(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

ICD und DSM – Die Galgen der Transsexualität

Langsam aber sicher bin ich echt ratlos. Egal wo ich mich engagieren möchte beim Thema Transsexualität, ich laufe immer wieder in dieselbe Wand hinein, die Wand, an die transsexuelle Menschen gestellt und zum Abschuss freigegeben werden.

Verurteilt aufgrund von Gesetzen der amerikanischen Psychiatrie Vereinigung APA, die Transsexualität als Geschlechtsidentitätsstörung in ihrer DiagnoseBibel (DSM) klassifiziert. An die Wand gestellt von der Weltgesundheitsorganisation, die Transsexualität in ihren Diagnoserichtlinien (ICD) als “Wunsch eines gestörten Mannes, Frau sein zu wollen” dem Gespött preisgibt. Hingerichtet von den Medien hinter den Desinformations-Gewehren, die im Schutze der Verurteilung losballern können.

Transsexuelle sind biologisch klar männlich oder weiblich, fühlen sich psychisch aber dem anderen Geschlecht zugehörig. Einige wollen darum operativ ihr Geschlecht umwandeln…………Transsexualität gilt als Störung der Geschlechtsidentität………..

(Tagi, Bund, Basler- und Berner Zeitung von heute)

Es ist wie die Spirale des Irrsinns, wenn man sich damit beschäftigt. Die Psychiatriesekte APA meisselt ihre Diagnosebibel in Stein, die WHO dackelt mit ihrem Krankheitenregister hinterher, die Medien berichten dann gestützt auf ICD und DSM die Mär vom gestörten Mann im Rock und ein ganzes Volk darf sich darüber amüsieren oder aufregen, je nach Belieben.

Da können wir eimerweise Studien heran karren, es bringt nichts.

  • Ich möchte dem Menschen von nebenan begreiflich machen, dass ich eigentlich eine ganz normale Frau bin, mit einer etwas ungewöhnlichen Körperentwicklung. Aber wie soll man mir das glauben, wenn in den Medien doch immer steht, transsexuelle Frauen seien gestörte Männer?
  • Also möchte ich den Medien begreiflich machen, dass Transsexualität biologische Ursachen hat und keine Spinnerei ist. Aber wie sollen sie mich ernst nehmen, wenn in ICD/DSM drin steht, ich hätt einen an der Waffel?
  • Also müsste ich die WHO auf all die Studien aufmerksam machen, die sie eigentlich kennen müsste, wenn sie schon eine Bevölkerungsgruppe psychopathologisiert. Aber die berufen sich dann auf den DSM, die Psychiater müssen’s doch wissen, die müssten uns erst freilassen, bevor wir in einem neuen Sektor ein Plätzchen finden.
  • Also müsste ich der APA klar machen, dass gerade sie als Hirn-Experten neurologische Studien doch nicht einfach ignorieren dürfen…….

……. aber dort stehe ich vor Psychiatern und Sexologen, die ein Leben lang aus tiefster Seele geglaubt haben, dass homosexuelle und transsexuelle Menschen ja ach so krank sind und nun mussten sie schon die Homosexuellen freisprechen und gaben sich dabei eine Blösse und nun sollen sie auch noch zugeben, dass sie auch transsexuelle Menschen ein Jahrhundert lang ins gesellschaftliche Abseits gestellt haben……… und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie wir dieses Bollwerk der Unvernunft ins Wanken kriegen könnten.

Als ich heute obigen Artikel im Tagi las und am Abend einen Bericht über dieselbe Betroffene in Schweiz Aktuell sah, durchlief ich mal wieder diese lustige Spirale. Ich wollte die Redaktion aufkläören, aber wie erkläre ich ihnen die wissenschaftlichen Fakten, wenn ein Blick in ICD/DSM ja reicht um zu wissen, was man schreiben muss. Wie kann ich informieren, wenn von offiziellster Stelle gelogen wird? Sie könnten sogar einen beliebigen Psychologen konsultieren und die Chance wär gross, dass der denselben Unfug verbreitet.

Es vergeht echt keine Diskussion, ohne dass mir früher oder später ebendiese Artikel von ICD/DSM um die Ohren gehauen werden – was in der Bibel steht muss wahr sein, da kannst Du Dinosaurerknochen anschleppen bis Du an Ermüdung stirbst, die Erde ist 6000 Jahre alt. das steht da geschrieben. Boah ey……. grrrrrr………

Ich könnte damit leben, als gestört zu gelten, wenn ich wirklich gestört wäre. Aber all die Forschungsresultate in den Fingern zu haben, faktisch den Indizienprozess um die Ursachen von Transsexualität bei Weitem zu gewinnen und trotzdem die Wahrnehmung nicht ändern zu können, das geht echt an die Substanz. Es macht so hilflos. Wenn diejenigen, die den Ball ins Rollen bringen müssten, resistent sind gegen jegliche wissenschaftlichen Fakten die ihren postulierten Dogmen widersprechen, dann können wir echt einpacken.

Da können wir uns auf der Strasse dumm und heiser reden, es ändert nichts daran, dass es von oben nach unten regnet – Ihr erinnert Euch, Newton, der Apfel und der ganze Gravitationsquatsch – und bei dem Gewitter, das über transsexuellen Menschen schwebt, ist das echt beschissen, wenn ich das mal so sagen darf – aber sowas von……..



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