(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Am Ende der Stille

Ich hätte nicht gedacht, dass ich irgendwann die Person die ich über alles liebe von mir stossen muss und doch ist es heute soweit. Nachdem ich wieder ein Wochenende lang rumgeheult habe und einer Beziehung nachtrauerte, die seit einem Jahr beendet ist und nachdem ich heute gegen Mittag die Arbeit niederlegen musste, weil ich einfach nix auf die Reihe kriegte, war der Punkt erreicht an dem ich mir eingestehen musste, dass es so nicht geht. Man kann nicht die Liebe seines Lebens einfach mal schnell in die “beste Freundin” umdefinieren.

Wenn man sich so nah ist und dabei doch so fern, dann wird jede Begegnung zu einem zweischneidigen Schwert. Wie soll ein Herz kapieren, dass es sich beziehungstechnisch ausquartieren muss, wenn es ständig die Stimme der Geliebten hört?

Heute habe ich den Kontakt ganz abgebrochen oder zumindest auf Eis gelegt. Damit verliere ich zwar das letzte emotionale Seil, das mich noch gehalten hat und dürfte wohl in nächster Zeit im freien Fall durch’s Universum schiessen, aber eine andere Möglichkeit sehe ich nicht, wer weiss, vielleicht lerne ich so doch noch fliegen.

Aber ich muss gestehen, den Menschen von sich zu stossen, den man über alles liebt, lässt sich an Surrealismus nicht mehr überbieten, das führt die Liebe definitiv ad absurdum.

Deine Worte gleiten in den Morgen
In einen zarten rosa Schleier
Der sich über der Natur erhebt
Verblassen sie und schweigen stille
Nur die Sehnsucht meiner Stimme
Im flehenden Gebet
Entsinnt sich Deiner Worte
Die Du in mich gelegt
So verstummt auch meine Hoffnung
Und die Stille entfacht den Krieg

(Lacrimosa – Am Ende der Stille)

Also fülle ich diese tosende Stille mit “Les Memoires Blessees” von Dark Sanctuary:

Vorhang!

Sterne und einstürzende Himmel

Pass auf, wenn Du nach den Sternen greifst…….

es kann sein, dass der Himmel über Dir einstürzt.

(Diana)



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