(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Alles wird kompliziert: Röcke und Privatsphäre

Röcke sind schön, sie sind sexy und sie sind unglaublich bequem. Aber Röcke haben auch ihre Tücken, ein weiteres Kapitel zum Thema, dass alles komplizierter wird, wenn man beginnt als Frau zu leben.

Eine der heimtückischsten Fallen habe ich kürzlich hier beschrieben. Wenn wir Mädels Röcke tragen und drunter etwas, was nicht jederMann sehen sollte, dann benützen wir idealerweise nur noch Lifte um höhere Etagen zu erklimmen, weil Treppen – egal ob rollende oder normale – den hinter uns laufenden Jungs einfach zu tiefe Einblicke in unsere Privatsphäre genehmigen.

Ebenfalls fies sind frauenfeindliche Windverhältnisse. Wie bereits hier beschrieben, reagieren vorallem so dünne und luftige Sommerröckchen ganz euphorisch auf Windstösse und bevor man sich’s versieht, präsentiert man den Leuten rundum eine Unterwäsche-Modeshow der unfreiwilligen Art.

Aber auch Autos werden plötzlich zu einer grossen Herausforderung. Ein Auto im Rock zu beklettern artet schnell mal in eine artistische Nummer aus. Beim Einsteigen ist man(n) es gewohnt, ein Bein reinzustellen und sich hinterher zu schmeissen. Wenn ein Rock aber etwas eng geschnitten ist, geht so ein Beinspreizer definitiv nicht, ohne sich dabei die Kleider vom Leib zu reissen. Also setzt man sich erst mal quer hinein, als ob man nicht kapiert hätte, wo beim Auto vorne und hinten ist und dann versucht man beide Beine gleichzeitig ins Auto zu hiefen. Ausserdem muss man dabei höllisch aufpassen, dass der Rock dabei nicht zu arg hochrutscht. Je nachdem was man drunter trägt, kann auch das mehr Freude im Umfeld verbreiten als einem lieb ist.

In öffentlichen Verkehrsmitteln und überhaupt überall wo man sitzt, gilt die strikte Regel: Beine übereinander verschrenken. Andernfalls muss man sich nicht wundern, wenn man mit niemandem mehr Blickkontakt hat, weil alle – zumindest die männlichen Artgenossen – den Blick demütig auf Hüfthöhe senken und wie hypnotisiert ins Leere gucken.

Trotzdem liebe ich Röcke und Kleider über alles. Wie so vieles im Leben einer Frau, machen auch diese das Leben eindeutig komplizierter, aber eben, sie sind schön, sexy, bequem…… und man fühlt sich darin unbeschreiblich weiblich :-)


 

23 Reaktionen zu “Alles wird kompliziert: Röcke und Privatsphäre”

  1. Juliet

    Es gibt ja auch sogenannte “Stehröcke”, in denen kann, bzw sollte man nicht sitzen, da bringt auch das Beine überkreuzen nicht viel..aber sehen schick aus ;-)

  2. Diana

    Du meinst so Röcke, auf die Jung stehen? Solche, die ich “breiter Gurt” nenne? Die sind mega heiss, aber keine 10 Pferde würden mich so aus dem Haus kriegen, ausser ich würd mal an eine Fetish-Party gehn. Bisher war ich aber an keiner, ergo kenn ich so Stehröcke nur vom Bestaunen her

  3. Juliet

    Ja, genau die meine ich….würd ich jetzt auch nicht mehr anziehen…
    Und dann gibt es noch so Schlauchröcke, keine Ahnung, was sich der Designer dabei gedacht hat, knöchellang und eng, da gehen nur Trippelschritte und das sieht nicht wirklich elegant aus…

  4. Diana

    naja ich kann eh nix tragen was zu eng ist, da würd ich die Welt doch zu sehr irritieren :-)

  5. Juliet

    Ich verstehe…Ich find knalleng eh nicht so dolle, man kann noch so schlank sein, es sieht trotzdem aus wie die kleine Schwester rausgejagt…;-)

  6. Diana

    ne knalleng find ich eigentlich meeeegaaaa genial, nach der Op werd ich sicher öfters so klatschenge Röcke tragen, aber vor der Op wär das nicht sooo passend

  7. Juliet

    Ich mag lieber schwingende Röcke…hey, kaum zu glauben, da haben wir mal nicht was gemeinsam ( und gibt keinen Stress beim Shoppen ;-) )

  8. Diana

    Du findest mich dann in der Girlie-Ecke *kicher* ne eher in der Altweiber Abteilung, aber dort was enges zu finden ist auch wieder schwer.

  9. Juliet

    Für die Altweiber-Abteilung bist Du definitiv zu jung, da gibt’s nur wadenlange Faltenröcke mit Gummizug…Girlie-Ecke passt schon, da werden wir beide fündig ;-)

  10. Diana

    wir gucken einfach überall nach, so verpassen wir sicher nix ;-)

  11. Juliet

    Guter Plan..am besten fertigen vorher Skizzen der Geschäfte an und gehen dann ganz systematisch vor ;-)

  12. Diana

    aber ganz unauffällig, nicht dass wir irgendwelche unerlaubten Klischees erfüllen :o)

  13. Juliet

    Natürlich unauffällig, aber nicht wegen irgendwelcher Klischees, sondern weil wir ja schliesslich Agentinnen sind ;-)

  14. Diana

    ich frag mich grad, wieviele Waffen man unter einem Stehrock verstecken kann, wir Agentinnen haben echt ein schweres Leben

  15. Juliet

    LOL, das Messer kommt in den Stiefel, der Püster in den Strumpfhalter und die Rasierklinge unter die Zunge..*räusper*

  16. Diana

    und wo kommt die Kalaschnikow hin? *grübel*

  17. Juliet

    Die wird stilecht unterm Sraubmantel transportiert ;-)

  18. Juliet

    Pöh..Staubmantel heisst das Teil…

  19. Diana

    und warum schreibste dann Sraubmantel wenn Du weisst, dass es Staubmantel heisst? Andere Agenten hinters Licht führen? Schlauer geworden? Du machst echt seltsame Dinge *staun*

  20. Juliet

    Nee ich war das gar nicht, meine Tastatur ist böse..durch und durch böse…wollte mir ein r für ein t verkaufen ;-)

  21. Diana

    Tastaturen können manchmal heimtückisch sein, deshalb zerhämmere ich gelegentlich mal eine in einem akuten Wutausbruch, man muss manchmal ein Exempel statuieren, dass sie wieder den nötigen Respekt aufbringen

  22. Juliet

    Jepp, mein PC kriegt ab und an auch mal eine gelangt, aber nen komatösen Bildschirm habe ich noch nicht verursacht, bisher ist es bei ner Ohrlatsche geblieben ;-)

  23. Diana

    einen geputteten Bildschirm hatte ich auch erst einmal, vor über einem Jahrzehnt, die Faust tat mir dann mehrere Wochen weh, hatte glaub einen Knochenriss…… aber ich hab gewonnen *jubel*

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