweiz für Fr. 27.90

Das Buch beinhaltet auf 224 Seiten alle Blogbeiträge des letzten Jahres, deshalb ist der Untertitel des Buches auch “Das erste Lebensjahr einer transsexuellen Frau”. Die Bilder, mit denen ich meine Blogbeiträge jeweils verziere, sind aus rechtlichen Gründen nicht im Buch. Dafür hat es 8 meist ganzseitige Fotos von mir drin.

Für diejenigen die selber mal sowas machen möchten, das ist ganz einfach. Man eröffnet einen Account bei Books on Demand, wählt dort ein Layout aus, erstellt ein Word-Dokument mit dem entsprechenden Ausmass, exportiert es als PDF, lädt es hoch, bastelt sich online ein Buchcover zusammen und publiziert das Ganze – entweder für sich privat, dann zahlt man nur den Buchpreis oder man veröffentlicht es für Fr. 70.– mit ISBN-Nummer.

So und von nun an möchte ich nur noch mit Frau Autorin oder Frau Schriftstellerin angesprochen werden ;-)

Macht der Worte – Die Metapher

Und weiter geht’s zum Thema Macht der Worte……. Worte sind mehr als aneinandergereihte Buchstaben, sie portieren Bilder und geben so die Möglichkeit, sogar Gefühle verbal auszudrücken. Aber es gibt auch Gefühle oder Beschreibungen, die sich mit keinem Wort adäquat umschreiben lassen, es sind sozusagen unaussprechliche Dinge. Um das auszudrücken, was nicht in Worte gefasst werden kann, gibt es oft nur noch einen Weg: die Metapher, die Königin der Sprachgewalt.

Metaphorische Vergleiche und Gleichnisse gehören zu unserer Alltagssprache. Man hat Hunger wie ein Bär oder ist stark wie ein Bär. Es ist eis-kalt oder heiss wie in der Hölle. Er ist ein Wolf im Schafspelz oder eine diebische Elster. Man geht durch die Hölle, wenn man unsagbar Schlimmes erlebt.

Die Kunst der Verwendung von Metaphern liegt darin, dass man etwas das kaum zu verstehen ist, in bildhafter Sprache auf eine andere Ebene transportiert, in der die Erzählung vom Zuhörer verstanden wird, damit der Zuhörer selbst die Erkenntnisse dann zurücktransportieren kann zum ursprünglichen Thema.

Jesus von Nazareth war ein Meister im Ungang mit metaphorischen Erzählungen. Das ist soweit kein Wunder, die hebräische Sprache ist an sich schon sehr bildhaft und die jüdische Erzählweise ist seit je her eine sehr metaphorische Schilderung.

Wie will man den Wert des “Reiches Gottes” mit menschlichen Worten beschreiben? Es ist, sprach der Nazarener, wie wenn jemand einen Schatz in einem Acker findet. Er verkauft all sein Hab und Gut um diesen Acker zu kaufen. Er gibt alles hin für dieses Eine. Dann, wenn der Acker ihm gehört, kann er den versteckten Schatz ausgraben und er gehört ihm. Jeder versteht, wie wertvoll ein Schatz ist, dass man ihn kaum findet und wenn man ihn findet, dass man alles daran geben würde, ihn zu bergen.

Auch in der Moderne gibt es Menschen, die Metaphern in höchster Vollendung verwenden und so Dinge ausdrücken können, die eigentlich nicht in Worte gefasst werden können. Einer der genialsten Metapher-Akrobaten ist Tilo Wolff, der Mann hinter der Band Lacrimosa. Seine Texte sind wie bei Gothic Musik üblich meist düster, melancholisch und traurig. Wenn er beispielsweise singt, dass sein Leben ist wie eine Flamme im Wind, dann spürt man wie verletzlich er ist. Oder wenn er im Lied “Einsamkeit” singt: “Zerfallen in tausend Stücke, krieche ich in tausend Richtungen”, lässt sich die Zerrissenheit schon fast schmerzhaft mitfühlen.

Einer meiner ersten Blogbeiträge hiess “Die verbeulte Kugel“, den Text habe ich vor Jahren geschrieben. Er ist genau so ein metaphorisches Bild. Es lässt sich nicht ableiten, was genau damit gemeint ist, wer oder was diese Kugel verbeult hat, aber man spürt wie sich diese verbeulte Kugel fühlt. So drückt der Text etwas aus, was ich bis heute nicht in Worte fassen könnte, was ich nicht erklären kann und doch kann man es so erfühlen. Das ist die Metapher, die das Unaussprechliche ausdrückt.

Das letzte Kapitel – Blog geschlossen

Es war einmal ein Mädchen, sie hatte ein vergnügtes und umgängliches Wesen, war voller Liebe für diese Welt und es dürstete sie zu leben. Aber das Schicksal meinte es nicht gut mit ihr, eine Laune der Natur bescherte ihr einen männlichen Körper und zwang sie dazu, ein Leben in der männlichen Geschlechterrolle zu leben. So wurde ihr Leben zu einem Albtraum, verborgen in den Tiefen ihrer Seele war sie gefangen, konnte nie wirklich am Leben teilzunehmen. Sie begann Regie zu führen, erfand eine Rolle die sie leben konnte, wurde Junge, dann Mann, dann Vater…… und sie spielte die Rolle die man zynisch “Leben” nannte weiter und weiter, litt daran, dass niemand sie selbst je zu sehen bekam, verzweifelte, weil sie nie selber leben konnte……… bis zu dem Tag an dem sie nicht mehr die Kraft hatte, diese Lüge ihres Lebens weiter zu inszenieren.

Sie begab sich auf einen neuen Weg, ein Weg, der zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich ihr eigener Weg war. Sie wusste, dass sie sehr viel erdulden müsste, sie wusste nicht, ob sie stark genug wäre um der nun drohenden Stigmatisierung zu widerstehen, sie wusste nur eines, sie musste sich endlich zulassen, selbst wenn sie dabei zugrunde ging. Vier Jahrzehnte hatte sie leise gelitten, nun wollte sie dieses Leiden durchbrechen und sie wollte diesmal nicht mehr leise sein, sie wollte ihre viel zu lange versteckten Gefühle laut hinausschreien.

So begann sie ein Blogtagebuch im Internet zu führen, dieses Tagebuch einer transsexuellen Frau, das Du gerade liest. Zweieinhalb Jahre lang beschrieb sie ihren Weg durch die “Geschlechtstransition” in diesem Tagebuch, offenbarte ihr Innerstes und berichtete kompromisslos selbst über intimste Gefühle. So entstand ein Tagebuch, das den Weg einer transsexuellen Frau miterleben lässt, das zeigt wie schwer dieser Weg ist, mit welchen Grausamkeiten man sich auf diesem Weg herumschlagen muss aber auch wie glücklich man dabei werden kann.

Dies ist das letzte Kapitel dieser Geschichte, die nun endlich zuende geschrieben ist. Aus dem transsexuellen Mädchen wurde eine Frau mit transsexueller Vergangenheit, ihre Selbstbefreiung und Selbstentfaltung ist vollbracht, nun kann sie endlich leben als das was sie immer war und doch nie sein durfte – einfach eine Frau die ihr eigenes Leben und sich selbst lieben kann.

Liebe Leserinnen und Leser…….

Es erfüllt mich auch mit Wehmut, dieses Blog heute zu schliessen, weil ich damit den letzten Teil meiner Transition zurücklasse und weil wir hier soviele schöne Gespräche führten, weil ich hier meine Lebenspartnerin fand, weil hier meine Befreiung inszeniert wurde, weil mir dieses Tagebuch soviel gegeben hat und weil ich mit diesem Tagebuch sovielen Betroffenen helfen konnte. Gerade heute, als ich den PC startete mit dem Vorsatz, diesen Beitrag zu schreiben, bekam ich ein Mail von einer transsexuellen Frau die ganz am Anfang ihres Weges steht, sie dankte mir herzlichst für die Hilfe die ich ihr mit meinem Blog gebe, erzählte wie sie mitlachte und mitweinte beim Lesen – und zeigte mir wie wichtig dieses Tagebuch ist für jene, die kaum einen Halt finden zu Beginn dieses Weges.

Aber die Schliessung dieses Blogs ist für mich auch Befreiung, es bedeutet loslassen und das ist der letzte und wichtigste Schritt auf dem Weg einer transsexuellen Frau – loslassen und sich ganz dem Leben widmen.

Das Leben der transsexuellen Frau namens Diana ist erzählt, die Metamorphose vollendet. Es war eine Geschichte voller Höhen und Tiefen und wie ich meine mit einem grandiosen Happy End. Deshalb soll hier nun Schluss sein, weiter geht es nun in meinem neuen Blog “A girl called Diana“.

Dieses Blogtagebuch ist nun geschlossen und wird so als abgeschlossene Geschichte stehen bleiben. Kommentare zu bestehenden Blogbeiträgen werden weiterhin zugelassen und von mir auch beantwortet. Aber neue Beiträge wird es nicht mehr geben, es sei denn, es gäbe noch eine für dieses Tagebuch wesentliche Ergänzung. Die Bilder die ich kürzlich selbst-zensurierend aus dem Blog entfernt habe, werde ich zu gegebener Zeit reaktivieren, bis dahin bleibt das Blog wohl oder übel so wie es momentan vorliegt.

Liebe Leserinnen und Leser…….

Ich möchte an dieser Stelle Euch allen von Herzen danken, für Euer Dasein, für Euer Mitfühlen und vorallem für all die Kommentare, mit denen Ihr mir beigestanden seid. Es war eine tolle und verrückte Zeit mit Euch und so hoffe ich, dass ich Euch auch in meinem neuen Blog wieder lesen werde.

Somit verabschiede ich mich nun hier von Euch, hier am Ende dieser Lebensgeschichte einer transsexuellen Frau……… und ich begrüsse Euch und lade Euch ein in meine zweite Lebensgeschichte, dem Tagebuch einer Frau mit transsexueller Vergangenheit, in dem ich nun bin was ich bin:
a girl called Diana.

Danke…… ich liebe Euch…….. wir lesen uns ;-)



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