(t)-Girl Diana

Transsexualität – Tagebuch einer transsexuellen Frau

Mein Umfeld lernt meinen Namen

DianaName1

Während ich zu Beginn meist noch mit dem alten Namen angesprochen wurde, haben die Meisten mittlerweile umgestellt. Heute werde ich zu 90% mit Diana angesprochen und nur noch selten rutscht der alte Name dazwischen. Nur bei der indirekten Anrede happerts noch gewaltig, ich bin meist ein „er“ anstatt eine „sie“ und daran werde ich mich gewöhnen müssen, es wird wohl noch Monate gehen, bis auch das sitzt. Aber es ist unglaublich berauschend, immer wieder mit Diana angesprochen zu werden.

Die erste Zugfahrt – wenn Blicke schmerzen

Schaut mich nicht an!
Ich bin kein Tier!
Nur ein Menschenkind – für euch ein fremdes Wesen – vielleicht
Mit Augen und Ohren
Einem Herz und viel Gefühl
Und immer noch mit einem klaren und auch freien Verstand!
(Lacrimosa – Fassade 1. Satz)

Bisher habe ich die Öffentlichkeit gemieden wo es nur geht, heute musste ich aber erstmals mit der S-Bahn im Feierabendverkehr nach Zürich zum Therapeuten fahren. Puh das war harte Knochenarbeit. Ich hätte mich am liebsten unter einem Schleier versteckt, wurde von vielen angeschaut als ob ich von einem anderen Planeten käme und mein Körper wurde von Stresshormonen nur so geflutet. Meine Verunsicherung und mein mangelndes Selbstbewusstsein waren so offensichtlich, dass ich erst Recht auffiel wie eine bunte Hündin. Es war ein regelrechter Spiessrutenlauf und als ich dann endlich wieder zuhause war, war ich erschöpft wie nach einem Marathon.

Ich werde noch viel an mir arbeiten müssen um ein neues Selbstbewusstsein zu entwickeln. Es ist wirklich nicht einfach, selbstbewusst zu sein, wenn einem die Welt belächelt oder gar mit Verachtung begegnet. Aber das war ein Teil des Preises den ich zu bezahlen hatte und den ich bewusst in Kauf nahm, da muss ich einfach durch.

Eine Rose von meiner Tochter

Meine Tochter kam heute zum zweiten Mal seit dem Outing zu mir ins Wochenende und als ich die Tür öffnete, bin ich fast aus den Schuhen gefallen. Sie stand da und streckte mir eine einzelne rote Rose entgegen.

Es war als ob sie damit die Frau in mir begrüsst und ihre Akzeptanz so ausdrückt. Das war einer der schönsten Momente in meinem Leben, diese Rose würde noch jahrzehntelang an der Wand hängen. Es war das schönste Geschenk, das ich je bekommen habe.

Mila Mar – Was bleibt / Like a cannibal / Merdina

Mila Mar ist sozusagen die Elfe unter den Sängerinnen, mir ist keine Musikerin bekannt, die so sphärenhaft und gefühlsvoll singt. Mila Mar zu hören heisst, tiefste Gefühlswelten zu durchleben.

Was bleibt (live) …….

Like a cannibal (live) …..

Merdina (Video-Montage) …..



Copyright © 2017 by: (t)-Girl Diana • Template by: BlogPimp Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.