(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Beschaffungsstress geht wieder los

Ach muss das denn wirklich sein? Gestern wollte ich meine Östrogene bestellen und bei der Bezahlung hiess es dann, sie würden keine Mastercard mehr akzeptieren. Toll, seit einem halben Jahr versorge ich mich dort mit meinem Estradiol und bin saufroh, dass ich einen guten Ort gefunden habe, der verlässlich das liefert, was ich bestellt habe und nun steh ich wieder vor dem schwarzen Loch. Den Testosteron-Blocker krieg ich anderswo her, das solle so hoffe ich weiter klappen, aber woher krieg ich jetzt die Östrogene?

Genau deshalb finde ich es einfach menschenunwürdig, dass man hierzulande Transsexuelle während des sogenannten Alltagstests so hängen lässt und so dem aussetzt. Ich hab zwar von anderen T-Girls Tipps bekommen und versuche es nun dort, aber die Ungewissheit geht tierisch an die Substanz. Ich möchte echt nicht erleben, hormonfrei durch die Welt zu gondeln.

Es wäre echt wünschenswert, wenn sich auch bei der Ärzteschaft die Erkenntnis durchsetzt, dass das Wohlergehen der Patienten wichtiger ist als die Einhaltung veralteter Behandlungsstandards.

Update 2. Oktober: Das Problem hat sich erledigt, herzlichen Dank an Sarah, die mir einen neuen und sogar preiswerteren Lieferanten empfohlen hat. Die Medis sind heute angekommen, sowohl Androcur als auch Diane-35. Nun muss ich also zukünftig nicht mehr bei zwei Händlern bestellen und das zudem billiger. Manchmal hat auch das Schlechte sein Gutes :-)


 

11 Reaktionen zu “Beschaffungsstress geht wieder los”

  1. Juliet

    Der Meinung bin ich allerdings auch, wie soll man denn rausfinden, ob der Weg wirklich der richtige ist, wenn keine Veränderungen eintreten.

    Ich drück Dir sämtliche Daumen, dass Dir die Tipps der Mädels helfen und Du wieder eine verlässliche Quelle findest.

  2. Diana

    das wird schon gut kommen, aber ich hab momentan echt kein Bedürfnis, nun auch noch dieser Frage nachzugehen, mein Hirn platzt schon vor lauter Fragen

  3. Juliet

    Sollte auch weniger eine Frage sein, einfach eine Feststellung, die in die Köpfe einiger Menschen wohl noch nicht vorgedrungen ist…ein Aufreger meinerseits…

  4. Diana

    vorallem, wenn wir T-Girls diesen Weg einschlagen, haben wir lange genug mit dieser Frage gerungen und wissen in der Regel genau, was wir brauchen und was uns erwartet. Es ist ja ok, wenn die Fachleute einen Alltagstest fordern, aber wenn sie sehen, dass die “Patientin” die Medis eh nimmt und auf dem Schwarzmarkt rumtigert, dann sollten sie die Prioritäten ernsthaft hinterfragen.

  5. Juliet

    Einmal das und zweitens versteh ich nicht, wenn sie sehen, dass es der Patientin damit gutgeht und sie regelrecht aufblüht, was dagegen spricht, die Hormone dann schon eher zu geben.

  6. Diana

    Ddu triffst den Nagel auf den Kopf. Menschen sind Individuen und man muss von Fall zu Fall entscheiden. Eine Frist festzulegen die für alle gleich hoch ist, macht einfach keinen Sinn, es sei denn, man will sich das Denken ersparen.

  7. Juliet

    Hatte ich ja schon mal geschrieben, in Deutschland wird das oft nicht so eng gesehen, jedenfalls, was ich so mitgekriegt habe.
    Besser wäre eben, wenn das eine Jahr Alltagstest nicht Pflicht, sondern eine Empfehlung wäre, dann könnte man variieren.

  8. Diana

    Empfehlung find ich gut, aber der totalitäre Zwang ist einfach menschenunwürdig

  9. Juliet

    Es wird ja sonst immer gedehnt und gezerrt und nach Lücken gesucht, was Gesetze betrifft.
    Menno, ich müsste was zu sagen haben..

  10. Diana

    ja aber an Unis wird oft ein Dogmatismus praktiziert, der sogar den Papst in Ehrfurcht versetzen könnte. Was geschrieben steht, steht geschrieben und das muss man wörtlich nehmen.

  11. Diana

    ok nicht ganz wörtlich, ein Jahr müssen nicht 12 Monate sein, aber viel entgegen kommt man einem nicht

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