(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

9. Transosophisches Naturgesetz: Der Wind ist ein Mann

Wir Mädels lernen ja schnell, dass wir ohne aktuellen Wetterbericht nicht überlebensfähig sind. Entweder am Vorabend oder am frühen morgen gucken wir den Wetterbericht, weil wir sonst unmöglich entscheiden können, was wir heute anziehen sollen.

Heute habe ich dazu gelernt. Wir Mädels brauchen nicht nur den Wetterbericht sondern auch die zu erwarteten Windgeschwindigkeiten. Tun wir das nicht, wählen wir ob des heissen Wetters hocherfreut unser luftigestes Kleidchen und müssen dann mit Schrecken erleben, wie der Wind uns irgendwann an die Wäsche geht. Das erhöht zwar den Unterhaltungswert für die herumstehenden Jungs, aber für uns selber ist es schon etwas befremdend, wenn uns ein unsichtbares Etwas plötzlich den Jupe in die Höhe wirbelt und man plötzlich unfreiwillig eine Unterwäsche-Modeshow inszeniert. Vorallem hat man nur zwei Hände und das reicht unmöglich, um den Jupe auf allen Seiten gleichzeitig im Zaum zu halten.

Marylin Monroe wurde berühmt mit einem hochgelüfteten Rock, in Holywood ist sowas cool, aber im Alltag kann das ganz schön unangenehm werden. Eigentlich wäre das vorhersehbar gewesen, es heisst schliesslich “der Wind”, ergo männlich und wir Mädels wissen ja, dass Jungs uns gerne an die Wäsche gehen. Überrascht hat es mich aber heute trotzdem. Nun, man lernt nie aus ;-)


 

9 Reaktionen zu “9. Transosophisches Naturgesetz: Der Wind ist ein Mann”

  1. Juliet

    Jaja..der Wind, dieser böse Schelm ;-)
    Aber auf der anderen Seite..wozu kauf ich mir neckische Schlüpper, wenn die eh keiner sieht…ich sollte öfter mal Rock tragen ;-)

  2. Clarissa

    @Juliet
    geht auch billiger (in doppelter hinsicht) einfach morgens die gardinen offen haben – freun sich die nachbarn :P

    @daina
    gott mädel die natur mag dich nicht erst die schwerkraft und jetzt noch der wind. und wieder ein punkt für meinen Styl hosen haben da doch einen klaren vorteil. Naja in meinem Bergnest weht es die ganze zeit (der blöde Berg bei uns steht genau falsch und kanalisiert den wind) aber wo ich glück mit den klamotten hab fuschen die haare rein. nicht einmorgen wo ich aussehe wie nach einem stromschlag wen ich draussen war :P .

    eine freundin meinte nur ein gewichtband von der gardiene sollte man manche tage in den rock einnähen.
    :D :D :D

    Naja viel glück beim kampf gegen die Elemente gibt ja nichtmehr viele die du nicht kennen gelehrnt hast.

    LG CLarissa

  3. Diana

    @Juliet: Neckische Schlüpfer auf diese Weise zu demonstrieren, würd ich ja auch noch nett finden, aber gerade als preOp Trans-Frau schätzt man es nicht wirklich, wenn man plötzlich in der Unterwäsche da steht ;-)

    @Clarissa: Das mit dem Gardinen-Gewichtsband find ich ja eine gute Idee, alternativ könnte ich auch Christbaumschmuck dran hängen oder das Rockende einfach am Bein ankleben. Naja zum Glück sind nur die wenigsten meiner Jupes soooo luftig, die meisten Anderen würden nur bei heftigen Sturmböen den Kasper machen mit mir. Das mit den zerzausten Haaren kenn ich leider auch zu Genüge. Ich sag ja, der Wind ist n’Kerl und zwar ein ganz typischer, an die Wäsch gehen und verwuscheln, jaja

  4. Juliet

    Ich denke mal, ungeplant als spontanes Unterwäsche- Model zu posieren ist allgemein unangenehm…kommt ja auch immer drauf an, wer das gerade zu sehen kriegt….

    Christbaumschmuck fänd ich schick, damit kreirst Du dann einen neuen Modetrend ;-)

    Verwuschelte Haare, jo, kenn ich auch was von. Ich hab meine Haare durchgestuft, und wenn da der Wind wuschelt, kann ich wenigstens sagen “Das muss so aussehen” ;-)

  5. Juliet

    @Clarissa

    Du, sowas ist mir schon passiert. Waren nicht die Nachbarn, sondern ein Handwerker. Ich muss dazu sagen, dass ich im dritten Stock wohne, hatte nach’m Aufstehen die Gardinen aufgezogen und dann steht da so’n Typ auf der Leiter und repariert was am Dach….Ich hab mich vielleicht verjagt…und zum Glück nen Nachthemd an….

  6. Clarissa

    @Juliet

    ja handwerke die einen in unterwäsche sehen kann schon sehr prickelnt sein (aber nicht positiv )

    was auch toll ist wen der vermieter in der wohnug steht und man schläft, und dadurch wach wird. tja er noch nicht erfahren dass ich eingezogen war (seine frau ist meine vermieterin und die sind damals schon in trennung gewesen hab nur das haus halt noch zusammen geführt)

    Gott der herzanfall den ich hatte war echt nicht ohne.
    zum glück war ich taff genug mit einem “morgen, kafffee ist noch nicht fertig” zu reagieren. ich weiß nicht wer danach den entgeisterten gesichsausdruck hatte.
    gelobt sei meine Hamburger koderschnutte ^^

    LG CLari

  7. Juliet

    Jau, auch nicht schlecht…ich bin zwar auch nicht auf die Schnauze gefallen, aber ob ich in dem Moment so nen Spruch auf Lager gehabt hätte….
    Na, der Handwerker hat nicht wirklich hingeguckt, glaub ich, der war mehr damit beschäftigt, nicht von der Leiter zu fallen…
    Du wohnst in Hamburg? Da will ich nächstes Jahr hinziehen.

  8. Clarissa

    Nä leider wohn ich nichtmehr in meiner Heimatstadt, leider ein opfer meiner Flucht vor mir selbst (13 umzüge seit dem ich 16 bin ) . derzeit bin ich noch in Oberbayern aber zieh bald nach erfurt zu meiner Mumm dann ich ihr und sie mir zur seite stehen möchte. und weil es hier mit dem Vollzeit Alltagstest einfach nichts wird und ich keine lust hab immer bämchen wechsel dich zu spielen nur weil die leute mit reiner Transsexuellen nicht klarkommen. :(
    Aber wer 16 jahre in Hamburg aufwachst hat schon eine ziehmlich dirkete und vorallem kompromislose art mit chaotischen situationen um zugehn. und was ist besser als wen man mit einer Humorvollen und vorallem entwaffnenden art alles gemeistert bekommt, macht auch synpatisch bei den leuten wen man so eine peinliche situation mit einem lacher auflockert.

    LG CLari

  9. Juliet

    Schade aber auch…sonst hätte man sich ja mal treffen können….
    Ich mag die Hamburger Kodderschnauze ;-)

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