(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Snowball – ein Kakadu Papagei tanzt zu Backstreet Boys

Ich hatte mal 3 Monate lang das Vergnügen, mit Papageien zu arbeiten und ich kann bestätigen, dass Papageien nicht nur die schlausten sondern auch die verrücktesten Tiere sind. Sie haben einen Humor und Einfallsreichtum, der einem immer wieder zum Schmunzeln bringt. Aber was dieser “Snowball” hier abzieht, ist einfach der Oberhammer…..

KauFRAUsch im Internet

Als frischgebackene Frau hat man unter anderem das Problem, dass man von heute auf morgen vor einem leeren Kleiderschrank steht und wenn man wie ich nicht im Geld schwimmt, ist es wirklich eine knifflige Sache, sich eine Grundausstattung zuzulegen ohne dabei Bankrott zu gehen. Zum Glück gibts im Web ein paar Versandhäuser, die zu unglaublich billigen Preisen teils schöne Teile anbieten und wenn jemand wie ich da mal so richtig rumstöbert, kommt schnell mal einiges zusammen. Heute war wieder mal so ein grosser Shoppingtag und ich hab über ein dutzend Teile in den Warenkorb gestopft. Wie ein Freund kürzlich sagte, es ist kein Zufall, dass im Wort „KauFRAUsch“ das Wort Frau drin vorkommt. Ohja das hat was, aber in meinem Fall ist es schlicht eine Notwendigkeit……… und dann noch eine angenehme

Kaputte Waschmaschine

Heute ist mein Waschtag und ich steh vor einer vor sich hinblinkenden Waschmaschine. Sie hätte zuwenig Wasser, jammert sie, was mich wenig wundert, das Wasser ist in der ganzen Waschküche verteilt. Da ich alle 2 Wochen waschen kann, brauche ich nun also für einen Monat Verschiedenes anzuziehen. Was glaubt so eine Waschmaschine eigentlich, wieviele Oberteile jemand wie ich hat? Hmmm, das klingt nach Einkaufsbummel

Schisstag

Wenn ein Tag so anfängt….. ein dutzend Mal wegen üblen Träumen aufgewacht, beim Rasieren ein Stück Knöchel abgesäbelt, den Mascara blinzelnderweise rund ums Auge verteilt, die neuen Strümpfe mit Bluttropfen verziert, eine halbe Stunde durch den Regen gelaufen und von durch Pfützen fahrenden Autofahrern angespritzt (typisch Jungs), unter der zu warmen Jacke verschwitzt, eine halbe Stunde zu spät zur Arbeit gekommen…… eindeutig…. hüt isch en Schiistag

1. Transosophisches Naturgesetz: Probleme vor dem Kleiderschrank

Hast Du zuwenig Kleider, stehst Du stundenlang vor dem Schrank, weil Du nichts passendes findest.

Hast Du genug Kleider, stehst Du stundenlang davor, weil Du Dich nicht mehr entscheiden kannst, welchen schönen Fummel Du anziehst…..

Merke, Frauen gucken täglich mindestens so lange in den Schrank wie in den Spiegel…… und das will was heissen

2. Transosophisches Naturgesetz: Blinzelnde Augenlider

Das Augenlid blinzelt spätestens dann, wenn man die letzte Ladung Mascara auf den Wimpern verteilt. Das tut es meist mit einem dreifachen Flügelschlag, mit dem es bei der Mascarabürste noch etwas Farbe abholt, um diese mit künstlerischer Verspieltheit rund ums Auge zu verteilen. Niemand weiss, warum es das tut, aber es tut’s mit einer Verlässlichkeit, die man im Leben sonst vergeblich sucht

3. Transosophisches Naturgesetz: Füsse sind unterschiedlich gross

Give a girl the right shoes and she can conquer the world
(Marylin Monroe)

high-heels-01Das Frausein führt teils zu Erkenntnissen, die den Jungs ewig verborgen bleiben. Beispielsweise, dass in der Regel nicht beide Füsse gleich gross sind. Sowas findet man nur raus, wenn man perfekte Pumps sucht, denn diese haben so ihre Tücken. Wenn sie nicht klatscheng sind, hat man keinen Halt und stolpert wie ein betrunkener Kranich in der Gegend rum und wenn sie zu eng sind, fühlt man sich als sei man Gast bei der spanischen Inquisition.

Heute kam ein wunderschönes Paar 10cm Pumps, so richtig edle Teile. Als ich den rechten Schuh anprobierte, war ich ganz aus dem Häuschen, noch nie hat ein Schuh so perfekt wie angegossen gepasst. Naja den zweiten ertrug ich keine Minute lang, es war die Hölle, so eng war der. Hab mich nun mal bei andern Schuhen geachtet, die Füsse sind tatsächlich unterschiedlich gross. Da hat der liebe Gott ganz schön gepfuscht, erst das falsche Geschlecht und dann noch sowas.

Transhumoristische Gespräche an der Pipe Night

Dialog der Woche (von meiner Ex-Freundin an der 2. Pipe Night)…..

  • Er: gehörst Du zu einer der Bands?
  • Sie: Nein mein Ex spielt Pipe, ich bin mit ihm gekommen.
  • Er: Ah welcher war das denn?
  • Sie: Das war die Frau die den ganzen Abend neben mir sass……

(ob er das verdaut hat, ist ungewiss)

4. Transosophisches Naturgesetz: Alkohol und Testosteron führen zu akutem Hirnausfall

Unter Alkoholeinfluss werden Jungs lästiger wie Fliegen und dümmer wie Brot. Offenbar führt Alkohol kombiniert mit Testosteron zu akutem Hirnausfall, so dass nicht mal mehr der Unterschied zwischen „ja“ und „nein“ begriffen wird.

Nach der Pipe Night letzte Nacht hat mich ein mir Fremder mitten auf der Strasse angequatscht, ist mir brabbelnd bis vor die Haustür hinterher gedackelt und konnte einfach nicht begreifen, dass ich ihn nicht mit in die Wohnung nehme *urks*. Schon dass er mir anaufgefordert hinterher läuft ist ja der Hammer, aber dass er bis zur Haustür folgt und selbst nach mehrmaligem Verneinen nicht einsehen kann, dass ich ihn jetzt nicht mit in die Wohnung nehme, grenzt schon an fortgeschrittene Debilität.

Jungs können sich nicht vorstellen, was man als Frau alles über sich ergehen lassen muss.

5. Transosophisches Naturgesetz: Die Welt ist von Männern gebaut

Diese Welt wird von Männern für Männer gebaut. Deshalb werden beispielsweise Risse im Asphalt mit weichem Gummizeug gefüllt. Auf so ne Idee kommen nur Jungs, die versinken ja nicht mit Pumps-Absätzen knietief in dieser Gummimasse. Ist mir gestern quer durch Zürich mehrmals passiert und es hat meinen Gang definitiv nicht graziler gemacht.

6. Transosophisches Naturgesetz: Shopping ist nie vergebens

Shopping ist für uns Mädels nie vergebens. Egal was wir suchen und ob wir’s finden, wir kommen immer mit gefüllten Tüten nachhause. Heute suchte ich Stiefel, fand keine, dafür 2 Paar Pumps, 2 Shirts, 2 Tops, 2 BHs (obwohl ich noch keine brauch) und ein Jupe…. den ich heute Abend gleich mal spazieren führe

Plaudernde Freinacht

Es ist 6 Uhr morgens und mein Ausgang mit anschliessendem Plauderstündchen ist zu Ende….. in 30 Minuten geht der Wecker los, ich glaub das mit dem Schlafen lass ich für heute *urks*….. naja hat auch was Gutes, das Abschminken und neu Bemalen kann ich mir diese Nacht ersparen.

Es ist 6:30 Uhr, der Wecker klingelt, ich möchte ihn erschiessen, aber das dürfte genauso wenig an meiner Situation ändern wie die 2 Kaffe die ich getrunken habe. Ich geh nun ins Geschäft, dort werde ich wenigstens geweckt falls ich auf dem Stuhl einschlafe.

Es ist 7:15, ich bin im Geschäft, aber ich bin nicht wirklich da. Mir wird definitiv klar, dass ich über 40 Jahre alt bin, für so Scheiss bin ich einfach zu alt, auch wenn ich mich in letzter Zeit prä-pupertär fühle.

Es ist 11:30, das Delirium und die daraus resultierenden philosophischen Erkenntnisse vertiefen sich…. ab 40 braucht man keine Drogen mehr um stoned zu sein, eine Freinacht reicht da völlig aus für eine Volldröhnung.

Fazit…. nie wieder Freinächte

Schmink-Desaster beim Haare waschen

Man muss ganz schön naiv sein, wenn man badet und die Haare wäscht und allen Ernstes darauf hofft, dass der Mascara da bleibt wo er hingehört. Sieht ulkig aus, aber da ich nicht an eine Gothic Party gehe, war wohl nix mit Schmink-Recycling. Dabei wärs echt witzig gewesen, denn ich trag noch immer die Schinke von gestern Abend, weil ich betrunkenerweise geschminkt schlafen ging *staun*

Lieber charmant als ehrlich

Zugegeben, es ist viel wichtiger, dass jemand ehrlich ist als charmant, trotzdem lieben wir Mädels Komplimente mehr als Rosen und das will wirklich was heissen.. Aber wenn ein liebenswerter Kerl mir im Pub zum Abschied sagt: “Hey Du hast ja ein Bäuchlein, das kommt sicher vom Guinness”, dann bin ich doch a bissrl sprachlos. Aber es gibt so Menschen, die einfach nur offen, direkt und ehrlich sind, was wirklich bezaubernd und vertrauenswürdig ist….. aber soviel Ehrlichkeit muss ja nun wirklich nicht sein ;-)
Doch seltsamerweise kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass diese offene Ehrlichkeit irgendwie süss ist.

Alles wird kompliziert: Wäsche waschen

Damit’s nachher nicht heisst, ich hätte behauptet, als T-Girl sei alles einfacher und schöner (ok schöner ist es schon), beginne ich hier die Serie “Alles wird kompliziert” in der ich gelegentlich Klagelieder anstimmen werde über die Komplexität und den Schweregrad des weiblichen Lebens.

Fangen wir mit der Wäsche an. Früher hiess waschen, 2-3 paar Jeans, ein paar T-Shirts und ein Rudel Unterwäsche alles in die Waschmaschine schmeissen, 60 Grad einstellen und fertig war der Spass.

Heute wird erst alles aussortiert, sorgsam von innen nach aussen gekehrt, alles was schön ist kommt in die 30 Grad Gruppe, ausser es ist weiss, dann kommts in die Weiss-Gruppe. Strumpfhosen werden in einen Kissenüberzug gestopft damit sie nach der Wäsche nicht in einander verknotet sind (ja ich weiss, dafür gibts extra Waschsäckchen für uns Mädels, aber solche hab ich noch nicht) und die BH’s müssen sowieso in Kissenbezüge verfrachtet werden, denn die haben so fiese Häckchen, die sonst all die hübschen Sachen zerfetzen als ob eine Katze damit gespielt hätte. Irgendwelche gürtelartigen Teile und Bändel werden vom Kleidungsstück entfernt, Knöpfe zugeknöpft, Reissverschlüsse zugezippt.

Beim Waschen gilt dann höchste Konzentration, denn schusslig wie ich bin, ist es mir locker zuzutrauen, dass ich 60 anstatt 30 Grad wähle. Falls mir das je passiert, wird man mich schweizweit hören, weil ich ein paar Stunden lang nur noch hysterisch kreische. Ich darf gar nicht dran denken.

Das Trocknen der Wäsche ist das nächste Abendteuer. Unterwäsche lassen wir Mädels natürlich nicht in der Waschküche, die wird in der Wohnung auf Heizungskörpern verteilt. Strümpfe werden ebenfalls nicht Fetischisten zur Verfügung gestellt sondern sorgsam über die Stange des Duschvorhangs gehängt. Die Kleider werden von aussen nach innen umgekehrt, ausgeschüttelt und glatt gestrichen (weil ich kein Bügeleisen habe) und aufgehängt.

Das dicke Ende kommt dann, wenn die Wäsche trocken ist, denn dann geht das Orakel los, welches Teil im Schrank wo hin gehört. Früher gabs da einen Haufen Hosen und einen Haufen Shirts, that’s it. Nun kommt die Hälfte an einen Bügel und der Rest wird sorgfältig zusammengefaltet und auf einen der ca 42 Kleiderhaufen gelegt.

Und das Übelste daran, da man wegen der Aufteilung zwischen 30 und 60 Grad sowie der Weiss-Gruppe mindestens 3 Waschgänge machen muss, ist man den ganzen Abend beschäftigt. Wenn ich jetzt auch noch ein Bügeleisen hätte, wär mein Leben ruiniert ;-)

Klaps auf den Hintern

Dass Jungs hormonbedingt manchmal einen an der Waffel haben, wissen wir Mädels ja spätestens, wenn wir so ein Exemplar mal unter Alkoholeinfluss erleben. Aber was man sonst mit dieser Spezies so alles erlebt, ist echt verrückt. Jungs müssten mal n’Tag lang als Mädel rumlaufen, einfach damit sie wissen, wie bescheuert ihre Allüren auf uns wirken.

Heute morgen unterwegs zur Arbeit rannte ein Rudel testosterongeschwängerter Teenager (geschätzte 16-17 Jahre alt) von hinten an mir vorbei. Als der Erste auf meiner Höhe war, gab er mir im vorbeirennen einen Klaps auf den Hintern. Ich war ehrlich gesagt extrem erstaunt und perplex. Für einen Moment überlegte ich, ob ich ihm mit betont tiefer Stimme ein typisch männliches Schimpfwort hinterher brüllen sollte, er hätte sicher Bauklötze gestaunt. Aber irgendwie war ich zu verblüfft und gleichzeitig amüsiert.

Als T-Girl sehnt man sich natürlich nach Komplimenten und ich finds auch erfreulich, wenn mein Hintern so euphorische Gefühle auslöst. Aber muss es auf diese Weise sein? Irgendwie war ich hin- und hergerissen, ob ich mich jetzt ob dieser Respektlosigkeit nerven soll oder ob ich es einfach als ein etwas primitives Kompliment eines Jungen betrachten soll, der halt noch nicht gelernt hat, wie man mit ner Lady umzugehen hat. Naja ich hab mich dann für Zweiteres entschieden, weil mir Komplimente lieber sind als Respektlosigkeiten ;-)

Ausserdem erinnerte mich diese Episode an meine eigene Jugendzeit, in der ich selber auch ziemlich idiotische Sachen gemacht habe. Teenies sind halt so und grad wenn der Testosteronpegel aufs Maximum geht und die Vernunft noch nicht im gleichen Mass entwickelt ist, muss man wohl so Erlebnisse mit Humor nehmen.

Später im Geschäft kam mir eine Geschichte in den Sinn von einer Freundin, der mal jemand mitten im überfüllten Tram in den Schritt griff. Ich musste grinsen bei der Vorstellung, dass mir das mal passiert. Ich würde meinen Hintern darauf verwetten, dass der Kerl einiges mehr erschrecken würde als ich ;-)

Da ich mich noch nie von hinten gesehen habe so wie dieser “charmante” Herr, hab ich mich vorhin erstmals von hinten fotografiert….. naja irgendwie kann ich ihn ja verstehen :o)

Lustiges aus der Blogstatistik

In meinem Blog verwende ich ein Statistikprogramm, das mir zeigt, wieviele Leute da rumlesen und wie sie auf die Seite gestossen sind. Das ist aus zwei Gründen interessant, einerseits sehe ich, ob mein Geschreibsel überhaupt gelesen wird und anderseits gibts immer wieder etwas zum schmunzeln, weil ich sehe, nach was für Stichworten jemand gesucht hat (wer das war ist nicht ersichtlich, nur wonach gesucht wurde). Gucken wir doch mal was es da alles zu lesen gibt in so einer Statistik.

Innert einer Woche, seit ich Google Analytics verwende, sind rund 300 Besucher hier erschienen, etwa die Hälfte sind Neubesucher, der Rest Wiederholungstäter. Diese haben rund 1000 Seiten angeschaut und blieben durchschnittlich 4 Minuten hier.

Die häufigsten Suchanfragen die über Google zu mir führten sind: “transsexualität”, “tgirl diana” (ey ich bin namentlich bekannt), “tgirl”, “transfrau”….. Thematisch am häufigsten sind medizinische Themen betreffend Hormonbehandlung. Ebenfalls häufig tauchen Jungs auf die Kontakt zu T-Girls suchen. Offenbar gibts eine beachtliche Anzahl von Jungs die ein T-Girl vernaschen wollen, wenn’s doch nur so viele gäbe, die eine ernsthafte Beziehung suchen.

Aber kommen wir nun zum witzigen Teil so einer Statistik, hier ein paar Suchanfragen, die mich amüsiert oder zum nachdenken brachten:

    1. “schwangerschaft transfrauen”….. öhm, ich glaub da hat jemand gaaaanz seltsame Vorstellung einer Geschlechtsangleichung. Keine Sorge, wir Transfrauen können nicht schwanger werden, wir nehmen 365 Tage im Jahr die Antibabypille, da ist eine Schwangerschaft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen
    2. “suche transvestit”….. und mit so eine Anfrage schickt Dich Google zu mir? Ich glaub mit denen muss ich mal ein ernstes Wörtchen reden, noch so ne Vermittlung und ich hau denen eine runter
    3. “transvestiten oestrogen brueste galerie”….. also ernsthaft Jungs, habt Ihr auch anderes im Kopf? Und warum müssen es Trans-Brüste sein, sind die anders geformt als die von Bio-Frauen? Männer zu verstehen erfordert wirklich ein hohes Mass an Abstraktionsvermögen
    4. “wie kann ich transvestit werden”….. kauf Dir n’Fummel, Pumps und Schminke und dann stöckle los
    5. “lieben eine transsexuelle”…. kennen wir uns? falls ja……. JA man kann und man soll
    6. “transfrau liebe”….. *schmelz* oder kennen wir uns? stell nicht so Fragen, tu’s einfach

      Ihr seht, so eine Statistik hat auch etwas realsatirisches, ich werde in ein paar Wochen wieder ein paar Fundstücke veröffentlichen, da kommt sicher noch ne Menge ;-)

      Umzugsvorbereitungen der obskuren Art

      Heute ist der letzte Tag vor meinem Umzug und es kommt mir vor als hätte ich noch tausend Dinge zu tun. Aber eigentlich ist das Meiste erledigt, nur noch ein paar Dinge (wie beispielsweise der Badezimmerschrank *urks*) warten noch auf ihre Verpackung. Aber es graut mir irgendwie schaurig vor diesem letzten Tag, ich krieg da schnell mal so ne Art Terminpanik und befürchte, ich würde nicht fertig. Naja und nach dem Verliebtheitstraum letzte Nacht wirkt das ganze sogenannt reale Leben auf mich wie ein surrealer Traum. Ich werde diesen Blogbeitrag tagsüber leicht satirisch fortsetzen, damit Ihr an meinem letzten obskuren Zügeldesastertag teilhaben könnt ;-)

      10 Uhr
      Der Traum von letzter Nacht geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Anstatt zu packen habe ich einen Blogbeitrag geschrieben über diesen Traum. Packen wär eindeutig schlauer…..

      11 Uhr
      Ich grüble an meiner Emotionalität herum, die sich dank Östrogene nun noch mehr gebärdet. Habe auch dazu einen Blogbeitrag geschrieben. Ich sollte wirklich packen…..

      11:05 Uhr
      Mir ging grad durch den Kopf, dass ich umzugsbedingt 3 Tage offline sein werde. Hab dazu noch einen Blogbeitrag geschrieben. Wollt ich nicht noch packen? …..

      11:40 Uhr
      Ich bin um ca 7 Uhr aufgestanden, damit ich genug Zeit habe, aber bisher habe ich nur Kaffee getrunken, in eine Kistenwüste geblickt und war irgendwie ratlos. Was einpacken, wohin, warum, hab ich genug Schachteln…. wo ist die Lady aus dem Traum? Na wenn der Tag so weiter geht, werde ich niemals fertig heute, also los Mädel, Schluss mit trödeln….

      12:30 Uhr
      Nach einer ersten kurzen Packrunde wird klar, die Kisten reichen knapp nicht. Murphy ist ein Depp! Muss also los und Bananenschachteln jagen. Als Göttin der Jagd sollte das schon klappen. Ich schnapp Pfeil und Bogen und pirsche Richtung Ladenzentrum.

      13:15 Uhr
      Die Jagd war erfolgreich, 4 Bananenschachteln gefangen. Ich musste nicht mal jemanden erlegen für diese Beute. Nun kanns weiter gehen mit packen. Na ich setz mich erst mal und gönn mir eine Pause, die Götter haben mir einen Katalog in den Briefkasten geworfen um mich zu trösten, den blättere ich dann mal durch……

      rotes-kleid-113:30 Uhr
      Wow ich hab ein Traumkleid gefunden und man kann es sogar bezahlen :-))) Ok es ist wohl a bissrl zu rot und das Decolte ist einiges tiefer als mir lieb ist und für meinen Körper vorteilhaft wäre…. aber ich finds sooo schön und nach diesen nervigen Pack-Tagen hab ich echt eine Belohnung verdient. Apropos verdienen, ich muss jetzt endlich packen….

      13:30 Uhr
      Ich hab meiner Freundin Bea *wink* via Mail von diesem Traum erzählt und sie hat nun geantwortet und in ihrem Mail die Frage aufgeworfen, ob das Mädel im Traum ich selbst gewesen sein könnte. Eine scheue Annäherung an das Mädel in mir selbst? Könnte irgendwie sein, darüber lohnt es sich nachzudenken. Vorerst tendiere ich aber eher dazu anzunehmen, dass die Lady im Traum bildhafter Ausdruck meiner Sehnsucht ist.

      15 Uhr
      Man glaubt nicht, was n’Mädel so alles in einen Badezimmerschrank stopfen kann. Lippenstift, Mascaras, Makeups, Makeupentferner, Kosmetikkram….. es ist faszinierend, wieviel Dinge in so einem kleinen Badezimmerschränkchen Platz haben (ähnlich wie in einer Handtasche)…. und es ist faszinierend, der Frage nachzugehen, wozu in aller Welt n’Mädel so viele verschiedene bunte Sachen in ihrem Badezimmer braucht. Aber damit habe ich eine der umfangreichsten Umzugsmassnahmen erledigt. Den Kleiderschrank hab ich ja schon gestern gemacht, das war ja auch eine Überraschung, was da alles drin war. Aber wenn nun diese zwei Grosseinheiten verpackt sind, ist das Gröbste erledigt

      15:30 Uhr
      Es ist schon irgendwie strange, je weniger noch zu verpacken ist umso grösser wird meine Hysterie, dass ich nicht fertig werde. Ich lauf ständig von einem Zimmer ins Nächste um einen Überblick zu kriegen wieviel noch zu packen ist, ich seh vor lauter Bäumen den Wald nicht….. ich würde besser packen als darüber nachzudenken, wieviel ich noch worein packen werde, wenn ich denn mal packen würde…..

      16 Uhr
      Hab mich zu früh gefreut, da sind ja noch zwei dutzend paar Schuhe. So um die zwanzig Paar sind mir dieses Jahr zugelaufen. Ist echt rätselhaft, woher nur all diese Schuhe kommen….. *unschuldigguckt*…. aber beim verpacken zeigen sich die Bister ganz schön renitent.

      17:30 Uhr
      kennt Ihr Sisiphus? Das war so eine arme Sau die ständig n’Stein den Berg hochrollte, der dann immer wieder abwärts fiel. Geht mir auch grad so, ich stopfe endlos Zeugs in Kisten und immer wenn ich eine voll hab, liegt nachwievor gleichviel Zeugs rum…… grrrr….. ich komm mir mit dieser elenden Züglerei langsam vor wie in einem surrealen Salvador Dali Bild

      19 Uhr
      Michael Jackson singt im TV “you are not alone” und ich sitz allein in einem Kartonberg versunken. Na verarschen kann ich ich selber, jetzt werd ich schon von einem Toten mit Zynismus bedacht. Er soll lieber “Dirty Diana” singen, das würd grad jetzt prima passen…… apropos passen, ich muss packen

      20 Uhr
      Ich sitz schon wieder hier und schreibe im Blog, naja ich habs ja fast, nur noch ein paar verstreut herumlungernde Sachen und alles ist verpackt….. ich werd sicher noch ein paar dutzend Mal durch die Räume laufen und nach noch einzupackenden Sachen rumliegen. Ich werd wahrscheinlich sogar von diesem Kistenkram träumen……. aber ehrlich gesagt, ich würde die Fortsetzung des gestrigen Traums eindeutig bevorzugen :-)

      20:25 Uhr
      So jetzt reichts aber wirklich, ich bestell mir jetzt eine gaaaaaanz scharfe Pizza und ein kühles Bierchen dazu. Na das war ja ein Tag, noch ein paar von der Sorte ich sitz kichernd in einer Gummizelle einer psychiatrischen Klinik.

      Zügeltag….. und wieder back to life… äh online :-)

      Und da bin ich schon wieder. Die Jungs von der Telefogesellschaft haben mich brühwarm angelogen, sie sagten, ich wär erst Freitag wieder online. Aber siehe da, optimistisch wie T-Girls nunmal sein müssen, verkupple ich all die Geräte und probier allen Ernstes….. wow, Telefon geht, BlueWin-TV geht, Internet geht….. hä? Na so ne Überraschung liebe ich.

      Kurz gesagt, mit den zwei Jungs war der Umzug in 3 Stunden rum, ich bin jetzt zerschunden als hätt ich den Elch-Test nicht bestanden, meine Füsse schmerzen als ob ich n’Tag lang auf 14cm HighHeels gelaufen wäre….. dabei hatte ich Turnschuhe an, yeeeek, und ich dachte ich würd meinen Füssen was Gutes tun so. Wir Ladies gehören halt doch in hochhakige Schuhe ;-)

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      Wie es sich für n’Mädel gehört, hab ich natürlich mit den wichtigsten Dingen angefangen auszupacken. Erst wurden alle Kleider zusammengesucht und in den dreiflügligen Einbauschrank gehängt, dann kam das Badezimmer mit diesen unzähligen kleinen bunten Dingern, dann wurden alle Schuhe auf den Schachteln aufgereiht, dann wurde die Küche gefüllt und am Schluss kam alles was sich aus Stromkabeln ernährt. Tja Prioritäten muss man setzen können :-)

      Meine ersten Eindrücke sind kurzgefasst:

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      Das Badezimmer ist genial, es hat einen Doppel-Kasten mit zwei Spiegeln innen und aussen *jubel*, hey so kann ich mich beim Frisieren endlich auch mal von hinten sehen….. öhm, will ich das wirklich?

      Im Gegensatz zu vorher hat das Badezimmer auch n’Fenster, endlich sehe ich meine Schminkerei so wie die Welt da draussen es sieht…….. ich sollte das eigentlich nicht wollen ;-)

      Die Badewanne ist so gross, dass ich gestreckt drin liegen kann und bis zum Hals im Wasser bin, wow das ist ein Gefühl. Am alten Ort hatte ich Knie und Rücken gebogen und war nicht so tief eingewassert :-)

      Der Duschhahn lässt sich an so ner Stange anmachen, so dass man ihn nicht selber halten muss. Jaja die Jungs lachen jetzt, aber steht mal 5 Minuten auf einem Bein, haltet den Duschhahn in einer Hand, die Rasierklinge in der andern und rasiert Euch mal so die Rückseite Eurer Waden.

      DSCF0053-1Der Einbauschrank ist gross genug, dass ich meine aufgehängten Röcke, Tunikas und so Zeug durchblättern kann, früher waren sie aneinandergepferrcht…… naja das wird wohl bald wieder so sein ;-)

      In der Küche hats gaaanz viele kleine Kästchen, da kann man jeder Gattung ein eigenes Kämmerchen geben. Dafür braucht man Monate, bis man weiss in welcher dieser vielen Wohnungen wer wohnt.

      Der Balkon ist sonnig, von morgens bis Abend. Abgesehen vom Mittag hat man da trotz Sonnenstoren nie Schatten, es scheint morgens links und abends rechts rein, eine Sauhitze ist das.

      Der Verkehrslärm ist zwar nicht extrem, aber für mich ziemlich strange, ich war vorher verkehrsgeräuschfrei…… dafür hats keine Jungs mehr draussen die stundenlang diesen Scheiss-Fussball gegen die Wände knallen….. das los zu sein ist viel wert :-)

      Ich habe ein Gelübde vor mir selbst abgelegt, ich will in dieser Wohnung nicht mehr rauchen. Ne ich will schon, ich lass mich aber nicht mehr. Aber bei meiner Renitenz bin ich unsicher, ob ich mich daran hindern kann. Bisher geh ich jedenfalls schön brav auf den Balkon.

      Apropos Balkon, gegenüber davon ist ein anderes Haus und ich bin im untersten Stock, da fühlt man sich wie auf einer Bühne. Ist irgendwie ein grusliges Gefühl und die erste Nachbarin hat es sich denn auch schon im Treppenhaus am Fenster gemütlich gemacht und mich ausgiebig gescannt oder sowas. Hab dann von Hose auf Rock gewechselt.

      Ich brauch unbedingt Vorhänge mit roten Rosen drauf und einen Klodeckel mit einer Rose und Duftkerzen…….

      Das Licht hätte ich installieren sollen bevor es dunkel wird *urks*

      So und jetzt setzt neben meinem Körper auch langsam der Geist aus, ich werd Euch morgen mehr von meinem neuen Zuhause erzählen. Good night and welcome back oder so ;-)

      Ersatzschuhe ambulant erwerben

      Wie so oft im Leben von uns Mädels, kommen wir auch mal zu neuen Schuhen ohne dass wir das geplant hätte. Sowas passiert uns einfach. Gestern wars mal wieder soweit…….

      DSCF0074-2In aller Herrgottsfrühe stöckelte ich ganz in jungfräulichem Weiss mit meinen beigen Lieblingspumps zu meinem Therapeuten, als mich das Geräusch meiner Schuhe aus dem Tritt brachte.
      DSCF0084-1Anstatt dem gewohnten “Dug, Dug, Dug, Dug” erklang da ein “Dug,Tic,Dug,Tic”. Ich inspizierte die Schuhe im Zug und siehe da, bei einem Absatz war die Mini-Sohle weg, ich lief also auf einer Seite auf einem Nagel. Das war eben der, der immer “Tic” sagte. Würde ich noch länger so rumlaufen, wäre der Absatz bald ganz hinüber und da es eine meiner Lieblingspumps waren und zudem die einzig Hellen, gabs nur noch eine Rettung für meine Lieblinge, Ersatz musste raschmöglichst her um sie zu schonen…. dann ab zum Schuhmacher damit.
      DSCF0061-2Also stöckelte ich nach der Therapie in den nächsten Schuhladen anstatt ackern zu gehn und suchte was Helles, Hohes und Laufbares (eine üble Kombination). Aber da ich heute in Weiss unterwegs war, musste es halt was Helles sein. Das einzige im Laden was dem entsprach, war ein Peeptoe. Die heissen so, weil die Zehen vorne aus dem Schuh gucken können. Der Schuh sass perfekt, drückte überall in beruhigender Weise und war prächtig zum laufen. Also hab ich ambulant meine ersten Peeptoes erbeutet.
      DSCF0080-1Aber heimtückisch wie Pumps nunmal sind, ergaben sich auf dem Heimweg die ersten Probleme. Das Gucklock für den grossen Zeh war eben grad so gross, dass er allein rausgucken konnte. Aber aufgrund der Schwerkraft drückt es einem auf hohen Absätzen nach vorne und dadurch irritiert wollten dann weitere Zehen auch da aus dem Loch gucken. Das gibt ein ziemliches Gedränge da am Fenster, was auf längere Zeit wirklich nervig werden kann.

      Aber was nimmt man für das Wohlbefinden von Schuhen nicht alles in Kauf. Dafür hab ich so meine Lieblingspumps gerettet resp kann sie noch retten lassen….. und für die Füsse wird es wieder eine neue, spannende Bewusstseinserweiterung…… und ich hab ein paar Schuhe mehr :-)

      

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