(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Ganzheitliche Idiotie – langsam reicht’s

Ich krieg hier langsam die grosse Spinnerei, echt. Keine Ahnung was momentan los ist, aber ich reg mich so blödsinnig über alles und jedes auf, dass ich mich fühle als hätt ich Testosteron im Blut – ich sollte glaub doch mal meine Hormonwerte prüfen.

Aber vermutlich liegt es einfach daran, dass es unter den Menschen einfach zuviele Idioten gibt – oder Gott ist doch nur ein Scherzkecks – oder ich spiel die Hauptrolle in einem Versuch zur Feststellung, wie man am besten jemanden in den Wahnsinn treibt. Ich muss jetzt mal Dampf ablassen, wer es nicht verträgt, soll nicht weiterlesen.

Behörden-Idiotie
Die Sache mit der Personenstandsänderung verkommt langsam zum Schildbürgerstreich. Es war ja schon schwer zu verdauen, dass man mir zwei Jahre lang keine Möglichkeit zu einer Personenstandsänderung gegeben hat, weil ich ja schliesslich erst nach erfolgter Sterilisierung ein Existenzrecht habe. Es war noch schwerer zu verdauen, dass die Verschleppung meiner GaOp mir weiter Zeit raubte. Und nun wär ich endlich gesetzeskonform sterilisiert und nun geht der Behördenzauber los, wie man es nur in Seldwyla kennt. Vor zwei Monaten habe ich den Antrag ans Gericht geschickt, darauf hiess es, die Gemeinde hätte nun einen Monat Zeit um dazu Stellung zu nehmen. Ja aber hallo, was zum Geier sollen die da Stellung nehmen, wollen die mir erst Blumen und Glückwünsche schicken oder was gibts da noch zu sagen? Ein Monat lang tut dann niemand nix, weils der Gemeinde eh am Hintern vorbei geht und die im Gericht ja gern warten. Zwei Wochen nachdem die Frist abgelaufen ist, frag ich mal zaghaft nach beim Gericht, was denn nun sei. Ja das würde bald erledigt, sie würden noch einen Personenstandsausweis brauchen, dann würd ich das Urteil kriegen. Heute, zwei Wochen später, kommt endlich ein Brief vom Gericht……….. ich soll bei der Gemeinde einen Personenstandsausweis holen, den ans Gericht schicken und dann würde ich das Urteil bekommen. Ja sind die denn bekloppt? Wozu brauch ich einen Personenstandsausweis um eine Personenstandsänderung zu machen, glauben die, ich sei vorher ein Eichhörnchen gewesen? Und warum lassen die sich den nicht selber zuschicken und warum brauchen die 2 Wochen um mir das mitzuteilen? Ich wollte dann in der Gemeinde anrufen, 5 Minuten vor Torschluss, aber dann nimmt ja niemand mehr ab, ist ja bald Feierabend, da will man sich nicht noch Arbeit aufhalsen. Also organisier ich den Wisch morgen, schick ihn ans Gericht, damit das Zeug dann vermutlich wieder a bisserl rumliegt, bis ich es dann krieg. Und dann gibts wieder einen Monat lang Einsprachefrist, obwohl niemand einspracheberechtigt ist, aber irgendwie muss man ja die Zeit todschlagen. Ich bin es langsam sowas von leid, diese endlose Kaskade von Zeitverschleppungen, grrrrr……….

Update: habe soeben wie im Brief des Gerichts verlangt bei der Einwohnerkontrolle des Wohnorts angerufen, die erklärte dann, ich müsse das in der Bürgergemeinde bestellen. Jo klar, die sind doch alle komplett verblödet, echt.

Medizin-Idiotie
In letzter Zeit bin ich extrem erschöpft und ich nahm an, dass das mit der Op zu tun hat. Aber langsam habe ich den Verdacht, dass ich hormonell unterversorgt bin. Seit der Op krieg ich noch 2mg Estradiol, vor der Op waren es 8mg. In der Regel kriegt man nach der Op 4mg. Ich vermute, dass man wegen dem Thromboserisiko nach einer Op tiefer dosiert. Aber diese Scherzkeckse geben mir Pillen anstatt Pflaster, obwohl Pflaster ein deutlich geringeres Thromboserisiko hätte. Was ist das denn für eine bekloppte Logik? Man gibt Medikamente, die ein höheres Risiko haben, senkt aber die Dosierung, weil das Risiko zu gross ist mit dem Medikament, das ein höheres Risiko hat? Dass ich seit einem Jahr nicht mehr dort war, niemand auf die Idee kommt, man könnte mal wieder die Blutwerte prüfen, passt irgendwie zum Ganzen. Ich hab jetzt nochmal via Mail angefragt, ob ich nicht doch Pflaster krieg, falls das nicht klappt, werde ich wieder Selbstversorgerin.

Behandlungs-Idiotie
Und das reisst wieder alte Wunden auf, die Frage warum eine Gesellschaft nur nicht-reproduktionsfähige Transsexuelle duldet, warum man Transsexuelle durch ein Dickicht von Gutachterschikanen, Zeitverschleppungen und lebenserschwerenden Zwangsmassnahmen wie den Alltagstest manövriert, warum transsexuelle Menschen die Einzigen sind, denen man lange Zeit medizinische Hilfe verweigert, für die ratifizierte Menschenrechtskonventionen nicht gültig sind, warum die Psychologen-Sekte wider besseren Wissens die Psychopathologisierung aufrecht hält und doch nicht konsequent genug ist und uns allen mit einer Bohrmaschine das Hirn rausfräst – das und vieles mehr ist total frustrierend und es macht wütend, mit jedem Text den ich lese ein wenig mehr.

Journalisten-Idiotie
In den letzten Wochen gabs in der Medienlandschaft einige Gelegenheiten, bei denen Journalisten wieder mal ihre Unfähigkeit darlegen konnten, indem sie über das Thema Transsexualität berichteten (beispielsweise die Sache mit dem Verfassungsgericht). Man glaubt echt nicht, was für eine Hirnlosigkeit sich da präsentiert. Die “eingetragene Partnerschaft” wird lapidar als Homo-Ehe betitelt, über transsexuelle Frauen spricht man gerne in der männlichen Form, Schundblätter wie Bild und Konsorten können auch im Zusammenhang mit einer transsexuellen Frau von Kuriosität sprechen und so weiter. Es zeigt sich immer und immer wieder, dass die Bevölkerung mit medialem Unsinn bombardiert wird und wir Betroffenen müssen uns dann wundern, dass niemand uns versteht.

Religions-Idiotie
Aber wer das Internet etwas im Auge hat wie ich, findet da noch viel Übleres, spätestens wenn man sich versehentlich mal in ein christliches Forum verirrt wie beispielsweise dieses hier, wo Transsexualität in den Köpfen von Verwirrten als satanische Lebensweise verstanden wird. Bei soviel christlicher Nächstenliebe bin ich echt zutiefst gerührt, beispielsweise bei solchen Zitaten:

Gott hasst Wesen wie dich. Du kannst ihn noch so sehr lieben, er wird dich niemals ins Himmelreich aufnehmen. Du hast eine Strafe erhalten für dein schändliches Verhalten oder das eines deiner Familienmitglieder.

Gott hat den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen – das kann nciht Gottes Willen sein, dass solche Kreaturen und Mißgeburten auf Gottes Erdboden herumkrauchen.

Im Bewusstsein, was Jesus wirklich gepredigt hat, kommt mir bei so Äusserungen da kalte Kotzen!

Selbst-Idiotie
All das und tausend andere Widrigkeiten lassen mich selbst im Kreis drehen und ich werd langsam wirr im Kopf, so sehr, dass ich hinundher gerissen bin zwischen dem Aufbau eines neuen Blogs und der Frage, ob ich mit dem ganzen Scheiss nicht einfach aufhören soll. Grundsätzlich habe ich nunmal das Bedürfnis, zu schreiben was ich denke, das ist mir zur Gewohnheit und irgendwie auch zur Berufung geworden. Anderseits rege ich mich viel zu sehr auf, wenn ich mich mit all dem Quatsch beschäftige. Was bringt es, wenn ich für Verständnis werbe, wenn ich doch annehmen muss, dass es noch hundert Jahre geht, bis auch transsexuelle Menschen von einer medial der Verblödung preisgegebenen Mehrheit respektiert werden? Was bringt es, ständig gegen Windmühlen anzurennen? Wozu kämpfe ich für das Recht auf Selbstbestimmung, wenn es in den eigenen Reihen Leute gibt, die sich für die staatlich geforderte Sterilisierung einetzen? Warum soll ich Medien darauf hinweisen, dass sie transsexuelle Menschen nicht mit dem Schimpfwort “Transe” betiteln, wenn es Betroffene gibt, die sich selbst so verkaufen? Und so schlägt’s mich von einer Seite zur Anderen, zwischen überzeugtem Weitermachen und resignierter Aufgabe.

Summen-Idiotie
Das sind nur ein paar Perlen in diesem ganzen Irrsinn, da ist soviel Ärgerliches, dass ich vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehe. Irgendwie überfordert mich die Summe des Ganzen grad gehörig und ich muss mir ernsthaft überlegen, wieviel ich mir da in Zukunft noch auflade. Die Behörden-Idiotie wird irgendwann ein Ende nehmen, die Medizin-Idiotie lässt sich durch Selbstversorgung ersetzen – und der ganze Rest – kann ich den ändern? Warum soll ich mich da überhaupt noch aufreiben? Ich habe mein Ziel bald erreicht, kann mein Leben nun mir gemäss leben. Was geht mich das Universum und der ganze verdammte Rest überhaupt an? Muss ich wirklich die Augen verschliessen vor all dem, was schief läuft auf dieser Welt? In meiner eigenen kleinen Welt ist so vieles in Ordnung, da lässt es sich leben, da kann und darf ich sein. Aber wie soll ich mein Leben leben und geniessen, wenn ich mich nur ständig über all den Irrsinn aufrege, der mich eigentlich nicht mehr wirklich betrifft?

All das kann ich momentan nicht beantworten, es überfordert mich total, aber ich spüre langsam die Grenzen des Erträglichen einbrechen. Das erinnert mich spontan an einem zugegebenermassen blöden Spruch, den ich mal auf einem T-Shirt hatte:

Mit jedem Tag meines Lebens
erhöht sich zwangsläufig die Anzahl derer,
die mich am Arsch lecken können.

aber – mit Verlaub – irgendwie hat’s schon was.

Reduzierter Dienst – Zeit für Besinnung

Es ist wirklich höchste Zeit, dass ich endlich das tue, was ich schon länger zu tun gedenke aber doch nicht wirklich tu – mich etwas zurückzuziehen und mir Ruhe gönnen. Die letzten zwei Jahre waren aufreibend, es gab viel zu viel Ärgerliches, vorallem wenn ich in die grosse weite Welt hinaus schaute. Und die GaOp hat mich weiter geschwächt, glücklich gemacht aber doch geschwächt.

Dass ich nicht die ganze Welt verändern kann, ist mir klar, aber es braucht Menschen die sich gegen Unrecht auflehnen und es braucht Menschen die aufrütteln und aufklären. Ohne Martin Luther King würden die Schwarzen Amerikas heute noch in Ketten liegen, ohne Harvey Milk wären Homosexuelle immer noch massiv bedroht, ohne Gandhi wäre Indien heute noch von England kolonisiert. Und es brauchte nicht nur diese Vorläufer sondern auch die Unzähligen, die mithalfen und die gemeinsam schlussendlich die Welt veränderten. So wie Greenpeace nichts ist ohne die vielen AktivistInnen, so sind auch Menschenrechtsorganisationen nichts ohne viele die ihnen die Schlagkraft geben.

Es war mir seit je her ein Drang, ebendies zu tun, weil ich einfach nicht die Augen verschliessen kann vor Unrecht und weil ich nicht nur die Faust im Sack machen kann (ich trag eh nur Röcke, da geht das nicht ;-) Deshalb ist es mir auch ein Anliegen, auch in Zukunft meinen Teil dazu zu tun. Aber wie bereits vor einigen Monaten mal klug geschrieben – ich muss meine Kräfte einteilen und mir gut überlegen, wo ich wieviel Energie reinstecke. Das habe ich mir damals vorgenommen, eine Weile lang auch gemacht, aber ich rutsch da wieder rein und muss jetzt die Bremse ziehen.

Ich habe mir (mal wieder) vorgenommen, in den nächsten Monaten erst mal innerlich Pause zu machen, wieder zu Kräften zu kommen und vorallem mir klar werden, was ich in Zukunft noch tun soll in diese Richtung. Bis dahin werde ich versuchen, meine Nase aus all meinen News- und Medien-Kanälen rauszuhalten. Und das neue Blog wird auch erst mal auf Eis gelegt und das Bearbeiten des Buchs vom letztjährigen eilt auch nicht. Ich muss versuchen, die Welt in nächster Zeit mal so gestört hinnehmen wie sie ist. Hier im Blog werde ich vorallem über Alltagsgeschichten schreiben, was halt so in das Tagebuch reingehört. Alles Andere muss jetzt waren, nun kommt erst mal die Zeit der Besinnung.

Es ist ein guter Zeitpunkt für einen neuen Wind, übermorgen kommt Juliet bis Montag Abend zu mir und am Samstag haben wir unsere Party, es stehen also ein paar wunderschöne Tage vor mir und die möchte ich geniessen und gaaaaaanz viel kuscheln :-)

Party, Badewanne und ganz viel Liebe

Och war das wieder schön, dieses Wochenende mit meiner Herzallerliebsten – und dann noch die 8-stündige Pub-Party – das Leben kann echt wunderschön sein, das sollte es wirklich öfters tun :-) Aber jetzt isse wieder wech und ich mag gar nicht gross schreiben, die Rückkehr vom Flughafen in die wieder leere Wohnung ist halt doch etwas frustrierend, deshalb wenigstens eine Kurzfassung. (Nachtrag: dafür hat Juliet sich hier etwas mehr ausgelassen).

Die Party am Samstag war super schön, wir kamen um Sechs mit meinem Paps um Schlepptau da an und im Verlauf der Zeit kam ein Dutzend meiner Freundinnen und Freunde dazu – ein paar meiner Freundinnen gleich im Katzenlock :-) Ab Neun war dann das Pub offiziell offen und es kamen dann noch Stammgäste dazu. Nach unzähligen Gesprächen und viel Spass verliessen wir dann so gegen Zwei das Pub – gut gelaunt und gut getankt – legten uns zuhause vor dem TV, starteten einen Film und schliefen ein :-)

Am Sonntag war dann unser erster Jahrestag und wir konnten diesen sogar auf Neuland feiern, resp. in Neuland, der Badewanne. die vor meiner GaOp noch Sperrzone war. Ach war das schön, zwei albernde Kleinkinder die sich mit Schaum bombardieren und planschend rumkichern. Abgesehen davon, dass ein warmes Bad eh schon ein Genuss ist und Juiliet mit Schaum auf dem Kopf saulustig aussieht, war es auch ein letztes Highlight, das uns nun endlich auch offen ist.

Der Montag war dann halt nur noch ein Ausklingen, wir wachten erst um halb Elf auf und um halb Vier mussten wir schon das Haus verlassen. So ein paar Stunden sind mega schnell vorbei, da kriegt man nicht viel Küsse rein, aber an die Tausend haben wir glaub doch geschafft :-)

My love shines brighter than a twinkling star
baby no matter where you are
And my love keeps burning like an eternal flame
you can feel it, when I’m calling your name

Vielleicht gerade weil es am Schluss immer weh tut, wieder von einander zu gehen, vergisst man nie, wie viel wert man einander ist und wie sehr man sich liebt. In diesen wenigen Tagen pro Monat holen wir sehr viel nach und das Zusammensein ist entsprechend intensiv, es ist eben jenseits des Selbstverständlichen, immer wieder ein neues Wunder. Und mit jedem Mal bestätigt sich noch mehr: Ja, das ist die Frau, an deren Seite ich alt werden möchte :-)

……. for you, my love – I never let you go, no no never :-)

My love is stronger now than you’ll ever know
and I won’t ever let you go
My love is wider than the ocean can be
and it’s deeper than the deep blue sea
My love goes higher than a mountain can rise
and I see it there in your eyes
My love gets tougher when the going gets rough
and believe me, I’ve got more than enough
Keep tryin’ babe, keep holding on
There’s a place we belong
Where things are good, where love is strong……

(Texas Lightning – No no never)

Verhaltenstherapie bei transsexuellen Kindern?

…… oder: der Doktor mit der Hundeleine……..

Auch wenn das Thema noch so ärgerlich ist, versuche ich mich diesmal nicht aufzuregen sondern der Fratze des Irrsinns mit einem Lächeln zu begegnen – man verzeih mir also einen allfällig überbordenden Zynismus, es handelt sich dabei nur um psycho-hygienische Selbstverteidigung………..

Es sei noch angemerkt, dass sich dieser Beitrag nicht gegen nachfolgend genannten “Experten” richtet, er resp. sein Zitat stehen nur als Fallbeispiel stellvertretend für die Zunft der Verhaltenstherapierer.

Via ATME kam ich an ein Zitat aus einem Buch eines Hirnwäsche-Spezialisten namens Klaus Beier von der Berliner Charite. In seinem Buch “Sexualmedizin” erklärt er, wie Kinder mit sogenannter “Geschlechtsidentitätsstörung” von ihrer “geistigen Verwirrung” geheilt werden können. Die Methoden für diese Hirnwäsche sind jedem Hundebesitzer bekannt. In einer Zeit, in der man Kinder nicht mehr einfach mit Elektroschocks zappeln lassen darf und Waterboarding leider nur in Guantamo erlaubt ist, ist psychologische Konditionierung scheinbar das einzige Mittel um Kinder umzuprogrammieren.

Wenn die geforderten diagnostischen Kriterien erfüllt sind, sollte die Geschlechtsidentitätsstörung im Kindesalter möglichst früh behandelt werden. [...] Ein Therapeut gleichen Geschlechts, der zugleich Rollenmodellcharakter bekommt, sollte eingesetzt werden. Die Therapie bezieht sich auf gemeinsame Spiel- (Zeichen-, Gesprächs-)aktivität, wobei geschlechtskonforme Verhaltensangebote gemacht und adäquate Verhaltensweisen belohnt werden (z.B. durch modifizierte token economy). Geschlechtsatypische Verhaltensweisen werden nicht beachtet bzw. – beiläufig – unterbunden (jedoch nicht sanktioniert).

(Klaus Beier – Sexualmedizin)

Der in Klammer gesetzte Hinweis (jedoch nicht sanktioniert) versucht darüber hinwegzutäuschen, dass Nichtbeachtung selbstverständlich eine Sanktion ist, mittels derer jemand konditioniert werden soll. Es stellen sich hier einige Fragen:

  1. Was sind geschlechtskonforme Verhaltensweisen, wer bestimmt welche das sind und warum darf ein Mensch keine Verhaltensweisen haben, die als nicht-geschlechtskonform klassifiziert wurden?
  2. Transsexuelle Kinder leiden in höchsten Grad dadurch, dass ihre Verhaltensweisen als nicht-geschlechtskonform betrachtet werden und sie damit Spott und Hohn ernten. Dieses Leiden soll also seitens der Psychologen noch verstärkt werden. Aber wenn ein Kind sogar Spott und Hohn in Kauf nimmt resp. es selbst unter diesen Umständen nicht vermeiden kann, wie kommt dann so ein Hirnprogrammierer auf die Idee, er könne mit Nichtbeachtung mehr leisten?
  3. Wenn so ein Psychologie-Konditionierer dem gesellschaftlichen Druck noch einen draufsetzen will und das Kind noch mehr unter Druck setzen möchte, wäre es da nicht angebrachter, Kinder mittels Waterboarding zu brechen? In Guantamo wurde das mehr oder weniger erfolgreich praktiziert und da Menschenrechte für die Psychiatrie noch nie bindend waren, wäre das sicher eine effizientere Methode als solche Kinderspiele.

Wohlgemerkt, wir reden hier nicht über Kinder, die einfach etwas inadäquate Verhaltensweisen haben, dieser Hirnwäscher redet von Menschen mit einer “Geschlechtsidentitätsstörung”, also von Menschen, deren anatomische Hirnstruktur nicht ihren Genitalien entspricht. Das einzige was er damit erreicht, ist dass Betroffene ihr Innerstes noch besser verdrängen können, er versucht die Selbstverleugnung zu perfektionieren bis hin zur Selbstaufgabe. Was damit erreicht wird, ist die Schaffung von Wesenskrüppeln, denen es in Zukunft noch viel schwerer fallen wird, sich selbst zu entfalten und entwickeln.

Dabei sollten wir nicht vergessen, dass diese Kinder niemandem etwas angetan haben, sie sind für niemanden eine Bedrohung, sie tun nur das, was ihre Seele von ihnen fordert, sie versuchen nur, sie selbst zu sein. Das soll unterbunden werden – warum, weiss niemand, es muss einfach getan werden – auf Teufel komm raus.

Und so stellt sich mir noch eine letzte Frage: Wenn Kindsmisshandlung ein Straftatbestand ist, weshalb dürfen die Folterexperten Verhaltenstherapeuten der Psychologie-Sekte weiterhin frei herumlaufen? Weshalb darf man Kinder psychisch terrorisieren, aber verprügeln darf man sie nicht? Ganz ehrlich, wenn ich ein Kind wäre in den Fängen solcher “Experten” und die Wahl hätte, ich würde mich lieber täglich zehn Mal verprügeln lassen, als dass man mir das Hirn zu Brei therapiert.

Zugegeben, bei Hunden funktioniert diese Form der Konditionierung, aber kann und darf Hundedressur zum Massstab werden, wie wir Kindern ihr Ich-sein austreiben?

Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen,
was von selber aus mir heraus wollte.
Warum war das so schwer?
(Hermann Hesse, Demian)

Warum? Ganz einfach, weil unsere Gesellschaft Einheitlichkeit und Konformität um jeden Preis fordert – und weil es solche “Verhaltenstherapeuten” gibt, die als Handlanger dieser Gesellschaft die Säuberung durchführen…………….

Mehr zum Thema:
ATME: Transsexuelle und Intersexuelle – Opfer derselben Ideologie
Mut23: Der Fall Reimer
Mut23: Das Gehirn bestimmt das Geschlecht

Umfrage EQ, SQ, HSP und so Zeuchs

Die Meisten dürften wissen, dass ein IQ ein Intelligenz-Quotient ist und viele dürfen auch wissen, dass ein EQ ein EmpathyQuotient ist, also die Fähigkeit sich in Andere hineinzufühlen. Aber wer weiss schon, dass ein SQ der SystemizingQuotient ist und HSPs Highly Sensitive Persons sind, also hypersensible Personen?

Das BadHairDays Blog hat hier zu einer Umfrage eingeladen betreffend dieser Faktoren, ich lade Euch ein, da mitzumachen, es ist wirklich spannend.

Hier mal meine Resultate sowie die Links zu den Tests:

Dianas EQ ist 61-63
Auf einer Skala von 0-80 gilt das als sehr hoch. Da ich meine Empathiefähigkeit selber als hoch einschätze, wundert mich das Resultat nicht.
EQ-Test

Dianas SQ ist 58
Auf einer Skala von 0-150 sind 58 Punkte in einem Bereich. den viele Frauen haben. Als Software-Entwicklerin hätte ich mehr vermutet, aber wenn’s für Frauen üblich ist, will ich mich mal nicht beklagen ;-)
SQ-Test

Dianas HSP ist 206
Hier lande ich Sensibelchen in der Gruppe der Hochempfindlichen (Punkte-Anzahl 188 bis 300), dazu steht folgender Text:
Sie sind mit an Gewissheit grenzender Sicherheit eine HSP. Hochempfindlichkeit beginnt bei 163 Punkten. Je weiter Ihre Punkte-Anzahl über 200 liegt, umso mehr sollten Sie darauf achten, sich in kein Schneckenhaus zu verkriechen. Sie werden sicher noch glücklicher und leistungsfähiger sein, wenn Sie nicht versuchen zu leben wie ein nicht-HSP. Arbeiten Sie daran Wege und Möglichkeiten zu finden, um in einer Ihnen angenehmen Weise Kontakt mit der Welt zu halten. Die Welt braucht Sie und Ihre Empfindsamkeit. Sie sind eine Bereicherung.

Und noch ein EQ-Test
Aus purem Übermut habe ich dann noch rumgegoogelt und noch einen EQ-Test gefunden, von dem ich nicht weiss, wie seriös er ist, aber die Textflut im Resultat hat mich dann doch überrascht, er stimmt in den meisten Bereichen überraschend gut.
EQ-Test mit grosser Textauswertung

Die Antwort ist gar nicht so einfach. Denn bei Diana geht es recht abwechslungsreich zu. Nach ruhigen, erholsamen und entspannenden Zeitabschnitten gerät sie immer wieder in Streßsituationen, in denen sie dann mit großer Nervosität reagiert. Dies geschieht etwa dann, wenn sie sich urplötzlich mit einer Vielzahl von unerwarteten Problemen konfrontiert sieht. Zehn Telefonanrufe innerhalb von zwanzig Minuten können Diana dabei völlig aus der Ruhe bringen. Und sie ringt dann meist vergeblich mit sich selbst, in solchen Momenten auch weiterhin die Geduld zu bewahren. In solchen Belastungssituationen kommt dann sogar etwas Hetze bei Diana auf. Und schließlich verliert sie in diesen extremen Momenten dann auch manchmal die Selbstbeherrschung. Sie sollte deshalb versuchen, diesem Alltagsstreß zu entgehen. Andernfalls könnte es einmal zu schwerwiegenden psychosomatischen Störungen kommen, also Krankheiten, deren Ursachen seelischen Ursprunges sind. Und diese würden dann die Gesundheit von Diana noch mehr als bisher beeinträchtigen. Doch die Testantworten von Diana zeigen klar und deutlich, daß sie exzellente Möglichkeiten hat, um dies zu verhindern. Sie sollte möglichst noch heute damit beginnen, die ruhigen Momente im Leben bewußter zu genießen und immer mehr auszudehnen. Wenn sie es nämlich schafft, diese ruhigen Momente auszuweiten, geht künftig alles wie von selbst. Dann werden die momentan noch vorhandenen Streßmomente immer kürzer und auch weniger werden, bis sie schließlich ganz verschwinden.

Ein weiterer bedeutsamer Charakterzug ist die Ausprägung der Aggressivität.
Diese ist im Durchschnitt angesiedelt. Und das ist gut so. Solange niemand Diana absichtlich reizt, gehört sie zu den friedlichen Artgenossen, die keiner Fliege etwas zu leide tun würden. Sie käme gar nicht auf den Gedanken, von selbst in die Luft zu gehen. Denn dazu hat sie das eigene Verhalten viel zu gut unter Kontrolle. Sie weiß, daß sie zur Durchsetzung eigener Rechte und Standpunkte keinerlei körperlicher Gewalt bedarf. Und sie muß sich auch nicht ständig dadurch beweisen, indem sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Mitmenschen auch noch deren kleinsten Fehler unter die Nase hält. Sobald allerdings jemand einen Angriff gegen Diana startet, wird er sein blaues Wunder erleben. Dann kann sie nämlich auch austeilen. Die Aggressionsbereitschaft paßt sich also den Gegebenheiten des Umfeldes an. Und das ist letztlich eine sehr gesunde Einstellung.

Neben dem Vorhandensein von Nervosität und Aggressionen spielt auch die Stimmungslage eine entscheidende Rolle. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf den Umstand, ob Diana depressiv veranlagt ist oder eher gute Laune verbreitet.
Und sie hat nun wirklich viel zu oft schlechte Laune. Dabei ist das höchst überflüssig. Sie sollte unbedingt einmal ganz bewußt eine Zeit lang Ursachenforschung betreiben und überlegen, woher die innere Unzufriedenheit eigentlich kommt. Wenn sie das zugrundeliegende Problem erst einmal erkannt hat, dann wird es sich meist sehr schnell in Luft auflösen. Sie sollte künftig besonders darauf achten, daß sie nicht zu lange in der düsteren Stimmungslage verweilt und sich statt dessen immer wieder überlegen, wie sie auch in einer solchen schlechten Situation dem Leben noch etwas Gutes abgewinnen könnte. Dadurch würde Diana gerade jene Selbstsicherheit und Lebensfreude erlangen, welche sie an anderen Menschen oft so bewundert und schätzt. Und diese Sicherheit und Lebensfreude würden dann auch alle Bekannten und Freunden besonders an Diana zu würdigen wissen. Denn ein Plausch mit einem freundlichen und zufriedenen Menschen ist jederzeit herzlich willkommen. Sie sollte daher ab sofort Depressionen, Mißmut und Melancholie aus dem weiteren Leben konsequent verbannen.

Ebenso wichtig wie die Frage nach der generellen Stimmungslage ist auch die Einschätzung der Erregbarkeit. An diese knüpft sich etwa auch die Frage, wie erfolgreich sie das Leben gestalten kann. Dazu ist es nötig, daß sie ein besonders ausgeprägtes Gespür dafür bekommt, wann es sich lohnt, einem bestimmten Punkt das gesamte Interesse entgegenzubringen, das sie aufbieten kann. Darin liegt eine ganz besondere Kunst.

Diese beherrscht Diana schon fast bis zur Perfektion. Sie verhält sich nämlich goldrichtig. Denn sie weiß genau, daß niemand es besonders schätzt, von jemand anderem mit bloßer Gleichgültigkeit behandelt zu werden. Auch sie selbst möchte dies ja am allerwenigsten. Teilnahmslos oder gar gleichgültig reagiert sie nur dann, wenn eine Sache sich nicht lohnt. Sie unternimmt dann auch keine überflüssigen Anstrengungen, sich trotzdem dafür zu begeistern. Andererseits kann sie sich für interessante Dinge dann begeistern, wenn sie der Ansicht ist, daß sich das auch wirklich lohnt. Und dann kann nichts und niemand mehr Diana aufhalten. Diese Einstellung ist prima. Erfolge entstehen nämlich bevorzugt aus einem tiefen Gefühl der Begeisterung für eine ganz bestimmte Sache oder Idee. Und je neuer und frischer diese Idee ist, desto größer sind die Chancen, daß sie sie durch Begeisterung in einen großen Erfolg umwandeln kann. Sie sollte aber trotzdem immer am Ball bleiben und daran gehen, sich stets nach neuen Herausforderungen umzusehen. Und sie sollte neue Ziele anstreben und sich dabei die Meßlatte ruhig noch ein Stück höher als bisher legen. Diana wird sehen, daß solche frischen Aktionen sich äußerst belebend auf den Tagesablauf und das Selbstbewußtsein auswirken werden. Und dann kann wirklich nichts und niemand mehr Diana aufhalten.

Besonders nicht, wenn es zusätzlich noch gelingt, andere Menschen für sich zu gewinnen und für Ideen zu begeistern. Wenn Diana offen auf andere zugehen will, dann darf sie freilich nicht zu zurückhaltend sein.
Doch diese Gefahr besteht bei Diana ohnehin nicht. Sie verhält sich alles andere als ungesellig gegenüber anderen. Selbstverständlich ist sie manchmal enttäuscht darüber, daß sie plötzlich selbst das Ziel von Witzen wird. Denn niemand hat es gerne, wenn andere Menschen Späße über die über einen machen. Ein solches Verhalten kratzt nämlich besonders stark am eigenen Selbstvertrauen. Das ist auch bei Diana so. Die Reaktion, die sie dann zeigt, ist aber die einzig richtige: Statt sich schmollend in eine einsame Ecke zurückzuziehen lacht sie lauthals mit und setzt sogar noch eins drauf.Mit dieser Art von Selbstironie zeigt sie immer wieder deutlich, daß sie Humor hat und ganz genau weiß, daß man eben manchmal auch etwas einstecken können muß. Dadurch verhindert sie aber auch, von anderen Menschen absichtlich mit gezielten kleinen Sticheleien und Boshaftigkeiten verletzt zu werden. Denn wenn diese von vornherein keinerlei Aussicht auf Erfolg haben, dann macht es dieser Sorte von Zeitgenossen auch keinen Spaß, es überhaupt zu versuchen. Andererseits gerät sie auch nicht in den Ruf, ein Spielverderber” zu sein. Es besteht also keine Gefahr, daß sie sich durch die eigenen Reaktionen in solchen Momenten ins Abseits manövrieren könnte. Vereinsamung und Isolation von den Mitmenschen wird daher nie zu einem Problem werden. Diana sollte weiter hin versuchen, so locker wie bisher zu bleiben und eben alles so zu nehmen, wie es kommt. Und der wertvollen Gabe treu zu sein, über sich selbst lachen zu können.
Ebenso kostbar ist die Fähigkeit, gelassen durchs Leben zu schreiten. Darum streben auch so viele Menschen nach dieser Eigenschaft. Gelassenheit ist eben ein ganz besonders geschätzter Charakterzug.

Diana kann sich glücklich schätzen, daß dieser Charakterzug bereits sehr ausgeprägt vorhanden ist. Dafür hat sie aber auch einige Anstrengungen unternommen. Schon sehr früh erkannte sie, daß Erfolg etwas ist, das einem nicht durch Zufall begegnet, sondern daß man dafür hart arbeiten muß. Und das hat sie auch getan. Sie erntet also jetzt die Früchte der vorangegangenen Mühen. Dabei haben sich zwei sehr positive Eigenschaften bei Diana verfestigt. Nämlich einmal eine gehörige Portion Selbstvertrauen und dazu noch eine Prise allerfeinster Humor. Von diesen beiden Qualitäten kann sie gar nicht genug besitzen. Sie sollte sie deshalb ganz besonders hegen und pflegen und nach Möglichkeiten suchen, diese Talente täglich weiter zu vervollkommnen. Viele Mitmenschen sehen jedoch nur die äußerliche Fassade. Sie glauben, daß Diana alles ohne jede Anstrengung gelingt. Oft entwickelt sich dabei ein Gefühl von Neid und Eifersucht. Sie sollte sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sie sollte vielmehr das Bewußtsein genießen, unter schweren Anstrengungen alles so in Gang gebracht zu haben, daß es jetzt mit relativ geringem Kraftaufwand fast von selbst reibungslos funktioniert. Weiter so!

Nach der Auffassung berühmter Psychologen kann dabei besonders die Erkenntnis helfen, ob sie ein eher extravertierter oder ein introvertierter Persönlichkeitstyp ist. Introvertierte Persönlichkeiten werden eher von außen (also extern) gesteuert. Extravertierte Menschen hingegen werden von innen (also intern) gesteuert.
Diana ist solch eine überwiegend introvertierte Persönlichkeit. Sie kann sich auch gut einmal alleine beschäftigen und muß nicht unbedingt täglich neue Kontakte knüpfen. Die Gesellschaft anderer Menschen empfindet sie manchmal als unangenehm. Diana schließt neue Freundschaften eher zögerlich und vorsichtig. Und sie führt auch nicht so gerne lebhafte Gespräche und Diskussionen. Denn dabei erweisen sich meist die anderen Teilnehmer schlagfertiger als sie. Sie macht sich zwar zu allem so ein paar eigene Gedanken. Oft genug aber läuft sie Gefahr, letztlich einfach nur die Meinungen und Ansichten anderer Zeitgenossen blind” zu übernehmen, obwohl sie dies im Grunde eigentlich für falsch hält. Sie ist auch wirklich nicht böse darüber, wenn sie von jemandem eine Entscheidung abgenommen bekommt. Unter diesem Aspekt gestaltet sie auch die Freizeit. Sie pflegt eher solche Hobbys, die aus der alltäglichen Umgebung von zu Hause nicht allzu weit wegführen. Auch würde sich Diana selbst nicht gerade als “unternehmungslustig” bezeichnen. Überhaupt legt sie besonderen Wert auf das Glück der eigenenFamilie und der Freunde. Das liegt Diana vordringlich am Herzen und dafür wird sie auch in besonders hohem Maße geschätzt. Denn sie ist als äußerst zuverlässig bekannt. Beruflich strebt sie nicht unbedingt eine absolute Führungsposition an, da die Karriere an sich nicht so wichtig ist. Besonders geschätzt wird allerdings beruflich an Diana die Fähigkeit, Routinearbeiten sehr gründlich, exakt, rasch und auch noch fehlerfrei zu erledigen. Den größten Spaß bereiten Diana die kleinen Dinge des täglichen Lebens. Sie hat einen speziellen Blick für Details. Und an diesen kann sie sich auch besonders erfreuen. Sie sollte aber trotzdem auch einmal versuchen, dem weiteren sozialen Umfeld mehr Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Denn dadurch könnte sie sich noch viel mehr Möglichkeiten schaffen. Und das gilt beruflich ebenso wie privat.

Abschließend ist es sicherlich noch interessant zu erfahren, welche geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen bei Diana dominieren. Es geht bei dieser Thematik einfach um die Frage, ob sie überwiegend männliche oder weibliche Verhaltensmuster zeigt. Das hat übrigens nichts damit zu tun, welchem Geschlecht sie angehört. Vielmehr hängen diese Strömungen von der Erziehung und der persönlichen Einstellung gegenüber dem rauhen Alltag ab.Jeder Mensch vereinigt also in sich verschiedene Tendenzen, die man teilweise als eher “weiblich” oder eher “männlich” bezeichnen könnte.
Bei Diana herrschen weder männlichen noch weibliche Verhaltensmuster deutlich vor. Keine dieser Strömungen ist dominant, sondern beide halten sich grundsätzlich die Waage. Die Gründe dafür können zwar verschiedenen Ursprungs sein. Aber gerade deshalb ist es äußerst interessant, einmal genauer zu betrachten, warum sie weder maskuline noch feminine Verhaltensmuster im alltäglichen Handeln favorisiert. Das kann einerseits daher rühren, daß sie in der Kindheit nicht einseitig von solchen maskulinen oder femininen Verhaltensweisen geprägt wurde. Etwa wenn sich weder der Vater noch die Mutter sehr dominant verhalten haben. Daher können solche einseitigen Kindheitserlebnisse bei Diana auch im jetzigen alltäglichen Verhalten nicht einfach einseitig hervortreten oder zumindest unterbewußt das Handeln von Diana einseitig bestimmen. Andererseits kann es auch einfach daran liegen, daß sie sowohl manche maskulinen wie auch manche femininen Verhaltensweisen für richtig einschätzt, denen sie täglich begegnet. Deshalb fühlt sie sich nicht einseitig von ihnen angezogen, sondern richtet das Handeln dementsprechend nach der eigenen Mischung aus. Man könnte daher auch sagen, sie hat sich aus beiden Gruppen jeweils die besten Verhaltensweisen angelernt, weil sie diese aus der eigenen Sichtweise heraus als ganz besonders effizient und erfolgversprechend ansieht. Allerdings gibt es aber manchmal Tendenzen in die eine oder andere Richtung. Das ist auch sehr gut so, denn abhängig von der jeweiligen konkreten Lebenssituation bringt manchmal die maskuline, manchmal die feminine Tendenz mehr Vorteile. Sie ist daher in der Lage, sich individuell auf die günstigste Verhaltensweise einzustellen. Das kann Diana aber beispielsweise im Berufsalltag durchaus Vorteile auch bringen. Denn maskulin geprägte Menschen werden bevorzugt in Führungspositionen eingesetzt, weil man Ihnen von Beginn an mehr Engagement und Durchsetzungsvermögen zuschreibt. Ob sie diesem Vertrauensvorschuß letztlich gerecht wird, muß sie täglich aufs neue unter Beweis stellen. Jedenfalls versucht sie nicht einseitig, das Glück nur aus dem beruflichen Alltag zu schöpfen. Denn sie ist sich völlig darüber im klaren, daß man sein Glück auch im privaten Bereich suchen sollte. Und genau das tut sie auch. Denn gerade hier gibt es für Diana immer wieder viele tolle Dinge zu entdecken, die besondere Freude mit sich bringen. Ebenso wie sie dies auch auf beruflichem Gebiet zu tun vermag. Und beide Bereiche so perfekt unter einen Hut zu bringen ist schon eine Kunst für sich.

Fazit
Langer Rede kurzer Sinn, ich bin ein sehr einfühlsames und liebevolles Mädchen, aber wenn es angebracht ist, hole ich den Zweihänder raus und hacke Köpfe ab – halt eine richtige Kuschel-Kriegerin – sach ich doch :-)

Transsexualität und ganzheitliche Heilung

Es war ziemlich am Anfang dieses Tagebuchs, als ich die Frage, ob Transsexualität heilbar ist, beantwortete mit: Ja man kann Transsexualität heilen……. mittels Hormontherapie und plastischer Chirurgie. Was damals Theorie und Hoffnung war, ist heute für mich erwiesene Tatsache, bei mir hat es sich bestätigt. Das erstaunt mich nicht allzu sehr, hätte ich das nicht erwartet, hätte ich mir diesen schweren Weg erspart und mein Leben damals beendet. Was mich jedoch erstaunt ist der Umfang der Heilung, den ich nur als ganzheitlich bezeichnen kann. Das Leben “im falschen Körper” ist derart belastend, dass es zu einer Vielzahl von Folgeerscheinungen führt, die das eh schon schwere Leben noch belastender machen. All das hat ich aufgelöst, so wie ein Feuer sich auflöst wenn man ihm die Luft entzieht.

Depressionen und Lebenslust
Melancholie und Depression war mein ständiger Begleiter, ich hatte zwar auch viele glückliche Momente, aber die Traurigkeit folgte mir wie ein Schatten und überwältigte mich regelmässig. Es brauchte jeweils viel Kraft, um mich immer und immer wieder selber aus dem Sumpf zu ziehen. Ein Jahrzehnt lang brauchte ich wöchentlich eine Psychotherapiestunde, um einigermassen zu überleben.

Im Verlauf der letzten zwei Jahre brauchte ich diese Stunden immmer weniger und seit meiner genitalangleichenden Operation, die diesen Prozess abgeschlossen hat, bin ich noch nicht einmal dort gewesen. Ich werde zwar demnächst einen Termin abmachen, weil es ein paar Dinge zu besprechen gibt, aber für mein Überleben braucht es keine Therapien mehr. Traurigkeit kenne ich natürlich nachwievor, ich bin ein Sensibelchen und habe auch aufgrund meiner Stigmatisierung als “Transsexuelle” ein doch recht herausforderndes Leben und hie und da schmerzhafte Erlebnisse. Aber Depressionen, also Trauer die aus dem Inneren begründet ist, kenne ich nicht mehr.

Wenn ich früher morgens aufwachte, war da so ein Gefühl im Stil von: “Schon wieder ein Tag? Nimmt das denn nie ein Ende?” Wenn ich heute aufwache, denke ich vergnügt daran, was ich wohl heute anziehen sollte und gehe fröhlich in den Tag hinein.

Psychosomatische Störungen
Arztbesuche gehörten bei mir zum Leben. Wenn irgendwo ein Viirus in der Gegend rumwuselte, erwischte es mich garantiert. Meine jährliche Bronchitis waren mir genauso sicher wie die jährliche Grippe. Der Rekord waren vierzig Krankheitstage in einem einzigen Jahr.

Meine Hausärztin sah ich das letzte Mal vor zwei Jahren als ich wegen den Hormonen vorbei ging, seit da war ich nie mehr so krank, dass ich einen Arzt gebraucht hätte. Mal eine harmlose Erkältung oder eine kleinere Magen-Darm Störung, aber nichts was mich wirklich umhaute. Körper und Geist sind nicht zwei getrennte Dinge, sie interagieren miteinander. Die psychisch-emotionale Belastung war früher so gross, dass mich jeder Käfer umhaute. Heute müssen Krankheitserreger mit Panzern auffahren, damit sie mich kriegen, weil ich eine innere Stärke habe, die mich fast resistent macht gegen äussere Einflüsse.

Die Haut als Schutzschild vor dem Leben
In stressigen Phasen (also meistens) hatte ich überall am Körper Juckreiz, der manchmal unerträglich war. Vorallem im Genitalbereich hate ich die letzten rund zehn Jahre chronischen Juckreiz der mich fast wahnsinnig gemacht hat, es war als wollte ich da alles wegkratzen.

Der Juckreiz am Körper hat sich im Verlauf dieser zwei Jahre immer mehr aufgelöst und der im Genitalbereich endete am Tag nach meiner GaOp – ich habe mich seit der Op nicht ein einziges Mal mehr gekratzt dort. Einzig den Juckreiz an den Beinen habe ich nachwievor öfters, weil die Haut da zu trocken ist und ich zu faul um mich regelmässig einzucremen, aber das ist nichts im Vergleich zu dem was ich früher hatte.

Die Nacht als Massstab für den Albtraum des Lebens
Am Meisten verblüfft mich jedoch mein Nachtleben. Man kann nochsoviel verdrängen oder gutschwatzen im Leben, wie gut es einem wirklich geht, zeigt sich in der Nacht, wenn die Träume das zu verarbeiten versuchen, was einem tagsüber überfordert hat. Ich habe meine früheren Lebenspartnerinnen fast irre gemacht, weil ich mich jede Nacht hinundher gewälzt habe – nicht ohne dabei ständig die Decke zu klauen mit einer eindrücklichen Einrolltechnik – dabei knirschte ich ständig mit den Zähnen so dass die neben mir Liegende aufwachte und war fast jede Nacht patschnass, so dass es echt unangenehm war, so einen nassen Delphin neben sich im Bett zu haben. Oft musste ich mehrmals in der Nacht die Decke wenden weil sie so nass war und in schweren Zeiten sah man sogar meinen nassen Abdruck auf dem Bett, inklusive weissem Salzrand drumrum. Wenn ich aufwachte, war ich meist verstört, nass und erschöpft, was kein Wunder war, weil die Albträume derart grässlich waren, dass ich manchmal Angst hatte, einzuschlafen.

All das hat in den letzten zwei Jahren immer mehr abgenommen und tauchte nur noch auf, wenn ich in einer belastenden Phase war. Seit der GaOp ist das ganz vorbei. Albträume sind selten geworden und selbst wenn, wälze ich mich nicht rum und wache nicht nass auf. Zu meiner Verblüffung sagte mir Juliet, dass ich auch nicht mehr knirsche. Kürzlich realisierte ich sogar in einem Traum, dass ich träume, mir wurde bewusst, dass ich nun da es ein Traum ist alles tun kann und nutzte die Gelegenheit um zu fliegen. Was für ein Unterschied im Vergleich zu früheren Träumen, wenn ich in einer Stadt voll Zombies war oder bewaffnete Männer mich jagten oder ich auf skurilen Gerüsten herumkletterte und Todesangst hatte zu fallen. Gerade die Nächte sind für mich zu einem dramatischen Beweis geworden, wie schlecht es mir früher ging und wie gut es mir heute geht.

Allen Widrigkeiten zum Trotz
All das ist mehr als erstaunlich, wenn man bedenkt, dass mein Leben viel schwieriger geworden ist. Es gibt neue Existenzängste aufgrund von Diskriminierungen, wenn ich beispielsweise zukünftig mal eine Wohnung oder einen Job suchen muss und dabei sehr sehr schlechte Karten habe. Das Risiko von Gewaltübergriffen ist deutlich höher als früher, als mein Rockeroutfit wie eine Schutzweste war und im Gegensatz dazu ich heute eher zur Zielscheibe spätpupertierender Testosterongeschädigter werden kann. Die Hormontherapie birgt gesundheitliche Gefahren und die Harnröhre wird kaum wieder die Zuverlässigkeit von früher erreichen. Ich werde für immer damit umgehen müssen, dass Viele mich für gestört halten und dass selbst jene, die respektvoll mit mir umgehen, mich verkennen, weil sie glauben, ich sei mal ein Mann gewesen. Unverständnis, Respektlosigkeit, Diskriminierung, Angst, all das wird mein ständiger Begleiter sein und immer wieder wird Trauer, Wut oder Verzweiflung aufkommen wenn mir mal wieder bewusst wird, dass elementarste Menschenrechte für mich nicht gelten.

All das ist schwer zu ertragen, aber es ist nichts, überhaupt nichts, im Vergleich zu dem was ich früher durchgemacht habe. Denn früher habe ich darunter gelitten, dass ich kaputt bin, in einer vermeintlich normalen Welt. Heute fühle ich mich ganz, in einer zumindest teilweise kaputten Welt. So kann ich wirklich abschliessend und endgültig sagen: Ich bin geheilt von meiner Transsexualität, ich bin gesund und ich bin ganz.

Ich wünsche der Welt um mich herum, dass auch sie irgendwann geheilt wird von ihrem Schwarzweiss-Denken und der gegenseitigen Ausgrenzung, die uns alle gegenseitig zu Feinden macht. Ich lebe nun in Harmonie mit mir selbst – möge der Welt dieser Segen auch zuteil werden – shalom alechem!

Mein neues Tagebuch – a girl called Diana

Eigentlich wollte ich erst hier abschliessen und dann mein neues Tagebuch beginnen, aber es drängt mich immer mehr, mein neues Leben auch im Internet zu verfestigen und so habe ich nun mein neues Tagebuch offiziell eröffnet. Ich habe mich viel zu lange fast ausschliesslich um das Thema Transsexualität gedreht, es wird Zeit, neue Welten zu betreten. Dieses Tagebuch sollte eben das Tagebuch einer transsexuellen Frau sein, sollte diesen Weg den ich zwei Jahre lang gegangen bin darstellen. Das hat es getan und wird es noch ein paar Monate lang tun, es steht ja noch die Korrektur-Op vor mir und die Personenstandsänderung lässt auch weiter auf sich warten. Aber ich spüre einen grossen Drang zur Spiritualität und Philosophie und diese Energie möchte ich in meinem neuen Zuhause nutzen.

Deshalb eröffne ich nun offiziell mein neues Blog-Tagebuch, das den Namen “A girl called Diana” trägt. Da dieses Blog hier die Adresse diana.tgirl.ch hatte, fand ich es sinnig, da neue Blog auf der Adresse diana.agirl.ch zu eröffnen, eben mit dem trans-losen Titel “a girl called Diana”, weil ich nichts mehr sein will in Zukunft als einfach “a girl”, eine von Vielen, eine die etwas anders ist, aber doch schlussendlich just a girl. Der Untertitel lautet provisorisch mal “Tagebuch einer Frau mit transsexueller Vergangenheit”, weil ich diesen Aspekt nicht ausklammern möchte, aber ich bin noch nicht sicher, ob ich das so lasse.

Auf jeden Fall werde ich dort das Thema Transsexualität nicht mehr zum Mittelpunkt des Blogs machen, in der Mitte stehe ich – eben just a girl – auch wenn dieses Thema natürlich auch in Zukunft dort seinen Platz hat.

Wie Ihr sehen werdet, habe ich wieder dasselbe Layout genommen, weil es mir einfach so sehr gefällt und mir entspricht. Aber ich habe es etwas überarbeitet und breiter gemacht, damit ich etwas mehr Platz hab zum Gestalten.

Vorerst werde ich es so halten, dass ich hier vorallem noch über Dinge berichte, die direkt mit dem Thema zu tun haben, alles Andere wird ab sofort in meinem neuen Blog erscheinen. Ich bin ehrlich gesagt gespannt, wie sich das entwickelt. Vorerst habe ich ein paar Kapitel eingerichtet und zu jedem einen kleinen Einführungstext geschrieben, was aber noch alles für Themen auftauchen und welche Themen wie intensiv beackert werden, kann und will ich noch nicht beurteilen – lassen wir uns überraschen.

In dem Sinn, tschüss und hallo zusammen, wir lesen uns hier und dort:
A girl called Diana

Beglückendes aus Dianas Beratungsstube

Mein Blog-Tagebuch hat mir in diesen eineinhalb Jahren rund 50 StammleserInnen geschenkt und unzählige Menschen, die einfach so da reintrudeln und wohl das Eine oder Andere mitnehmen. Soweit war das auch zu erwarten. Was ich nicht erwartet habe, ist, dass ich langsam aber sicher zu einer Anlaufstelle werde und aus diesem Blog eine Art Beratungsstube wird. Immer wieder bekomme ich Mails von Betroffenen, die Ratschläge brauchen, von Angehörigen Betroffener, die Verständnis suchen bis hin zu Fachleuten, die mir für meine offene Art gratulieren. Vor einiger Zeit kam wieder so ein Mail einer Angehörigen einer transsexuellen Frau, das mich so tief berührt hat, dass ich das Mail nicht fertig lesen konnte im Geschäft und erst mal eine Zigi-Pause einlegen musste, um das zu verdauen.

Sie beginnt zu erzählen, dass “ihr Mann” ihr vor wenigen Tagen als transsexuell geoutet hat. Erst wenige Tage war es her, aber im gesamten weiteren Verlauf das Mails, sprach sie konsequent in der weiblichen Form von ihrer Lebenspartnerin, die sie jahrzehntelang für ihren Lebenspartner hielt. Wow! Dass jemand der so tief verbunden ist und dementsprechend so festgefahrene Vorstellungen der Lebenspartnerin haben müsste, so schnell die Tatsachen anerkennt und respektiert, ist selten, sehr selten.

Sie sprach davon, wie schockiert sie zu Beginn war, was ich für selbstverständlich halte, weil so etwas meist scheinbar aus heiterem Himmel kommt. Sie war vorallem schockiert, dass sie es nicht vorher bemerkt hat, was kaum jemandem gelingt, weil Betroffene ihr wahres Wesen ja nicht nur vor der Welt sondern vorallem vor sich selbst verstecken. Am Meisten war sie schockiert bei der Vorstellung, was für Leiden ihre Geliebte über so eine lange Zeit durchleben musste – und das ist für mich Ausdruck höchster Liebe, weil nur Liebe das Wohl oder Leid des Anderen so hoch gewichtet. Diese Frau begreift Dinge, für die Andere Jahre brauchen um sie zu verstehen und Viele schaffen es sogar nie, wahrzunehmen, dass “dieser Mann der plötzlich eine Frau ist” schon immer eine Frau war und unsäglich gelitten hat in dieser falschen Geschlechterrolle.

Sie erzählte auch Erstaunliches, dass sie nun viel besser reden können, dass sogar die Sexualität erfüllter ist.

Das war eines von vielen Erlebnissen, die mir zeigen, dass dieses Blog wichtig ist. Immer wieder suchen Menschen hier Rat und Verständnis, manchmal still lesend, manchmal fragend, scheinbar finden Viele ein Stück weit das was sie suchen. Und das ist ein wunderschönes Gefühl, weil ich aus Erfahrung weiss, wie schwer es ist, in dieser Thematik eine Anlaufstelle zu finden. Gerade die Möglichkeit, tief in das Leben einer Betroffenen zu blicken und ihre Erfahrungen zu erleben, scheint vielen etwas zu geben.

Und das ist eines von wenigen Erlebnissen, die mir zeigen, dass es in dieser schwarz-weiss denkenden Welt wahre Wunder gibt, dass Menschen das Unvorstellbare begreifen können und dass Liebe stärker sein kann als alles Andere. Das macht Mut – und es gibt Kraft – und es soll allen Betroffenen die hier mitlesen Hoffnung geben. Nichts ist unmöglich, denen, die das Unmögliche wagen ;-)

Deshalb möchte ich hier an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass ich gerne Fragen beantworte, soweit es mir möglich ist. Aber ich muss gestehen, dass Antworten manchmal lange auf sich warten lassen, momentan habe ich immer noch rund 50 Mails in meiner Mailbox, die noch auf eine Antwort warten. Wenn ich also nicht gleich antworte, dann habt Geduld oder in dringenden Fällen, hakt einfach nochmal nach. Ich beantworte eigentlich jedes Mail, nur finde ich halt eben oft keine Zeit. Aber das Angebot gilt ;-)

Warum muss sie den höchsten Preis zahlen?

Als ich mich zu diesem Weg entschied, stand ich mit dem Rücken zur Wand. Es gab keinen Ausweg mehr, entweder ich lebe fortan als mich selbst oder ich lebe gar nicht mehr. Das gab mir den Mut der Verzweifelten, trieb mich an das Unmögliche zu wagen. Der Preis würde unsagbar gross sein, das war ich mir bewusst. Und ich war bereit, jeden Preis zu zahlen, selbst mein Leben habe ich in die Wagschale geworfen. Vielleicht verliere ich Freunde, vielleicht verliere ich den Job, nun denn. Ich muss mich darauf einstellen, ausgelacht und verhöhnt zu werden, aber wieviel wertvoller ist es, wenn ich mich selbst annehmen kann, als dass Andere mich ablehnen? Egal was es kostet, egal wie weh es tut, egal wie grausam es sein wird, ich musste diesen Weg gehen, koste es was es wolle.

Aber dass nicht ich den höchsten Teil des Preises bezahle sondern meine eigene Tochter, die ich mehr liebe als mein Leben, das zerreisst mich immer wieder, gerade heute, nachdem ich zu hören bekam, wie traurig und verzweifelt sie ist, wie sehr ich ihr fehle und wie unmöglich es zu sein scheint, dass sie mir begegnen kann. Seit letztem Frühjahr haben wir uns nicht mehr gesehen oder gehört, seit damals, als es ihr zuviel wurde und sie sagte, sie wolle oder könne nicht mehr zu mir kommen. Ich liess sie los um ihretwillen, hielt mich fest an der Hoffnung, dass wir irgendwann wieder einen Weg zu einander finden und hielt mich fest am Glauben, dass es vielleicht besser ist für sie, wenn sie nicht mehr ständig mit mir resp. meiner Transsexualität konfrontiert wird. Vielleicht muss sie mich eine Weile vergessen, um dem Schmerz und der Verzweiflung zu weichen, vielleicht ist es ja besser für sie so.

Doch die Entwicklung, die sie durchmacht, spricht eine andere Sprache. Es stärkt zwar die Hoffnung, dass wir wieder einen Weg zu einander finden, weil ich offenbar doch nicht “ausgeblendet” bin, aber mein Irrglaube, sie könnte ohne mich besser mit dem Leben klar kommen, erweist sich als eine trügerische Illusion.

Warum muss sie den höchsten Preis bezahlen, warum nicht ich? Es ist mein verdammtes Leben, mit dem sich Gott diesen zynischen Spass erlaubt hat, mir steht die Herausforderung zu, mit diesem Irrsinn meines Lebens klar zu kommen. Ich bin stark genug um dieser göttlichen Ironie zu trotzen und meine Seele ist reich genug, um jeden Preis zu bezahlen, um mein Ich-sein zu verwirklichen und es ist mein Herz, das genug Blut in sich trägt um all den Schmerz und die Verzweiflung aus sich ausbluten zu lassen. Aber warum sie, warum muss ihr Herz um meintwillen zerrrissen werden?

Transsexuell geboren zu werden ist weiss Gott grausam genug, dieser göttliche Kreativitätsirrsinn sollte doch wirklich genug sein, warum muss dann auch noch die eigene Tochter zerrissen werden in diesem Schachspiel göttlicher Ironie?

Ich hätte mir gewünscht, dass sie mich vergessen kann, ich hätte sogar diesen Preis bezahlt und auf das Meistgeliebte verzichtet, wenn sie dafür wenigstens verschont geblieben wäre. Aber die Spielregeln des Seins sind weitaus brutaler als man ertragen kann.

Ich konnte verzeihen, dass sich Gott mit meiner Existenz so einen derben Spass erlaubt hat, ich konnte auch verzeihen, dass ich zusätzlich noch in einen Kulturraum gesetzt werde, in dem Andersartige wie ich der Abartigkeit bezichtigt und verspottet werden. Aber dass der Preis für die Würde meines Lebens mit ihrem Blut bezahlt wird, das bringt mich an die Grenze der Fähigkeit, zu verzeihen – das ist meine eigene, ganz persönliche Theodizee-Frage in potenzierter Form – die Frage ist nicht mehr, warum Gott Leiden zulässt, die Frage ist, warum Gott Leiden verursacht.

Seltsamerweise kann all dies meiner Liebe zu Gott keinen Abbruch bescheren, aber soviel ist klar: Wenn ich eines Tages vor dem Schöpfer stehe, werde ich ihn als Erstes sowas von in den Arsch treten, dass ihm hören und sehen vergeht. Vielleicht begreift er dann endlich, dass seine Vorstellungen von Humor hier auf Erden nicht wirklich geschätzt werden.

Bitte verzeih mir, meine über alles geliebte Tochter, ich hätte Dir das alles so gern erspart, aber ich hatte wirklich keine Wahl mehr, ich hätte Deinen Vater getötet, wenn ich nicht diesen Weg gegangen wäre……… I love you!

Can you forgive me again?
I don’t know what I said
But I didn’t mean to hurt you

I heard the words come out
I felt that I would die
It hurt so much to hurt you

Then you look at me
You’re not shouting anymore
You’re silently broken

(Evanescence — Forgive Me)

Nachtrag: falls der liebe Gott hier mitliest, dann hör mir mal genau zu: Glaub nicht, dass Du uns mit all dem Scheiss brechen kannst, es wird Dir nicht gelingen, weil unsere Liebe stärker ist als alles Andere, selbst stärker als Deine idiotische Vorstellung von Humor. Wir werden wieder einen Weg zu einander finden und dann werde ich sie lehren, Deinem verblödeten Humor zu trotzen. Ich werde aus ihr ein genauso renitentes Biest machen wie das von Dir gegebene Leben aus mir eines gemacht hat. Egal was Du uns noch auferlegst, unsere Liebe wird es überstehen.

Interview Transsexualität – Kim spricht Tacheles

Ach ich könnte jubeln vor Freude, auch wenn es mir grad nicht so doll geht. Kim Schicklang von ATME (Aktion Transsexualität und Menschenrecht) hat in der Süddeutschen Zeitung ein Interview gegeben und wie man es sich von Kim gewohnt ist, hat sie Tacheles geredet. Das ist das beste Interview das ich bis anhin gelesen habe. Bisher hat sich einzig Balian Buschbaum in Interviews so geäussert, wie es sein muss.
Ich empfehle dringendst, das ganze Interview mit Kim zu lesen und genau zu zuzuhören. Ein paar Zitate möchte hier kurz ansprechen:

Das große Problem ist: Eine Frau, die weiß, dass sie eine Frau ist, muss sich von verschiedenen Gutachtern untersuchen und sich zu einem Mann mit psychischer Störung erklären lassen.

Kim spricht eines der wichtigsten Themen an, wer wenn nicht die Betroffene selbst könnte ihr eigenes Geschlecht beurteilen? Genau hier liegt der Irrsinn der heutigen Verfahren. Ein Psychologe soll von aussen her beurteilen, welchem Geschlecht jemand angehört. Aber woran soll er das erkennen? Und warum zweifelt man überhaupt an der unerschütterlichen Gewissheit eines Menschen, der sich mit klarem Verstand selber wahrnimmt? Und dass man diese Anerkennung schlussendlich nur gewährt, wenn die betroffene FRAU sich als gestörter Mann klassifizieren lässt, ist nicht nur absurd sondern menschenverachtend.

Ein Mensch weiß doch, welches Geschlecht er hat. Ich finde es ziemlich heftig, dass es Menschen gibt, die sich anmaßen zu bestimmen, wer transsexuell ist und wer nicht. Das ist völlig absurd, wer soll das von außen entscheiden können? Niemand kann in das Gehirn eines anderen hineinschauen. An welchen Klischees soll man das denn festmachen?

Denn viel mehr als die Einhaltung von Klischees bleiben den Fachleuten ja nicht. Sie können nicht fühlen, was Betroffene fühlen, sie sehen nicht in das Hirn hinein. Gutachter stehen also nicht vor der Frage, ob es sich hier um einen Mann oder eine Frau handelt, sie können einzig beurteilen, ob die betroffene Person genügend Klischees erfüllt, um dem Geschlecht zu entsprechen. Dass mit dieser Verfahrensweise so manche nicht-transsexuelle Frau durchfallen würde, sollte uns zu denken geben und spricht auch Bände über die Oberflächlichkeit unserer Denkweise.

Ich soll mich zum geisteskranken Mann erklären, damit ich als Frau geduldet werde, die ich sowieso schon immer war?

Noch deutlicher kann man nicht mehr sein, das ist der grausamste Teil dieser Begutachtungen. Ich musste selber ein Jahr lang begutachtet werden, damit mir die Ehre zuteil wird, zum gestörten Mann ernannt zu werden. Erst wenn ich das beglaubte Etikett trage, dass ich ein Mann bin mit einer gestörten Geschlechtsidentität nach ICD und DSM, werde ich aus Frau anerkannt. Was ist das denn für eine Logik? Wenn man bedenkt, dass wir heute sehr wohl wissen, dass eine transsexuelle Frau kein Mann ist der eine Frau sein will sondern aufgrund ihrer Hirnstruktur, die nunmal das Zentrum des Menschen ausmacht, als eine Frau betrachtet werden muss, die aus wohl verständlichen Gründen nicht mit männlichen Genitalien ein männliches Leben führen kann und will, dann ist es einfach nur grausamer Zynismus, wenn man das im Hirn verankerte Geschlecht nur anerkannt, wenn sich die Betroffene als Gestörte des ANDEREN Geschlechts klassifizieren lässt.

Die ganzen Märchen, man gehe als Mann zur OP und wache als Frau wieder auf, haben nicht gestimmt. Ich bin aufgewacht und habe festgestellt: Ich bin immer noch eine Frau.

Dieser Schlusssatz ist wie ein Finale, besser kann man es nicht ausdrücken. Die Mär der Geschlechtsumwandlung wird mit Überzeugung verworfen. Sie wachte auf und stellte fest, sie ist immer noch eine Frau, Punkt! Das ist eben das Fundament des Missverständnisses, das von Medien aber auch von Fachleuten bis zum Erbrechen wiedergegeben wird. Niemand wechselt das Geschlecht, niemand wandelt sich um, man bleibt was man von Geburt an war, in meinem oder Kims Fall eine Frau – aber man wacht auf ohne Genitalien, die nicht dem Geschlecht entsprechen. Wenn sich diese Sichtweise, die mit den uns zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Fakten korrespondiert, endlich angenommen wird, dann beginnt auch für transsexuelle Menschen eine Zeit, in der das Wort Menschenwürde mehr ist als nur ein leeres Versprechen.

Danke Kim, vielen vielen Dank, für Deine klaren Worte und Dein überzeugendes Darlegen. Das soll der Anfang sein, noch viele solche Interviews müssen folgen, bis auch das hinterletzte Käseblatt wie Bild, Blick und Konsorten begreifen, wer wir sind und vorallem, was wir nicht sind. Ich spüre Frühlingsluft :-)

Hier das ganze dreiseitige Interview:
Das Gehirn ist ein Geschlechtsorgan
Ich wollte keine Karikatur mehr sein
Jeder Betroffene soll selbst entscheiden können

Personenstandsänderung und Behördenwahn

Grööööhhhhhhllllll……….. ich fass es nicht, echt, der behördliche Unfug nimmt langam Ausmasse an, dass ich mich fühle wie in Seldwyla. Zur Repetition nochmal die Vorgeschichte in Kurzform.

Mitte Dezember beantragte ich beim Bezirksgericht die Personenstandsänderung, bekam dann innert weniger Tage den Bescheid, das Verfahren würde laufen, die Gemeinde hätte einen Monat Zeit zur Stellungnahme. Was es da zu stellungnehmen gibt, wird nie jemand herausfinden, weil es keine Einspruchsgründe gibt, das ist einfach nur Quatsch. Die Gemeinde hat dann auch nicht Stellung bezogen und so war die Geschichte nach einem Monat durch. Dachte ich.

Zwei Wochen später rief ich im Gericht an und fragte was los ist. Ja sie müssten noch einen Personenstandsausweis organisieren, sobald sie den hätten, würde ich das Urteil bekommen. Weitere zwei Wochen später kam ein Brief, in dem stand, ich müsste noch einen Personenstandsausweis schicken. Aha, da brauchte man zwei Wochen um rauszufinden, dass ich das tun muss und nicht das Gericht? Ich müsse mich beim Wohnort melden. Ok ich rief dort an, die sagten, ne da sei der Bürgerort zuständig. Ich rief dort an, da hiess es, ne da sei das regionale Einwohneramt zuständig und dort, man glaubt es kaum war ich am richtigen Ort und bekam den Wisch zugeschicht und schickte ihn gleich weiter ans Gericht.

Weitere zwei Wochen verstrichen und heute war es endlich soweit – theoretisch – wäre da nicht dieser klitzekleine Denkfehler. Heute lag in meinem Briefkasten ein Zettel von der Post, ich müsse ein eingeschriebenes Gerichtsurteil auf der Post abholen. Naja, adressiert ist das Ganze an Diana, also auf meinen neuen Namen lautend. Ich krieg die Krise, echt. Warum schickt mir das Gericht das Urteil auf den neuen Namen, den ich noch nicht habe bevor das Urteil rechtskräftig ist?
Ich werde also morgen ein riesiges Abenteuer erleben, wenn ich am Postschalter erklären muss, dass ich mich nicht ausweisen kann um das Urteil abzuholen, weil erst in diesem Urteil meine Identität bestätigt wird.

Und falls das Wunder geschieht, dass ich den Wisch trotzdem bekomme, dann muss ich eine einmonatige Einsprachefrist abwarten, obwohl ich die Einzige bin die Einsprache erheben könnte. Joh ist klar, wär ja möglich, dass ich ein Jahr Alltagstest mache, ein Jahr Hormontherapie, eine genitalangleichende Operation und dann möcht ich den Ausweis ja vielleicht nicht? Wie bekloppt ist das denn?

Da ich nicht mit soviel Verzögerung gerechnet habe, habe ich mein Flugticket für März längst gekauft, auf Diana lautend, das wird dann das nächste Abenteuer sein, bis dahin werde ich so Gott will zwar ein Gerichtsurteil haben, aber das ist noch nicht rechtsgültig und einen Ausweis hab ich dementsprechend eh nicht.

Die Welt ist echt ein Irrenhaus……. und ich weiss jetzt, wo die Zentrale liegt. Das einzig Tröstliche daran, ich hab mich so über diesen Unfug amüsiert, dass ich mich nicht mal darüber aufrege, das ist einfach die Krönung der persönlich erlebten Realsatire.

UPDATE: *kreisch*, ich hab’s tatsächlich geschafft und das Gerichtsurteil ausgehändigt bekommen. Dort steht nun schwarz auf weiss: ES WIRD FESTGESTELLT, DASS DIE GESUCHSTELLERIN WEIBLICHEN GESCHLECHTS IST………. jauh………. als ob ich das nicht schon wüsste, aber gut zu wissen, dass die das jetzt auch wissen :-) ach bin ich glücklich :-)

Gerichtlich bestätigt: Diana ist ein Määääädchen

Eigentlich ein Skandal, dass ich das eingeschriebene Gerichtsurteil ausgehändigt bekommen habe, obwohl der Name auf dem Couvert nicht mit dem Ausweis übereinstimmt und das Foto auf dem Ausweis auch nicht mit meinem heutigen Gesicht vergleichbar ist – aber ich will mich nicht beklagen – näääähääääiiiiin – ich freu mich nur wie blöd, dass ich es jetzt in den Fingern hab und immer wieder lesen kann – schwarz auf weiss:

Der Einzelrichter erkennt:

  1. Es wird festgestellt, dass die Gesuchstellerin weiblichen Geschlechts ist.
  2. Der Gesuchstellerin wird bewilligt, anstelle des Vornamens XXXXX den Vornamen Diana zu tragen. Die Gesuchstellerin heisst somit: Diana XXXXX
  3. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 500.– angesetzt
  4. Die Kosten werden der Gesuchstellerin auferlegt.

Was für eine Freude. Auch wenn es ulkig ist, dass ein Gericht feststellt, dass “die GesuchstellerIN” (wohlgemerkt ein Feminimum) weiblichen Geschlechts ist, hat schon was Scharfsinniges. Aber mich hätte auch nicht gewundert, wenn gestanden wäre, dass “der Gesuchsteller” sich nun Frau nennen darf, insofern find ich die Formulierung schön und vorallem korrekt. Da steht nichts vom Umwandeln und sonstigem Zauberkram, es wird einfach festgestellt, dass ich n’Mädel bin, that’s it :-)

An dieser Stelle möchte ich dem Gericht auch ein Kränzchen winden. Auch wenn ich mich hier mehrmals geärgert habe, weil es so lange dauert und meines Erachtens einiges speditiver hätte ablaufen können, so war ich wirklich erfreut, dass ich seitens des Richters immer respektvoll behandelt wurde. Obwohl ich formal-juristisch bis zum Abschluss des Verfahrens noch den alten Namen und Personenstand trage, wurde ich sowohl brieflich als auch telefonisch immer in der weiblichen Form mit dem neuen Namen angesprochen. Betroffene werden jetzt einwänden, dass dies doch selbstverständlich sein sollte. Dem ist aber nicht so, es geht hier um eine juristische Sache und da bin ich nunmal formal gesehen noch nicht Diana. Dass man hier Respekt vor Gesetzesnorm stellt, fand ich wirklich angenehm.

Fragwürdig ist, dass das Urteil 14 Tage alt ist, die nun beginnende 30-tägige Einsprachefrist (trotz fehlender Gegenpartei) aber erst nach Versand des Urteils beginnt. Wo das Urteil seit Rechtsprechung bis zum Versand rumgelungert ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich freu mich jetzt einfach, dass ich es habe. In 30 Tagen kann ich den Stempel abholen, der das Urteil rechtskräftig macht, ab ins Passbüro stöckeln, den Ausweis bestellen und dann soll’s höchstens 10 Tage gehen bis ich den Ausweis hab – und dann ist Schluss mit all dem Quatsch :-)

Was mir jedoch einmal mehr zu Denken gibt ist die Stelle, an der steht:

Die rechtliche Anerkennung einer Geschlechtsänderung setzt (vernünftigerweise) voraus, dass die körperlichen Merkmale so weit entfernt oder angepasst sind, dass die FORTPFLANZUNGSFÄHIGKEIT im ursprünglichen Geschlecht ausgeschlossen ist.

Dieser Text ist nicht auf dem Mist des Richters gewachsen sondern basiert auf einem St.Galler Gerichtsentscheid von 1996. Mit “Geschlechtsänderung” ist nicht mein wirkliches Geschlecht gemeint (das hat ja nicht geändert) sondern der juristische Personenstand. Mir fehlt jegliches Verständnis, weshalb es dem Staat so wichtig ist, dass transsexuelle Menschen fortpflanzungsunfähig sein müssen. Die oberflächliche Betrachtung, dass ja andernfalls ein Kind zwei Mütter bekommen würde, ist absurd, weil das ja jetzt schon der Fall ist, ich habe bereits ein Kind und muss die ja jetzt auch nicht zur Adoption freigeben. Ich werde das Gefühl nicht los, dass es da eben doch eugenische Gründe gibt und das wiederum ist in höchstem Mass schockierend und wurde vom EU-Menschenrechtskommissar ja auch überdeutlich kritisiert.

Als letztes Kuriosum ist noch zu erwähnen, dass zu Beginn des Gerichtsurteils erklärt wird, dass man ein Einzelverfahren durchführen kann, weil es keine Gegenpartei gibt. Am Schluss des Urteils wird dann eben diese 30-tägige Einsprachefrist ausgesprochen und darauf hingewiesen, dass man eine allfällige Einsprache ans Gericht und alle Gegenparteien geschickt werden soll. Aha, öhm, naja ich muss nicht alles verstehen. Nun muss ich halt 30 Tage darauf warten, ob ich selber Einsprache erhebe und falls ich das tue, muss ich mich schriftlich informieren. Da krieg ich n’Knoten im Hirn, echt ;-)

Doch all das scheint mir nur noch nebensächlich, ich habe jetzt ein amtliches wenn auch noch nicht rechtskräftiges Schreiben, in dem mein Geschlecht bestätigt wird. Da steht nicht, ich sei eine Frau “geworden”, da steht, dass ich eine bin, Punkt. Dass ich n’Mädel bin, ist zwar nichts Neues, das weiss ich seit je her, aber nun auch diese offizielle Anerkennung zu bekommen, das tut sowas von gut, dass ich heulen könnte vor Freude :-)

PS: ich glaub ich muss heut mal wieder ins Pub, Grund zum Feiern hab ich ja jetzt wirklich :-)

ICD und DSM – Die Galgen der Transsexualität

Langsam aber sicher bin ich echt ratlos. Egal wo ich mich engagieren möchte beim Thema Transsexualität, ich laufe immer wieder in dieselbe Wand hinein, die Wand, an die transsexuelle Menschen gestellt und zum Abschuss freigegeben werden.

Verurteilt aufgrund von Gesetzen der amerikanischen Psychiatrie Vereinigung APA, die Transsexualität als Geschlechtsidentitätsstörung in ihrer DiagnoseBibel (DSM) klassifiziert. An die Wand gestellt von der Weltgesundheitsorganisation, die Transsexualität in ihren Diagnoserichtlinien (ICD) als “Wunsch eines gestörten Mannes, Frau sein zu wollen” dem Gespött preisgibt. Hingerichtet von den Medien hinter den Desinformations-Gewehren, die im Schutze der Verurteilung losballern können.

Transsexuelle sind biologisch klar männlich oder weiblich, fühlen sich psychisch aber dem anderen Geschlecht zugehörig. Einige wollen darum operativ ihr Geschlecht umwandeln…………Transsexualität gilt als Störung der Geschlechtsidentität………..

(Tagi, Bund, Basler- und Berner Zeitung von heute)

Es ist wie die Spirale des Irrsinns, wenn man sich damit beschäftigt. Die Psychiatriesekte APA meisselt ihre Diagnosebibel in Stein, die WHO dackelt mit ihrem Krankheitenregister hinterher, die Medien berichten dann gestützt auf ICD und DSM die Mär vom gestörten Mann im Rock und ein ganzes Volk darf sich darüber amüsieren oder aufregen, je nach Belieben.

Da können wir eimerweise Studien heran karren, es bringt nichts.

  • Ich möchte dem Menschen von nebenan begreiflich machen, dass ich eigentlich eine ganz normale Frau bin, mit einer etwas ungewöhnlichen Körperentwicklung. Aber wie soll man mir das glauben, wenn in den Medien doch immer steht, transsexuelle Frauen seien gestörte Männer?
  • Also möchte ich den Medien begreiflich machen, dass Transsexualität biologische Ursachen hat und keine Spinnerei ist. Aber wie sollen sie mich ernst nehmen, wenn in ICD/DSM drin steht, ich hätt einen an der Waffel?
  • Also müsste ich die WHO auf all die Studien aufmerksam machen, die sie eigentlich kennen müsste, wenn sie schon eine Bevölkerungsgruppe psychopathologisiert. Aber die berufen sich dann auf den DSM, die Psychiater müssen’s doch wissen, die müssten uns erst freilassen, bevor wir in einem neuen Sektor ein Plätzchen finden.
  • Also müsste ich der APA klar machen, dass gerade sie als Hirn-Experten neurologische Studien doch nicht einfach ignorieren dürfen…….

……. aber dort stehe ich vor Psychiatern und Sexologen, die ein Leben lang aus tiefster Seele geglaubt haben, dass homosexuelle und transsexuelle Menschen ja ach so krank sind und nun mussten sie schon die Homosexuellen freisprechen und gaben sich dabei eine Blösse und nun sollen sie auch noch zugeben, dass sie auch transsexuelle Menschen ein Jahrhundert lang ins gesellschaftliche Abseits gestellt haben……… und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie wir dieses Bollwerk der Unvernunft ins Wanken kriegen könnten.

Als ich heute obigen Artikel im Tagi las und am Abend einen Bericht über dieselbe Betroffene in Schweiz Aktuell sah, durchlief ich mal wieder diese lustige Spirale. Ich wollte die Redaktion aufkläören, aber wie erkläre ich ihnen die wissenschaftlichen Fakten, wenn ein Blick in ICD/DSM ja reicht um zu wissen, was man schreiben muss. Wie kann ich informieren, wenn von offiziellster Stelle gelogen wird? Sie könnten sogar einen beliebigen Psychologen konsultieren und die Chance wär gross, dass der denselben Unfug verbreitet.

Es vergeht echt keine Diskussion, ohne dass mir früher oder später ebendiese Artikel von ICD/DSM um die Ohren gehauen werden – was in der Bibel steht muss wahr sein, da kannst Du Dinosaurerknochen anschleppen bis Du an Ermüdung stirbst, die Erde ist 6000 Jahre alt. das steht da geschrieben. Boah ey……. grrrrrr………

Ich könnte damit leben, als gestört zu gelten, wenn ich wirklich gestört wäre. Aber all die Forschungsresultate in den Fingern zu haben, faktisch den Indizienprozess um die Ursachen von Transsexualität bei Weitem zu gewinnen und trotzdem die Wahrnehmung nicht ändern zu können, das geht echt an die Substanz. Es macht so hilflos. Wenn diejenigen, die den Ball ins Rollen bringen müssten, resistent sind gegen jegliche wissenschaftlichen Fakten die ihren postulierten Dogmen widersprechen, dann können wir echt einpacken.

Da können wir uns auf der Strasse dumm und heiser reden, es ändert nichts daran, dass es von oben nach unten regnet – Ihr erinnert Euch, Newton, der Apfel und der ganze Gravitationsquatsch – und bei dem Gewitter, das über transsexuellen Menschen schwebt, ist das echt beschissen, wenn ich das mal so sagen darf – aber sowas von……..



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