T-Girl Diana

Tagebuch einer transsexuellen Frau

Transsexualität und Anpassungsdruck

Transsexuelle Menschen stehen von frühster Kindheit an vor einem unlösbaren Problem. Sie können nicht sich selbst sein, was jede Selbstentfaltung im Keim erstickt. Es sind ganz kleine Zeichen, die ein transsexuelles Kind von Anfang an empfängt. Als Junge spielst man doch nicht mit Puppen – nein so Farben sind für Mädchen – ein Junge weint doch nicht….. und Viele laufen dadurch schneller in die Falle als sie verstehen, wie ihnen geschieht. Ein kleines Kind lernt durch Nachahmung und es lernt durch Feedback. Es tut etwas, beobachtet wie die Welt darauf reagiert und passt dann gegebenenfalls das Verhalten an. Es gibt zwar diese beneidenswerten Ausnahmen, die mit einer ungeheuren Renitenz sich selbst treu bleiben und für ihre geschlechtliche Identität einstehen. Aber den Meisten dürfte es so gehen wie mir, sie wollen nicht abnormal sein, sie wollen Erwartungen erfüllen und lernen sich anzupassen.

Es war zumindest bei mir nicht so, dass ich von meinem Umfeld umkonditioniert wurde, ich zeigte keinerlei Anzeichen, dass mit mir etwas anders ist. Ich war sehr lernfähig und bemerkte schnell, wie ein Junge zu sein hat und habe das auch von klein an erfüllt. Ein Kichern vor dem Puppenhaus reichte, damit ich kapierte, dass ich da nix zu suchen hatte. Es gab zwar eine Unzahl von Momenten, bis in die Pupertät hinein, in denen ich zwischendurch auflief und mich in einer Weise verhielt, die mir Spott einbrachte und meinen Selbstverleugnungs-Lernprozess optimierte, aber in der Regel war ich bemüht, den Rollenvorstellungen zu entsprechen.

Schlussendlich hatte ich das “Spiel des Lebens” perfektioniert, ich spielte meine Rolle als Junge, erfüllte alle Klischees die man sich nur vorstellen kann, war unartig, frech, lernte gehörig zu fluchen, Streiche zu spielen und all das tat ich stets ein wenig überzogen. Cowboys im TV waren die grosse Vorlage, fluchen und auf den Boden spucken war angesagt. Und auch im Erwachsenenalter lief diese Anpassung weiter. Der “Höhepunkt” meiner Entwicklung war, dass ich in Leder gekleidet auf einer Harley durch die Gegend fuhr, Mitglied eines Motorradclubs war, dort den starken Mann spielte, Securitydienste leistete und alles tat um den harten Kerl gut zu spielen.

Das Verblüffendste war jedoch, dass sich meine Anpassungsfähigkeit so verselbstständigte, dass ich irgendwann nur noch Rollen spielte, auch wenn es gar keine geschlechtsspezifischen Aspekte waren. Ich wurde wie ein Chamäleon, das seine Farbe immer dem Umfeld anpasste. War ich mit intellektuellen Menschen zusammen, klugscheisserte ich genauso versnobbt. War ich mit Rockern zusammen, wurde ich zum coolen Macker. Begegnete ich einem Schwiegervater, war ich vernünftig und verantwortungsbewusst. Mich selbst, gab es nie, es gab immer nur die Idealvorstellung meines Gegenübers. Und das wirklich Verrückte daran war, dass ich all das nie bewusst steuerte, es passierte einfach mit mir.

Natürlich hatte ich auch Ausbrüche, teils sogar heftige, war in der Jugendzeit mal in der Punk-Szene um den nirgends ausgesprochenen und doch stets unsichtbaren Vorstellungen zu entgehen, kettete mich im Greenpeace-Overall an Eisenbahngeleise um endlich aufzubegehren. Ich tat vieles und doch rutschte ich ständig in diesen Anpassungsautomatismus zurück. Ich wollte, dass man mich mag, dass ich von der Welt für ok befunden werde. Und so verbrachte ich vier Jahrzehnte ohne mich selbst.

Ein Leben lang fühlte ich mich von der Welt unverstanden und ich verübelte es dieser Welt aufs Tiefste. Aber ich wusste selbst nicht mal, was die Welt denn hätte verstehen müssen, weil es mich gar nie gab. Und die Welt hatte auch keine Chance, mich wahr!zunehmen, weil ich mich der Welt nie zeigte. Ich sass tief in mir verborgen im Kerker meiner Seele und zog die Fäden, führte Regie in einem absurden Theater, dessen Handlung ich nicht verstand.

Aber ich wusste, wie ich Menschen zum Lachen bringe, auch wenn ich traurig war. Ich konnte stark wirken, auch wenn ich schwach war. Und die Tragik daran war, dass ich nicht nur Anderen etwas vorspielte, ich spielte mir selbst etwas vor, wie ein Schauspieler, der glaubt er wäre seine Rolle.

Erst in den letzten Jahren, ich glaub fast, Auslöser war mein Burnout, begann ich zu begreifen, dass ich gar nicht existiere. Und ich begann mich zu suchen und auszubuddeln, mich kennen zu lernen und zu akzeptieren…… und das brachte mich an den Punkt, an dem ich vor einem Jahr stand, der Punkt an dem es so nicht mehr weiter gehen konnte, an dem die Lüge meines Lebens demaskiert war und ich nicht mehr anders konnte und wollte als endlich mich selbst zu sein, selbst wenn ich all mein Ansehen damit verliere.

Als ich vor einem Jahr dieses Spiel beendete und begann, mein Leben zu leben, war das intensivste Gefühl das mich von Anfang an durchströmte ein Gefühl von totaler Freiheit. Es war als ob ich mich aus einer Zwangsjacke befreit hätte. Ich hatte Angst, alles zu verlieren, aber ich war endlich frei. Und schnell wurde mir klar, dass es kein Zurück gibt. Ich fühlte mich wie ein Schmetterling der aus dem Cocoon heraus kam, es schien mir als ob ich die Welt zum ersten Mal wirklich sehe und jeder Tag war voll mit Überraschungen, zu erleben, wie ich mich immer mehr entfaltete und all das aus mir herausbrach, das so lange Zeit verschüttet war.

Seit diesem Tag, als ich zum ersten Mal ohne Maske die Welt betrat, kann ich nicht mehr lügen und ich kann nicht mehr spielen – es geht einfach nicht mehr. Das ist der Grund, weshalb ich mit so hemmungsloser Offenheit über alles rede und hier im Blog mein Innerstes offenbare, meine Seele sozusagen nackt auf die Bühne des Lebens stelle. Gerade weil ich mich so lange verleugnet habe, kann ich heute nicht mehr anders als zu sein was ich bin und dazu zu stehen, wie ich denke, fühle und lebe. Und seltsamerweise macht es mir nichts aus, dass meine LeserInnen mich so nackt sehen, dass sie den Geruch meiner Seele geradezu riechen können. Es gab für mich nur zwei Wege, weiter ein Leben zu spielen oder mich selbst zu sein und kompromisslos zu mir selbst zu stehen.

Heute bin ich soweit, dass es unwichtig ist, was andere von mir halten, ob ich mich korrekt verhalte oder so bin wie man es von mir erwartet. Natürlich macht mich das nicht zur Soziopathin, die über Leichen geht, ich folge nachwievor ethischen Grundsätzen und versuche beispielsweise, meine Mitmenschen nicht zu verletzen. Aber wenn es um mich geht, wie ich bin, denke und fühle, da gibt es keine Maskierungen mehr, keine Zensur und keine Selbstbeschneidung. Es gibt nur noch mich, mit all meinen guten und schlechten Seiten, ein Individuum das ganz eigen ist, das man lieben oder ablehnen kann, aber das immer und jederzeit sich selbst treu ist.

Vielleicht waren diese vier Jahrzehnte Selbstverleugnung notwendig, um zu erkennen, wie wichtig und wertvoll es ist, sich selbst zu sein und zu erkennen, wie gefährlich es ist, wenn man sich aufgrund von Vorstellungen Anderer anpasst. Vermutlich hätte ich diese grenzenlose Freiheit nie errungen, wenn ich nicht solange gefangen gewesen wäre, weil ich den wahren Wert der Selbstentfaltung nie begriffen hätte.

Wenn ich sehe, wie glücklich ich heute bin und wie sehr ich mein Ich-sein schätze, komme ich nicht umhin dankbar zu sein, für diese harte Schule die ich durchlief. Wirklich schätzen kann man etwas nur wenn man es begehrt hat. Ich glaube nicht, dass ich mich, mein Selbst und mein Leben so schätzen würde, wenn ich nicht so lange Zeit ohne mich hätte auskommen müssen. Und ich bezweifle, dass ich je in der Lage gewesen wäre, so für mich einzustehen, wenn ich mich nicht so lange unterdrückt hätte.

Man kämpft erst dann für seine Freiheit, wenn man seine Unfreiheit erkannt hat. Dazu hatte ich lange genug Gelegenheit, das war das Fundament, auf dem ich den Wert der Freiheit erkennen konnte. Das war der Ursprung der Erkenntnis, wie wichtig meine Selbstentfaltung ist. Das war der Grund weshalb ich die Ketten der Anpassung zerreissen konnte und heute ein wirklich freier Mensch bin.

Wikingerblut – Die Kriegerin in mir

Seit je her hatte ich einen Hang zu Kriegermetaphorik. Das Leben ist ein Kampf, diese Welt ein Schlachtfeld, das Leben erfordert Stärke, Widerstand, Tapferkeit, Mut………. Weshalb mir so Bilder wichtig waren, weiss ich nicht mit Sicherheit. Vielleicht war das Kriegertum einfach das einzige “männliche Ideal”, das ich in mir nachvollziehen konnte, vielleicht lag es auch daran, dass ich in meinem Leben viel zu kämpfen hatte….. vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass Wikingerblut in mir fliesst.

Noch heute benutze ich gerne Metaphern aus diesem Themenbereich und in vielen meiner Blogbeiträge findet man Bilder von Kriegerinnen (meist von Vallejo oder Royo), die Frauen in heldenhaften Posen zeigen. Diese Bilder stehen stets im Zusammenhang mit dem Text und wollen bildhaft darstellen, was nach meinem Empfinden die Essenz des Geschriebenen ist. Und diese Bilder geben mir Kraft, mit ihnen kann ich mich identifizieren, gerade wenn ich mich schwach fühle, erinnern sie mich daran, dass eine Kriegerin in mir steckt, die selbst das Unmögliche möglich machen kann.

Kindheitsträume – tapfere Krieger
Als Kind war ich immer fasziniert von tapferen Menschen, Indianer die mit dem Kriegsruf Hokahe (heute ist ein guter Tag zum sterben) in eine aussichtslose Schlacht zogen, Ritter die für die Schwächsten einstanden, alle die für Ideale kämpften und notfalls zu sterben bereit waren, ernteten meine Bewunderung. Damals waren das wohl vorallem kindliche Fantasien eines Mädchens, das ein Junge sein sollte und in der “Männerwelt” nur wenig fand, das erstrebenswert war. Aber das war erst der Anfang, der Kriegermythos würde mich ein Leben lang begleiten und ein grosses Stück weit formen.

Der Pfad des friedvollen Kriegers
Ich war gute zwanzig Jahre alt, als ich irgendwo in der Eso-Ecke eines Buchladens das Buch “Der Pfad des friedvollen Kriegers” von Dan Millman fand. Ein wunderschönes Buch, eine Geschichte voll von Philosophie. Dort fand ich die Kriegermetapher erneut, erstmals jedoch in einem kriegslosen Kontext. Ein Krieger ist jemand, der seinen Weg konsequent geht, der sein Ziel verfolgt und Widrigkeiten aushält. Es würde den Umfang dieses Beitrags sprengen, wenn ich mehr über dieses tolle Buch erzählen würde, die Kriegermetaphorik dort drin ging viel weiter. Aber im Wesentlichen vermittelte mir dieses Buch den Weg des Kriegers, dessen Schlachtfeld das eigene Ich ist, der sich selbst treu ist und für das einsteht, wovon er überzeugt ist. Dieses Buch prägte mein Denken enorm und war wohl auch das Fundament dafür, dass ich später jahrelang für Umweltschutz und gegen faschistoide Politik kämpfte.

Regenbogen-Krieger
Fast ein Jahrzehnt später, als ich mich entschloss, einem Kind das Leben zu schenken, war mein erster Gedanke, dass es eigentlich unverantwortlich ist, ein Kind in diese zerstörerische Welt zu setzen. Wenn ich ein Kind in diese Welt stelle, dann bin ich auch verpflichtet, alles zu tun um diese Welt zu verbessern. Das war der Anfang meines aktiven Kriegertums, ich meldete mich bei Greenpeace als Aktivistin und wurde zur Regenbogen-Kriegerin. Jahrelang kämpfte ich im weissen Overall für eine bessere Welt, kettete mich an Eisenbahngeleise, liess mich vor Gericht stellen, schrieb eine Hundertschaft von Leserbriefen, unterstützte Abstimmungskommitees und tat alles, um die Zerstörung der Umwelt zu verhindern und damit die Zukunft meiner Tochter zu verbessern.

Eines Tages erfuhr ich von einer indianischen Prophezeiungen, die der Urspriung war für den Namen des ersten Greenpeace Schiffes, der legendären Rainbow Warrior, die später durch einen terroristischen Bombenanschlag vom französischen Geheimdienst samt einem Fotografen gesprengt wurde.

There will come a time when the Earth grows sick
and when it does a tribe will gather
from all the cultures of the World
who believe in deeds and not words.
They will work to heal it…
they will be known as the “Warriors of the Rainbow.”

etwas frei übersetzt:

Es wird eine Zeit kommen, in der die Erde erkrankt
und ein Stamm sich vereinigen wird
bestehend aus allen Kulturen der Welt
die an Taten und nicht an Worte glauben.
Sie werden daran arbeiten, die Erde zu heilen
man wird sie “Krieger des Regenbogens” nennen.

Mit diesem Mythos identifizierte ich mich sehr, ich folgte einem Ideal, das alle Entbehrungen wert ist und ich war auch irgendwie stolz darauf, eine dieser Regenbogen-Kriegerinnen zu sein, die sich für Mutter Erde einsetzten. Doch nach jahrelangem Kampf folgte die Resignation. Viel zu oft unterlagen wir, weil unser Gegner nicht nur ein paar geldgierige Konzerne waren sondern schlussendlich die gesamte Welt, in der jeder nur sich selbst am Nächsten ist. Es ist eine Sache, Konzerne in die Knie zu zwingen, aber das Denken der Menschen zu verändern, schien eine Unmöglichkeit zu sein. Resignation ist der Tod jedes Kriegers, damit lässt sich nichts mehr gewinnen und so zog ich erstmals besiegt aus einer Schlacht, in der ich jahrelang gekämpft hatte. Ich engagierte mich zwar weiter, erstellte eine Unzahl von Webseiten zu solchen Themen, aber es waren eigentlich nur noch Rückzugsgefechte.

Krieg gegen politische Brandstifter
Wiederum Jahre später wurde die Schweiz erschüttert durch das Grosswerden einer meines Erachtens rechts-faschistoiden Partei, die sich frecherweise Volkspartei nennt. Ich war überzeugt, dass diese Partei, die vorallem durch Volksverhetzung und Brandstiftung gross wurde, eine Bedrohung für dieses Land darstellt. So begann der nächste Krieg und ich investierte wieder Jahre darin, im Internet sozusagen eine Gegenpropaganda aufzubauen. Einmal mehr schrieb ich unzählige Leserbriefe, für die ich dann von SVP-Sympathisanten mit Morddrohungen bedacht wurde, schrieb in Diskussionsforen und vielem mehr. Doch ich verlor auch die Schlacht, an den nächsten Wahlen legten sie 10% zu und seither geht es mit diesem Land immer mehr den Bach runter. Das einst soziale Land wird immer asozialer, Sündenbockmentalität breitet sich aus, es ist ein wahrer Graus was hier passiert und niemand scheint zu bemerken, wie verludert das Denken hierzulande mittlerweile ist. Aber ich war langsam des Kämpfens müde und beendete auch diesen Krieg.

Dianas Wikinger-Blut
Als ich vor einigen Jahren eher zufällig mal eine Woche in Schottland in den Ferien war, musste ich verblüfft feststellen, dass ich mich mit diesem Land, der Kultur, Musik und den Menschen so verbunden fühle, wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte. Es war als sei ich nachhause gekommen. Als ich zum ersten mal eine Great Highland Bagpipe hörte (schottischer Dudelsack), war klar, dass ich dieses Instrument lernen musste, was ich dann zuhause angekommen auch gleich in Angriff nahm. Aber die Frage, weshalb ich von dieser Kultur so berührt wurde, liess mich nicht mehr los. Hatte ich vielleicht schottische Wurzeln? Das Ganze beschäftigte mich so sehr, dass ich eines Tages einen DNA Test machte, der ermitteln sollte, was für genetische Wurzeln ich habe. Das Resultat liess mir das Blut in den Adern gefrieren und mein Dad dürfte beim Lesen der nächsten Zeilen vom Stuhl fallen *grins*. Mütterlicherseits war ich Germanin, das war soweit ja kein grosses Wunder hierzulande. Aber väterlicherseits stamme ich von einem Wikingergeschlecht ab, das sich irgendwann in Schottland breit machte und sich dann über England bis in die Schweiz ausbreitete. Ich stamme also nicht nur von Wikingern ab sondern habe tatsächlich Vorfahren in Schottland und Skandinavien. Manchmal denke ich mir spasseshalber, dass ich vielleicht deshalb mit XY-Chromosomen zur Welt kommen musste, weil diese Welt dringend Wikingerfrauen braucht. Ohne Y-Chromosom hätte ich kein Wikingerblut in mir. So hat doch alles irgendwie sein Gutes ;-)

Der letzte Kampf – für mich
So verbrachte ich also vier Jahrzehnte im Kampf. Zuerst gegen mich selbst, dann gegen Umweltverschmutzung, dann gegen politische Brandstifter……. aber der grösste und schwerste Kampf stand noch vor mir, der Kampf für mich selbst. Vielleicht brauchte ich all diese Kämpfe um stark zu werden, auf jeden Fall war es wohl gut, dass ich bis zum vierzigsten Lebensjahr zu einer erprobten Kriegerin gewachsen war. Nun war ich bereit für den Kampf aller Kämpfe, gegen den Feind in mir, gegen die Angst, gegen die Abhängigkeit, gegen die Feigheit, gegen die Eitelkeit. Ich würde einen Weg gehen, der mir keinen Ruhm einbringt, den ich vielleicht nicht überlebe, der mich möglicherweise um Freunde beraubt – eine Schlacht die aus damaliger Sicht nicht zu gewinnen war. Aber – und das ist eben der Geist des Kriegers – ob man einen Krieg führt ist nicht eine Frage des Erfolgs sondern eine Frage der Notwendigkeit. Und wenn etwas sein muss, dann wird es auch getan, ohne Rücksicht auf Verluste. Und auch wenn ich es nie erwartet hätte, habe ich zum ersten Mal in meinem Leben nicht nur eine Schlacht gewonnen sondern den gesamten Krieg.

Zum ersten Mal im Leben habe ich einen Kampf geführt, der Frieden brachte, Frieden in mir, mit mir selbst – und mit dem Rest der Welt.

Die Kraft des Kriegermythos
Der Mensch ist nicht geboren um besiegt zu werden, er ist geboren um zu siegen. Zu Leben bedingt zu Überleben und dazu bedarf es des Kampfes, manchmal gegen Andere, manchmal gegen sich selbst, manchmal gegen das Schicksal. Wir alle haben den Kriegergeist in uns, ohne diesen hätten wir uns in der Evolution niemals durchsetzen können. Der Kriegermythos hat mir ein Leben lang Kraft und Mut gegeben. Wenn ich schwach bin und mich an die Kriegerin in mir erinnere, gibt mir das Wissen um ihre Existenz Kraft. Bin ich hoffnungslos, gibt sie mir Mut. Bin ich verwundet, heilt sie mich. Bin ich ängstlich, gibt sie mir Mut. Sie ist immer da, ich muss sie nur ins Bewusstsein rufen, damit sie ihre Kraft entfalten kann.

Ihr alle habt einen Krieger oder eine Kriegerin in Euch, der/die nur darauf wartet, für Euch eintreten zu können. Seid Euch dieser kraftvollen Energie bewusst und lasst sie zu, wenn sie benötigt wird. So seid Ihr unbesiegbar. Vielleicht verliert Ihr die eine oder andere Schlacht, aber man wird Euch nie auf die Knie zwingen können, weil eine Kriegerin immer wieder aufsteht ;-)

Stand and fight
Live by your heart
Always one more try
I’m not afraid to die
Stand and fight
say what you feel
Born with a heart of steel

(Manowar – Heart of Steel)



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